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© 2010 G.N.U.S.

30. Juli 2010

News: Blick in die Wesenslandschaft

Der Glaube an die Gleichheit der Geschlechter in allen Belangen, der Glaube, die klassische Rollenverteilungen sei lediglich kulturelle Voreingenommenheit, ist vorallem der Versuch, eine unangehme Wahrheit - die des biologischen Determinismus - moralisch zu verdammen, auf dass die Freiheit des Individuums keinerlei Grenzen erfahren muss .

The conventional wisdom about sex differences in IQ is that males and females have the same average IQ. The conventional wisdom also stipulates that males are more variable than females, meaning that there are more mentally deficient and gifted males than females. [...]

Before continuing, it might be prudent to tackle one of the first objections that will be raised to a finding that the sexes are not equal in terms of IQ: that IQ tests are biased. Test bias is an intricate subject, and if you are interested in the details, the book Bias in Mental Testing by Arthur R. Jensen is suggested. (He started out believing that IQ tests were biased and through careful research ended up concluding that they generally were not).

Let it suffice to point out the analogy of height differences: Men are taller on average than women. If one does not like the situation, one cannot seriously accuse the height-measuring device of being biased. Many people have been influenced by anti-IQ reporting in the media, and politically correct writings by authors such as Stephen J. Gould to think that if IQ tests show an inequality it is obvious evidence that they are biased. There are ways of measuring test bias and merely showing that there is a difference between groups is not enough.

[...]
[...]Looking at the graph produced from this meta-analysis, beyond the 130 cut-off, the ratio of the areas under the curve for males and females is about 2:1.

Real world effects in Mensa

This 2:1 ratio corresponds best with what is found empirically in Mensa Canada even though the tests usually given have material more like the WISC instead of the progressive matrices. Toronto was picked as the sample population because the Toronto Proctor had reported that females are 33% of entrance exam takers. Note that Mensa aspirants in Canada need to be at least 14 years old to be tested.

In June of 2007, the Mensa Canada member directory was used to get the names for every Mensan listed from Toronto. Using the first names and the website http://www.gpeters.com/names/baby-names.php to decide whether some doubtful names were given more to boys or girls, the number of male and female Mensans in Toronto was tallied. Results: 150 males, 83 females, out of 233 total, giving 35.6% females. So the ratio is 2:1 males to females, the same as attempt to get in.

Conclusion

Male and female mean IQs are about equal below the age of 15 but males have a higher mean IQ from age 15 on. The effect of sex differences in IQ is largest at the high extreme of intelligence. Since many of the more prestigious roles in society are associated with high IQ, the lack of female representation in these roles may be partially due to fewer females being competitive at the highest levels. This does not mean that females should not be given equal opportunity to demonstrate their abilities as this would create an worsened artificial 'glass ceiling'. Quelle
Die Offerierung unbegrenzter Möglichkeiten seitens der ökonomisch zuträglichen Paradigmen der hiesigen Wirtschaftsoligarchie unterliegt dem Ziel einer unbegrenzten (zu verkaufenden) Produktvielfalt. Zur Generierung eines ihn zufriedenstellenden Selbstbildes hat es das Individuum schließlich unausweichlich nötig, sich über externe Anhängsel zu definieren, seinen ihm eigenen und exotischen Lebensweg zu unterstützen und schmückend zu untermauern, denn eine innere, aus ihm selbst sich gestaltende Identität geht ihm nach den modernen Lehren der ungebundenen Zugehörigkeit völlig ab.

Männer verweichlichen, Frauen verhärten. In progressiver Manier bezeichnet Mann dies als Öffnung seiner weiblichen Seite, Frau als plakativ zu bestätigende Überwindung von Unterdrückung. Die Produktpalette wird nun auf beide Geschlechter ausgerichtet, ein nur rudimentär hinter Floskeln wie "... for Men" verstecktes Vorhaben. Jedes Produkt spricht nun beide Geschlechter an -- doppelter Umsatz ! Der Markt jauchzt vor Freude über solche Aussichten. Der Zwang, dem propagierten Sozialmuster zu entsprechen, stellt die eigentliche Grenze für jedes Individuum dar, nur ist sie gut getarnt.

Der biologische Determinismus würde somit zur Gefahr jeder kommerziellen Ambition, deren Ziel es ist, eine möglichst hohe Quantität seiner Güter zu verkaufen. Mit der Akzeptanz klassischer Geschlechterrollen gelangte die Gesellschaft wieder zu einer geschlechtsspezifischen Identitätsstiftung, die das ewige Taumeln durch die Gärten des Produktkonsums, auf der Suche nach definitorischem Halt der Persönlichkeit, obsolet machte. Der Mantel falsch verletzten Stolzes würde abgelegt, die Scheu des Egos vor geschlechtlichen Neigungen, Stärken, Schwächen wieche einer stolzen Bekenntnis zu diesen, seinem eigenen, inhärenten Wesen.

Es ist elementar, das Geschlecht nicht als Gefängnis oder klar abgegrenzte Raumn zu betrachten, es ist vielmehr Heimat und eine grobe Ortung des Ich. Es gibt keine geschlechtsspezifisches Diktat einzuhaltender Attitüden, Perspektiven oder Vorlieben. Aber es gibt generelle, jedem Geschlecht eigene Charakteristika, die beschreiben wie es auf Situationen, Stimuli reagiert und diese verarbeitet, sowie tief verwurzelte, biologische Imperative wie die der Elternrolle. Das Erkennen innerer Wegweiser zu seinem wirklichen, individuellen Kern impliziert eine Bereitschaft, in sich selbst hinein zu horchen, ehrlich und befreit in seine Wesenslandschaft zu blicken, ohne von Neurosen und progressiven/anti-progressiven Dogmen in seinen Beobachtungen getrübt zu werden. Nur aus der zweifelsfreien Erkenntnis des Ich entsteht ein gesunder Mensch, der den Weg den er beschreitet, bewusst gewählt hat und ihn daher mit Freuden wandert.

Egoistischer Starrsinn, die Suche der Schuld bei Dritten, die Unehrlichkeit sich selbst gegenüber muss aufhören. Es wird Zeit, mutig der unpersönlichen und rücksichtslosen Realität ins Auge zu blicken und die Illusionen der säurigen sozialen Realität abzustreifen.

leere
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22. Juli 2010

Nec temere nec timide

Der Untergang ist nahe, so scheint es. Die Medien sind voll von Meldungen des Chaos, des Verfalls, der Traurigkeit und ewigen Zerstörung. Die Ufer des einst so klaren und frischen Lebenstromes sind heute modrig, dunkel und schleimig ist das Wasser der heutigen Zeit. In Hamburg brennen die Autos, ethnisch motivierte Straßenschlachten toben in Grenoble, Bürger werden auf der Straße wegen Nichtigkeiten totgeschlagen, vor dem Golf von Mexiko ereignet sich einer der schlimmsten Umweltkatastrophen der modernen Geschichte. Die Finanzkrise bedroht die das Leben ganzer Staaten, vernichtet Existenzen, Hunger, Durst und Wut wechseln sich in vielen Ländern der Welt ab. Das Modell der Familie wird zugunsten von Karrierewünschen aufgegeben, Erziehung bedeutet vorallem staatliche Erziehung, denn niemand hat mehr Zeit für seine Kinder. Durch Schmerz, Blut und Schweiß aufgebaute Kulturen weichen einer seichten Plastikwelt der Unterhaltung, Gier nach Vergnügungen , Geld und Sensationen treiben die Menschen an, ordinäre, vertierte, hysterisch umherziehende Gestalten mit eingefallenen Gesichtern, die sich in den engen, grauen Gassen der großen Friedhöfe umherschubsen und nicht sehen, nicht sehen ...

Die Tier - und Pflanzenwelt stirbt, Ökosysteme werden auf immer vernichtet, Lügen und bürokratische Rechtfertigungen verdrängen Gefühl, Moral und Menschenverstand. Richtig ist das, was erlaubt und bezahlbar, nicht das was RICHTIG ist. Illusionen wird Vorzug vor notwendigen Konflikten gegeben, aus der Angst, der Apathie und dem Selbstbetrug der herrschenden politischen Figuren heraus wird das verzehrende Feuer weiter geschürt. Der Schein zählt, der Status und das Symbol, nicht Realität, Kausalitäten, kritische Ehrlichkeit. Unaussprechliches, aber Wahres wird verleugnet, Wunschdenken ist angenehmer, Schuld sind immer die anderen. Ästhetik ist nicht länger, ökonomische Funktionalität steht über allem, der Mensch trägt die Titel Kunde, Konsument, Arbeitskraft.

Sensiblen Menschen ist die präkare Lage der Welt eher bewusst, als dem Gros der Menschheit. Melancholisch sehnen sie sich nach einer intakten Welt, einer harmonischen Welt, in der Krieg hieß gegen sich selbst und seine inneren Dämonen und für ein Ideal zu kämpfen, dessen Menschen aufrecht gingen und denen Leid die akzeptierte Währung für die Schaffung von Großem war, denn Großes war ihr Anliegen. Die Alten prophezeiten das Kali-Yuga, das Zeitalter des Untergangs und der Dekadenz und so mancher glaubt, dass es sein tiefschwarzes Flies bereits um die Welt warf. Man verzweifelt angesichts der kommenden Zerstörung, der Auslöschung alles Schönen und Edlen, man fühlt sich machtlos dem schleichenden Tod gegenüber. Niedergeschlagen und mutlos blickt man in die Zukunft einer tristen Welt, die keine Hoffnung bietet und dem Ende entgegen kriecht ...

Wo sind Reiter und Ross und das Horn, das weithin hallende? Lang vergangen wie Regen im Wald und Wind in den Ästen. Im Schatten hinter den Bergen versanken die Tage im Westen.... Wie konnte es soweit kommen?

-- König Théoden

Als wäre alles Schöne dem Körper entrissen worden, weilt man in einer Welt, die man ablehnt und in der man sich nicht heimisch fühlt. Der Geist zehrt sich auf, das Gemüt ist von dunklen Wolken umflossen, Hass kreischt durch die Venen. Doch halt! "Weder unbesonnen, noch furchtsam" - so steht es auf dem Danziger Wappen.

Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, daß er nicht dabei selbst zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

-- Friedrich Nietzsche (3, 146.), Jenseits von Gut und Böse

Man kläre den Geist, beruhige die Sinne. Man wühle im Schmutz nach der Knospe, finde im Sturm seinen Hort. Schönheit existiert nach wie vor. Sie existiert in einem selbst, in seinem Geist, dem eigenen (Frohge)Mut. Leben ist Krieg ! Erfreuen wir uns am Konflikt, an der Härte des Lebens, dem Kampf mit dem Dunkel.  Man verzage nicht, oh nein, mit grimmiger Fröhlichkeit tanze man lachend um den Abfall, sein Schwert in der Rechten, die Schönheit wie ein treues Weib in der linken Hand. Man fechte stolz mit den Begebenheiten, die da kommen mögen und erliegt man ihnen, dann sei es so ! Findet sie, eure Schönheit, sie ist versteckt, unter der Oberfläche, im Kreislauf des Werdens, in der Ewigkeit des Seins, in den Manifestationen des Urgrunds aller Dinge. Die Sonne wird wieder leuchten, so ist der Lauf.

"Wenn der in uns herrschende Geist seiner Natur folgt, kann es uns--den Ereignissen gegenüber--nicht schwer fallen, auf jede Möglichkeit vorbereitet zu sein und das Gegebene hinzunehmen. Das Festbestimmte, Abgemachte ist es dann überhaupt nicht, wofür wir Interesse haben, sondern: was uns gut und wünschenswert scheint, ist doch immer nur mit Vorbehalt ein Gegenstand unseres Strebens; was sich uns aber geradezu in den Weg stellt, betrachten wir als ein Mittel zu unsrer Übung--: der Flamme gleich, die sich auch solcher Stoffe zu bemächtigen weiß, deren Berührung ein kleineres Licht verlöschen würde, aber ein helles Feuer nimmt in sich auf und verzehrt, was man ihm zuführt, und wird nur größer dadurch."

-- Marc Aurel

"Auf! Auf! ihr Reiter Théodens! Zu grimmigen Taten: Feuer und Schlachten! Speer wird zerschellen, Schild zersplittern, Ein Schwert-Tag, ein Blut-Tag, noch ehe die Sonne steigt! Reitet! Reitet nun! Reitet zur Vernichtung und zum Ende der Welt! Tod! Tod! Tod!"

-- König Théoden

 

Wappnet euch. Kampf, immer voran !

leere
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22. Juli 2010

Erhaltung ist nie das, wonach man streben darf

Nicht nur fort sollst du dich pflanzen, sondern hinauf!

Friedrich Nietzsche - Also sprach Zarathustra

Weiter- und Höherentwicklung, niemals Erhaltung und Rückschritt, fordern, kämpfen, erringen - immer weiter bis ans Ziel, welches sich als innerste Wahrheit offenbart, die frei von Subjektivismus und Gefühl als grundlegende Erkenntnis erscheint. An dieser Erkenntnis soll sich Tun und Handeln orientieren, vorbildlich, konsequent radikal, treu, streng nach dem Ideal, dass den neuen Menschen schaffen soll - Ästhetisch, aristokratisch, von Schönheit, schaffen und streben nach Höherem, verwurzelt mit Heimat und Erde, ein produktiver, schaffender, erneuender Geist, der die Fesseln der dogmatischen Denkweisen zerreißt und seinen Geist für neue Denkweisen und Wege öffnet. Der sein Ich überwindet und die Vergangenheit Vergangenheit sein lässt.

Erhaltung ist nie das Ziel, die stetige Verbesserung, Höherentwicklung und Schaffung des Besseren zum Besten - danach richtet sich der neue Mensch. Nicht im Alten schwelgen, nicht konservieren wollen, keinen Schritt zurück, sondern die Zukunft im Blick, die Überwindung des Alten hin zum Neuen. Schaffer, nicht Bewahrer wollen wir sein, das beste weiter- und höher entwickeln, auf dass das Hohe entstehe.

Nicht zurück, sondern vorwärts! Zukunft und nicht Vergangenheit sein - Kommend.

Eisen ins Blut!

Trotzigen Mut,

immer wieder von vorn zu beginnen!

Nur der Wagende wird gewinnen,

der erfüllt ist von lodernder Glut -

Eisen, Eisen, Eisen ins Blut! Eisen ins Blut!

Heilige Wut,

wie der zuckende Strahl von Wettern,

jeden Widerstand niederzuschmettern.

Erst am Ziel der Stürmende ruht. -

Eisen, Eisen, Eisen ins Blut! Eisen ins Blut!

Jauchzender Mut,

über dem wipfelsausenden Forste

sich zu bauen die ragenden Horste -

steige zur Sonne, du Adlerbrut!

Eisen, Eisen, Eisen ins Blut!

-- Heinrich Anacker

Heros
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02. Juli 2010

News: Autonomiefreie Gentechnik

Der EU ist sehr daran gelegen, den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen möglichst barrierefrei zu genehmigen.

hmk. BRÜSSEL, 20.Juni. Die Europäische Kommission will die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen in der EU beschleunigen und gleichzeitig den Mitgliedsstaaten nationale Verbote in der Gentechnik erlauben. [...] Die EU-Staaten sollen - faktisch von sofort an - selbst darüber entscheiden, ob sie auf ihrem Gebiet den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zulassen sollen. Außerdem sollen sie gentechnikfreie Regionen einrichten können. Im Gegenzug hofft die Kommission, dass die Staaten das Verfahren zur Zulassung solcher Pflanzen nicht mehr systematisch ausbremsen.[...]

Die Zulassungsregeln sind eigentlich klar. Gibt es wissenschaftlich begründbare Gesundheits- oder Umweltschutzbedenken, kann die EU die Genehmigung verweigern. Das war bisher nie der Fall. Nur dann aber ist das Verbot mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) vereinbar. [...]

Schließlich forderten dreizehn EU-Staaten, angeführt von Österreich, die Kommission zu einer Reform auf. Mit dieser will die Kommission den Staaten nun nationale Verbote erlauben. Sie müssen diese anmelden und begründen. Dabei dürfen sie sich nicht auf Umweltschutz - oder Gesundheitsbedenken berufen, da diese im Zulassungsverfahren geprüft werden. Auch darf der Staat die Einfuhr von Produkten aus in anderen Staaten angebauten gentechnisch veränderten Pflanzen nicht blockieren.

[...]
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom Montag 21.Juni 2010 * Seite 9
Zusammengefasst: 1. Die EU hat es anscheinend ziemlich dringend mit ihren Zulassungsbemühungen 2. Etwaige Zulassungsbedenken hinsichtlich Umwelt - und Gesundheitsgefahren werden von der EU bewertet und in ihrer Relevanz geprüft 3. Scheinbar ist man auf Einklang mit der WTO bedacht 4. Die EU hat die Deutungshoheit über Umwelt- und Gesundheitsrisiken und einhergehende Nebenwirkungen inne, Einwände gegen diese Entscheide seitens der EU-Staaten sind offenbar nicht möglich

So weit ist es nun also gekommen. Bereits die gnädige Möglichkeit zur Einrichtung gentechnikfreier Zonen klingt so, als sollten diese künftig eher die Ausnahme darstellen. Um es sich also nicht mit der WTO zu verscherzen, werden die offenkundigen Bedenken der EU-Staaten schlicht ignoriert, indem die EU Entscheidungshoheit in den eigentlich wichtigsten Kritikpunkten genießt und eine eindringliche Argumentation gegen den Anbau oder die Einfuhr so gut wie unmöglich machen. Nationale Autonomie, wo bist du ? Ein Staat muss/sollte gerade bei solch weitgreifenden Entscheidungen Verbote ausprechen können, selbst wenn diese faktisch unbegründet sind und aus reinem Bauchgefühl resultieren. Totale Gleichschaltung, wie schön.

leere
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02. Juli 2010

News: Schroffe Realität

Der Staat Arizona erwartet eine Klage der Regierung gegen das dort Ende Juli einsetzende, verschärfte Einwanderungsgesetz.

rüb. WASHINGTON, 20. Juni. Außenministerin Hillary Clinton hat bestätigt, dass die Regierung in Washington gegen das Einwanderungsgesetzdes Bundesstaates Arizona Klage erheben wird. Zwar heißt es aus dem Justizministerium in Washington weiterhin, man prüfe noch die Aktenlage, doch haben mehrere Regierungsmitarbeiter bestätigt, dass die Klage beschlossene Sache ist. Präsident Barack Obama hatte das Gesetz mehrfach als "fehlgeleitet" kritisiert, weil es zur Diskriminierung ethnischer Minderheiten führen könne.

Das verschärfte Einwanderungsgesetz des an Mexiko grenzenden Südweststaats war Ende Arpil von der republikanischen Gouverneurin Jan Brewer unterzeichnet worden und soll Ende Juli in Kraft treten. Einwanderer müssen demnach ihre Papiere bei sich tragen, um bei Polizeikontrollen beweisen zu können, dass sie sich legal im Land aufhalten. Bürger können Immigranten anzeigen, wenn sie glauben, diese hielten sich illegal im Land auf[...] In den Vereinigten Staaten leben etwa zwölf Millionen illegale Einwanderer, die meisten stammen aus Mittel - und Südamerika und kamen über die mexikanisch-amerikanische Grenze ins Land.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom Montag 21.Juni 2010 * Seite 5
Nicht alle Menschen aus Mittel- und Südamerikas sind illegale Einwanderer, aber die meisten illegalen Einwanderer stammen aus Mittel- und Südamerika. Eine grundlegende, unbequeme Wahrheit hinter den Befürchtungen des amerikanischen Präsidenten, welche durch ihre Erwähnung indirekt und ironischerweise die Relevanz dieser verbotenen Erkenntnis nocheinmal bestätigt. Halten wir uns nicht an persönliche Emotionen auf, betrachten wir stattdessen schroff die Realität und tun wir, was nötig ist, ganz egal, welche Konsequenzen Gefühle einzelner Gruppen ertragen müssen, die die Umstände jedoch erfordern.
leere
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28. Juni 2010

Der schillernde Begriff des Konservatismus

Es gibt gute Gründe, weswegen ich mich lange Zeit gegen die (Selbst-)Bezeichnung „konservativ“ gewehrt habe und es unter der Voraussetzung einer bestimmten Lesart dieses schillernden Begriffs immer noch tue.

Oftmals haftet Leuten, die sich „konservativ“ oder „rechts“ nennen nämlich eine entschiedene Feindlichkeit gegenüber systemischem Denken an und es werden alle möglichen Anlässe genommen, über die Zustände, die Unerträglichkeit der Welt usw. zu jammern und nach dezisionistischen bzw. voluntaristischen Lösungen zu suchen („Wir brauchen wieder einen der anpackt!“ oder „Leute, wir müssen was machen/ aufstehen/ Gesicht zeigen etc.“). Andererseits wird rasch gejubelt, wenn z.B. scheinbare Teilerfolge wie in der Schweiz erzielt werden („Minarettverbot“) – verbunden mit einer Forderung nach mehr direkter Demokratie in der BRD (komisch, wird doch dem Volk als Wählermasse sonst so wenig zugetraut…).

Ich fühle mich dann immer befleißigt, den Ball flach zu halten und die Dinge möglichst kalt und emotionslos zu analysieren. Das Beispiel des Minarettverbotes in der Schweiz lässt sich hier wunderbar als Paradigma für die Auseinandersetzung mit Thesen und Forderungen vieler „rechter“ Parteien und Interessengruppen (REPs, DVU, ProNRW, Vlaams Belang, Front National, FPÖ, BZÖ, SVP, etc.) benutzen: Vertreter dieses Spektrums (das sich selbst gern als „politikfähig“ bezeichnet, in Abgrenzung vom „Narrensaum“) denken z.B. dass ein Minarettverbot die Lage zumindest erst einmal beruhigt und der fortschreitenden „Islamisierung“ (wieder so ein schillernder Begriff, dazu unten mehr) einen Riegel vorschiebt, so dass eine ruhige bürgerliche Existenz auch weiterhin möglich bleibt. Die Muslime könnten keine neuen, als Zeichen eines Besitzanspruches gedeuteten, „Landnahmepfähle“ in den Boden rammen und blieben brav in den wenig repräsentativen Hinterhofkoranschulen; die christliche Deutungshoheit über die Geschicke des Landes bleibt bestehen.

Der „Systematiker“ weist diese Art der Interpretation als kurzschlüssig und letztlich irreführend zurück: Die „Islamisierung“ eines Landes, also die fortschreitende Beanspruchung von Sonderregelungen, Mitspracherecht bis hin zu allgemeingesellschaftlicher Deutungshoheit der islamischen Gemeinde hängt am allerwenigsten von Höhe und Anzahl der Minarette an Moschee-Neubauten ab (gegen diese wird ja noch nichtmal was gesagt, auch bereits bestehende Minarette bleiben bestehen). Sie ist viel eher als nachfolgendes Phänomen der Einwanderung und Massenmigration (natürlich auch der „Geburtenmigration“) zu sehen. Diese wiederum ist politisch und wirtschaftlich gewollt, nicht zuletzt um den Lohndruck auf die autochtone Bevölkerung zu erhöhen, indem man sich eine „(post-)industrielle Reservearmee“ (Marx) schafft. Dass diese Bevölkerungsgruppe allein durch ihr Wachstum erst Mitsprache, dann Deutungshoheit einfordert, ist nicht nur einleuchtend, sondern wäre für uns auch im umgekehrten Falle nachvollziehbar.

Warum ist nun die „politikfähige“ Denkweise meiner Ansicht nach nicht nur zwecklos, sondern auch schädlich?

* Zum einen diskreditiert sie durch den Verweis auf ihre angebliche „Seriosität“ und ihren „Pragmatismus“ jede ernsthafte, radikale (im Sinne von „an die Wurzel gehende“) Analyse unter abstrakteren, systemischen Vorzeichen als abgehoben, träumerisch, verschwörungstheoretisch, vaterlandsfeindlich (man würde ja den Untergang „bejubeln“), blutleer, miesmacherisch, unproduktiv usw., d.h. sie stigmatisiert Theoretiker wie Jürgen Schwab zum Schmuddelkind, während kognitiv defizitäre Figuren wie Markus Beisicht als Retter des Volkes stilisiert werden.

* Zum anderen zieht sie Kräfte (auch intellektuelle Kräfte) und Ressourcen zu sich, die anderweitig dringend gebraucht würden. Die „rechte“ Zerfaserung ist bei Wahlen natürlich am deutlichsten zu spüren, aber auch sonst macht sich eine Unklarheit und Verworrenheit in den Ansichten breit, die erst durch die „populistischen“, d.h. an den „gesunden Menschenverstand“ appellierenden, rasche Lageverbesserungen versprechenden Formeln entstehen konnten.

* Darüber hinaus verzögert sie, ganz „pragmatisch“ gesprochen, den analytisch in der Tat nicht mehr abzuwendenden Untergang in einer Weise, dass sich die Verhältnisse, wenn es denn zum „großen abendländischen Knall“ kommt, durch die Verschleppung in vielerlei Hinsicht (z.B. demographisch) sehr zu unseren Ungunsten entwickelt haben dürfen. Durch den Fokus auf randständige Symptome anstatt auf die Ursachen der Krankheit wird also den Suchenden nach einer Kur das Leben und Denken so schwer wie möglich gemacht.


Unter diesen Vorzeichen hieße „konservativ“ oder „rechts“ tatsächlich, nur die „Asche“ zu bewahren, während man die Fackel gar nicht mehr im Blick hat. Um diese allerdings angemessen weiterzutragen bedarf es meiner Überzeugung nach eines tieferen Blickes. Die Zeit des Verfalls verlangt uns einfach viel mehr ab: Während die Welt in qualitativer Hinsicht immer stärkeren Nivellierungstendenzen ausgesetzt ist, wird sie in quantitativer Hinsicht immer komplexer und abstrakter. Es ist doch nur logisch, dass sich in dieser Zeit das Materialistische (und materialistische Theorien zähle ich dazu) immer stärker zur Entfaltung drängt. Um es zu fassen und angemessen zu beschreiben, müssen wir diese Tendenz analytisch nachverfolgen. Sonst haben wir eines Tages das Gefühl, recht zu haben, aber können’s nicht mehr begründen…

In diesem Themenkomplex gibt es für uns viele Fragen, die sich stellen. Wie sehen z.B. christlich-konservative Bürger die – oft implizit vertretene – These der Rechtspopulisten, dass der Religionszugehörigkeit in Fragen der Integration ein Vorrang zukommt. Die Frage ist durchaus interessant, da man zumindest vermuten kann, dass die rein biologisch-materialistische Komponente („Rasse“) bestimmt nicht der einzige und vll. nicht mal der entscheidende Parameter ist, nach der sich entscheidet, ob ein „ihr“ zu einem „wir“ werden kann. Wie sieht es aus mit christlichen Libanesen oder Türken (vor allem eingedenk der Tatsache, dass religiöse Minderheiten ihre Religion in aller Regel in vorbildlicher Weise ernst nehmen)?

Ich hoffe, ich habe meine Ansicht scharf und pointiert genug formuliert, um Reibungspunkte herzustellen. Übrigens habe ich in allen Ausführungen ehrliches Bemühen der beschriebenen politischen Gruppen vorausgesetzt. Monetäre oder psychopathologische Motive wie z.B. die häufig anzutreffende Profilneurose, bleiben außen vor.

GNUS dankt Tenkterian für diesen Text
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24. Juni 2010

News: Fußfessel ist menschenrechtskonform

Nur für wen ? Das Menschenrecht von Kriminellen wiegt höher als das Recht anderer auf angstfreies Leben und körperliche Unversehrtheit. Statt nachträglicher Sicherheitsverwahrung sollen manche Straftäter künftig mittels einer elektronischen Fußfessel überwacht werden.

Die Sicherungsverwahrung muss reformiert werden - das Kabinett hat sich nun auf Eckpunkte geeinigt. Die nachträgliche Unterbringung soll abgeschafft werden. Stattdessen könnten gefährliche Sexual- und Gewaltverbrecher nach Ende ihrer Haft künftig mit einer elektronischen Fußfessel überwacht werden. Quelle
Die Fußfessel konnte der kleinen Marie auch nicht das Leben retten. Wie schade. Ihr Mörder wurde dennoch schneller als üblich ausfindig gemacht.
leere
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24. Juni 2010

Aphorismen des Gracian

Einige Aphorismen aus "Gracians Handorakel":

§2 - Herz und Kopf,
die beiden Pole der Spannweite unserer Fähigkeiten: eines ohne das andere ergibt nur Halbheit. Verstand nützt nichts ohne Gemüt. Mit dem Herzen allein aber ohne Kopf schlägt alles fehl: in der Ehe, im Beruf, in der Gesellschaft.
Lasst uns unsere Leidenschaft in Ketten legen, unser inneres Feuer lodere weißglühend in unserem Herzen eingekerkert, einem Hochofen gleich, aus dem sich der Feuersturm unserer Kraft nährt. Konzentriert und schrecklich beiße es sich durch unsere Adern, hohe Kanäle, die es im Zaum halten, vom Geist erschaffen und zur rechten Bestimmung geleitet, walzend und niemals zagend, mit der gebündelten Kraft eines Sonnenstrahls finde unsere Glut ihr Ziel.
§46 - Seine Antipathie bemeistern
Oft verabscheuen wir aus freien Stücken, und sogar ehe wir die Eigenschaften der betreffenden Personen kennen gelernt haben: bisweilen wagt dieser angeborene, pöbelhafte Widerwille sich selbst gegen die ausgezeichnetesten Männer zu regen. Die Klugheit werde Herr über ihn: denn nichts kann eine schlechtere Meinung von uns erregen, als daß wir die verabscheuen, welche mehr werth sind als wir. So sehr als die Sympathie mit großen Männern zu unserm Vortheil spricht, setzt die Antipathie gegen dieselben uns herab.
Es steht dem Manne gut zu Ehren, ist er sich seiner Unzulänglichkeiten bewusst und weiß sich in Dingen zurück zu halten, die seine Kenntnisse übersteigen. Eine Antipathie gegen große Männer generiert sich oft aus Minderwertigkeitsgefühlen, wirkt jämmerlich defensiv und emotional, das sich verachtende Selbstbild verratend. Neid, ihr Ego treibt sie dazu, alle höheren Charaktere zu diffamieren, auf dass ein jeder ihre Stufe des Ansehens und der Verbitterung teile. Zeigen wir Größe, seien wir ehrlich zu uns selbst, stolz und ohne Scham.
leere
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24. Juni 2010

News: Ein wenig Logik...

Ein kleiner Ausflug in das Reich der Logik.

The Fallacy of Composition is to conclude that a property shared by a number of individual items, is also shared by a collection of those items; or that a property of the parts of an object, must also be a property of the whole thing. Examples:

"The bicycle is made entirely of low mass components, and is therefore very lightweight."

"A car uses less petrochemicals and causes less pollution than a bus. Therefore cars are less environmentally damaging than buses."

Quelle
Eine Kritik des Multikulturalismus ist keine Kritik der an ihm beteiligten Ethnien.
leere
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22. Juni 2010

Meditation



Vorwort

Reden, Fernsehen, Essen, Play Station spielen, PC, Game Boy, Nintendo Wii, Lesen, Schlafen, Denken, Sport, Musik, SMS, Telefonieren, Sex, Malen, Kino, Beruf, usw. Ständig nur Input, keine freie Minute ohne Beschäftigung. Wir bewegen uns von hier nach dort, diskutieren über dies und jenes. Ich bin viel unterwegs, kenne Menschen die kaum eine freie Minute ohne Musik leben können, sehe keine Menschen in Zügen oder ähnlichem, die einfach nur hier in der Bahn sitzen, ständig muss etwas passieren, häufig ist es so, dass oben genannte Beschäftigungen alleine nicht ausreichen, man will mehr und mehr: Man isst, der Fernseher läuft und nebenher blättert man noch in der Zeitung. Man ist gelangweilt, ruft jemanden an oder starrt in die unzähligen Seiten des Weltnetzes. Diese Dinge tun wir, weil wir uns „gut“ und „besser“ fühlen wollen, zu über 90 Prozent wirken sich diese Dinge auch auf den Körper aus, somit stellt sich die Frage, ob wir unserem Körper, unserem Geist und unserer Seele tatsächlich etwas Gutes tun. Wie gönnen wir uns einmal eine richtige Pause, wann tun wir einmal etwas für unseren Geist und unsere Seele?


Meditation – Was ist das?

Bei der Meditation handelt es sich um einer Methode, die gleichermaßen Körper, Geist und Seele stärkt, uns entspannt, uns von Gedanken und Gefühlen (Angst, Schuldgefühle u. ä.) befreit und/oder heilt. Meditation kann nicht nur in passiver Form, sondern auch in aktiver Form, wie etwa in einigen Kampfkünsten des Fernen Ostens oder bei den Germanen praktiziert werden. Meditation ist eine spirituelle Praxis, welche meist einen religiösen Hintergrund hat, z. B. finden wir Meditation im Hinduismus, Buddhismus und Taoismus, in vergleichbarer Weise in Form von Gebeten im Christentum und Islam. Auch die alten Germanen meditierten, sie praktizierten körperliche Bewegungsabläufe bzw. Stellungen in Form von Runen.

Drei Zitate von Krishnamurti:
Das alles ist Meditation: Ihr Haus in vollkommene Ordnung zu bringen, so daß es keinen Konflikt, kein Messen gibt, und dann ist in diesem Haus Liebe, dann kann der Inhalt des Geistes, der sein Bewußtsein ist, vollkommen von dem "Ich", vom "Ego", vom "Du" entleert werden.

Das ist Meditation. Das heißt, es geht bei der Meditation darum, die Wahrheit in jedem Augenblick zu sehen - nicht die absolute Wahrheit, sondern in jedem Moment das Wahre und Unwahre.

Das ist wahre Meditation. Ganz von vorne anfangen, ohne etwas zu wissen. Wenn Sie mit Ihrem Wissen beginnen, enden Sie beim Zweifel.


Emile Michel Cioran schreibt:
Meditieren heißt, in eine Idee aufgehen und sich darin verlieren, während Denken heißt, von einer Idee zur anderen hupfen, sich in der Quantität tummeln, Nichtigkeiten anhäufen, Begriff auf Begriff, Ziel auf Ziel verfolgen. Meditieren und Denken, das sind zwei divergierende, unvereinbare Tätigkeiten.


Wirkung und Ziele der Meditation

  • Herr seiner Gedanken werden
  • Sich selbst beobachten und kennen lernen
  • Das Gehirn in sein tiefes, ursprüngliches Gleichgewicht bringen
  • Den eigenen Geist und Körper vollständig wahrnehmen, ohne Ziele, Bewertung oder Furcht
  • Gefühle beobachten und kontrollieren, beiseite legen
  • Abbau von psychischen Spannungen, Ängsten und Stress
  • Verbesserung der Gesamtstimmung
  • Ein Mehr an Kreativität und Schöpferkraft
  • Der Astralkörper wird aufgebaut und entwickelt
  • Ekstasephänomene (Licht, Ton, Flow)
  • Selbst gesteuerte Bewusstseinsveränderung
  • Denkmuster werden als Fiktionen entlarvt und beeinflussen uns nicht mehr
  • Verbesserung der Gesamtstimmung
  • Man lernt sich zu konzentrieren
  • Muskeln werden entspannt


Wie meditiere ich

Ich möchte hier nur auf eine, die für mich effektivste Methode der Meditation eingehen, die sog. Mantram-Meditation. Andere Formen findet ihr hier. Hierzu nimmt man eine angenehme Position ein, bei der die Wirbelsäule gerade ist, und der Kopf eine Verlängerung der Wirbelsäule wird. Idealerweise ist man leicht bekleidet, der Raum eher kühl als warm.

Drachensitz


Savasana (für aufgewecktere Charaktere)


Lotussitz

Für die Meditation benötigt man ein Objekt, das Mantram, also ein Wort, das man immer wieder im Geiste wiederholt. Idealerweise ist es ein Wort, fern unseres Wortschatzes, da man ansonsten zu viele Assoziationen damit verbindet. Das Ziel ist, den Geist leer von Gedanken zu machen. Im Folgenden werden einige traditionelle Mantren aufgelistet: Om - Aum - So-Ham - Om mani padme hum - Ham - Yam - Ram -Vam - Lam - Gum - Krim - Shrim – Aim
Mantren mit den Umlauten A oder O wirken beruhigend, Mantren mit spitzen Lauten wie I und R sind eher empfehlenswert für depressiv veranlagte Menschen oder gemäßigtem Charakter.
Selbstverständlich kann man auch ein eigenes Mantram erfinden.
Das Mantram ist exklusiv für eine Meditation und sollte deshalb zu etwas Intimen werden, deshalb sollte man es auch für sich behalten.
Wenn man sich nun in der entsprechenden Haltung befindet, ein Mantram gewählt hat, sich an einem ruhigen, angenehm kühlen Ort befindet, beginnt man zu meditieren. Dazu sagt man sich im Geiste immer wieder das Mantram, idealerweise findet man einen Rhythmus, d. h. man „spricht“ beim Einatmen z. B. „Om“ und beim Ausatmen „Om“. Schon nach wenigen Augenblicken wird man merken, dass die Haltung lockerer wird, die Muskeln sich entspannen, die Atmung tiefer wird. Wenn man vom Mantram wegkommt, die Gedanken auf andere Themen abschweifen, kehrt man einfach wieder zum Mantram zurück. Man schnürt alle Gedanken die uns beschäftigen zu einem Paket und legt es beiseite.

Die Meditation wird effektiver, wenn man sie regelmäßig ausführt, es genügen schon 5-10 Minuten am Tag. Man glaubt nicht, wieviel man durch „Nichtstun“ erreichen kann.

Häufig wird berichtet, dass durch die Meditation ein neuer Lebensabschnitt beginnt, sie wird als Wendepunkt gesehen.

Zitat:
Meditation ist ein Verstehen der subtilen Arbeitsweise des Verstandes.

Wenn du dieses Funktionieren des Denkapparats verstehst, entsteht eine grosse Bewusstheit in dir, die nicht aus dem Denken entsteht. Diese Bewusstheit steigt in deinem Wesen auf, in deiner Seele, in deinem wirklichen Bewusstsein. Der Verstand ist nur ein Mechanismus.

Authentische Meditation transformiert. Sie hebt dich auf höhere Bewusstseinsebenen und verändert deinen ganzen Lebensstil. Sie verändert deine Reaktionen in bewusste Antworten auf Situationen.

Aus der Perspektive des Verstandes ist das menschliche Leben ein lineares, beschränktes Ereignis, das durch den Lauf der Zeit bestimmt wird.
Diese begrenzte Perspektive erschafft die Angst vor dem Tod.

Wenn du jedoch durch ausdauernde Meditationspraxis in den Bereich jenseits des Verstandes vorstößt, bekommst du Einblicke in ein Geheimnis, das sofort die Zeit transzendiert.

Du siehst, weißt und fühlst unmittelbar, dass der tiefste Teil in dir nicht der individuelle Körper, der Verstand und die Persönlichkeit ist, die geboren sind und die sterben werden, sondern der Urgrund des Seins, der niemals geboren wurde, weil er unsterblich ist und formlos ist.

In dem Maße, wie du erkannt hast, dass du auf der tiefsten Ebene dieser zeit- und raumlose Urgrund bist, wird sich zeigen, inwieweit du in der Lage bist, durch dein Wesen diese spontane Freiheit in Zeit und Raum zu manifestieren.

Wenn deine Meditation kraftvoll und tief ist, wird die Weise, in der du dich auf das Leben beziehst, ständig eine Freiheit zeigen, die weit über die Ängste und Wünsche deines Egos hinausgeht.

Dein eigenes Wesen wird ein Tor für diese unsterbliche Tiefe sein, die Leben und Tod transzendiert.
Weiterführende Verweise:
Meditation - Wissenschaft des Inneren
Transzendentale Meditation

Geist und Körper, Mensch und Universum, sie werden eins.

Werwolf
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17. Juni 2010

Übersetzung: Zum White Power Denkansatz

White Power

Die White Power Bewegung entstand in den Vereinigten Staaten und im Großbritannien der Siebziger Jahre - ein Jahrzehnt, in dem sich, genau eine Generation nach dem Zweiten Weltkrieg, die ersten Bewusstseinsregungen der Bevölkerung bemerkbar machten: Vielleicht haben wir uns durch den großen demokratischen Kreuzzug in Europa ins eigene Fleisch geschnitten? Aus dieser Überlegung entstand die moderne 'White Power' Organisation, die Aspekte des KKK, des Nationalsozialismus und radikal-konservative, ethnisch-soziale Rhetorik miteinander verbindet, um eine Einheit zu schaffen, die sich nach der 'Black Power' Bewegung der Sechziger gestaltet. Darin liegt auch ihr fundamentales Problem: Sie ist nichts weiter als eine weitere Partisanenbewegung, die politische Macht begehrt und keinen wirklichen Ansatz, der das Problem auf ganzer Ebene lösen würde, anbietet.

Die übliche White Power Rhetorik lautet wie folgt: Die weiße Rasse ist den nicht-weißen Rassen überlegen - deshalb müssen sich alle Weißen zusammenschließen und alle anderen ausschließen. Generell endet hier der Ideenstrang, von Homosexuellen und Juden (die mittlerweile so weiß wie die meisten Süd- oder Osteuropäer sind) abgesehen. Bewegungen wie diese versuchen ihre Ansichten durch wissenschaftliche und soziologische Forschung zu rechtfertigen und weisen oft auf die hohen Raten von Verbrechen, Krankheit, Armut, Analphabetismus und die niedrigen IQ Werte anderer Gruppen, wie etwa Afroamerikaner, hin (Juden hält man zwar für intelligent, doch sie werden aufgrund der ihnen unterstellten Absichten verurteilt). Bewegungen wie diese gewinnen an Macht und müssen mit allen erdenklichen Mitteln bekämpft werden.

Ihr erster Fehler ist, dass sie den Ursprung aller weißen Probleme nicht erkennen: Dass es unter ihnen selbst viele minderwertige Menschen gibt. Diese zeugen nämlich nicht nur ähnliche Nachkommen, sondern haben die einstig komplexe Gesellschaft so simplifiziert, dass sie nun minderwertige Menschen belohnt: Diese papierschiebenden Untermenschen, die bürokratische, sinnlose und faule Jobs übernehmen und damit zufrieden sind, Akten zu stapeln und sich gedankenlos starren Regeln unterzuordnen; das ist der Establishment-Mensch; ob er schwarz, weiß, Chinese, oder vom Planeten Xerxon ist, spielt keine Rolle. Die Geisteshaltung, mit einem belang- und sinnlosen Leben zufrieden zu sein, hat in einer zerfallenden Gesellschaft die Ausbreitung von Minderwertigkeit zur Folge, denn nur ein strohdummer Untermensch könnte so ein Leben für akzeptabel oder begehrenswert halten. Millionen Menschen haben jedoch solche Leben: Vom verklemmten weißen Schwächling der Fünfziger Jahre bis zum modernen multikulturellen Bürokrat; nichts hat sich geändert, denn die Stellen, die diese Menschen einnehmen, verlangen nichts weiter als Gehorsam und ein minimales Denkvermögen. Sie sprechen die Minderwertigen aller Rassen an.

Weiße Menschen müssen diesen Verfall schon seit Jahrhunderten ertragen und mit jedem Jahr gewinnt dieser Prozess mehr an Übergewicht. Ob es die Hinrichtung von Adeligen während der Französischen Revolution, oder die Zerstörung der letzten unabhängigen Aristokratie in Amerika während des Bürgerkriegs war, sind weiße Menschen seit langem im 'Kannibalen-Modus', indem sie den Arbeitern, den unzufriedenen und den faulen, vorstädtischen 'Aktivisten' Macht geben, die für komplexe Probleme eine einzige schuldige Gruppe finden: Die Elite. Man sagt uns schon seit Jahrhunderten, dass die Elite uns manipulieren und nur Probleme verursachen ... Die Lösung muss die Absetzung der Elite und die Regierung des Volks sein! Oh wundervoller Tag ... doch die Probleme sind bis heute geblieben. Glücklicherweise hat der weiße Mensch heutzutage die Aufmerksamkeitsspanne einer Stechmücke und merkt es nicht einmal. Folglich sinkt die Qualität der Bevölkerung immer mehr ins Bodenlose.

Die Technologisierung der weißen Gesellschaften treibt diesen Prozess voran. Von Gewehren bis Computern gibt die Technologie einen Menschen, dessen höchste Lebensaufgabe es sein sollte, Rüben zu ernten, die Fähigkeit, einen Genie zu ermorden, oder hunderttausende Mailboxen zu spammen. Aber es ist doch sein Recht, ein Computer zu besitzen und ein Einkommen zu haben! Wir haben doch kein Recht, das zu kritisieren! Es ist jedoch auch das Recht des Individuums, Pornofilme zu drehen, fehlerhafte Produkte zu verkaufen, Fernsehprediger zu werden und Berge von Müll zu produzieren. Doch stärken diese Handlungen die Gesellschaft, oder schwächen sie sie? Ah, sie schwächen sie; und was ist, wenn sie eine Million Mal wiederholt werden? Dann schwächen sie die Gesellschaft beträchtlich. Wenn man heutzutage weiße Gesellschaften betrachtet, kann man die 'weiße Rasse' unmöglich für überlegen halten, denn die durchschnittliche weiße Gesellschaft ist ein Durcheinander: Schwachsinnige Bürokraten, durchtriebene Marktexperten, die alltäglichen schlampigen, fetten und vergesslichen Menschen, nörgelnder Nachwuchs und untreue Ehepartner. Die Erkenntnis, dass solche Gesellschaften mit sich selbst im Krieg sind, kommt noch hinzu. Die eine Seite kreischt für die unterprivilegierte Masse, die andere schreit nach Industrie. Wo ist der Plan für Besserung? Oder gar eine Lösung für Probleme wie endlose Autobahnen, Umweltverschmutzung, verrottende Städte, öffentliche Ignoranz und Idioten in Machtpositionen?

Während White Power Bewegungen gerne glauben würden, dass eines Tages, als der weiße Mann am schlafen war, eine Horde von Juden und Schwarze durch die Hintertür eingebrochen sind, seine Frau vergewaltigt, seine Kinder mit 'Rap' und 'Crunk' Musik indoktriniert, die Städte zu AIDS-verseuchten Kriegsgebieten gemacht und die Verwaltung übernommen haben, sieht die historische Wahrheit anders aus: Weiße Menschen haben sie eingeladen; weiße Menschen haben aus der 'authentischen' Musik der Unterdrückten Profit geschlagen; weiße Menschen haben, indem sie ständig gegeneinander kämpfen, keine andere Richtung entwickelt, die mit Profitgier, städtische Verwesung und sogar Gewalt konkurrieren kann (denn Gewalt hat ein eigenes Produktspektrum, von Pfefferspray bis zu elektrischen Toren, und ist deshalb für die Ökonomie profitabel, auch wenn die gesellschaftlichen Kosten uns alle betreffen). White Power Bewegungen sind, statt nützlich zu sein, destruktiv, denn sie verleugnen die eigentlichen Ursachen weißer Probleme. Man kann die Schuld den Schwarzen, Juden und Homosexuellen bis zum Ende dieser Gesellschaft zuschieben, doch die Probleme kommen von innen.

White Power Bewegungen haben einfache Dogmen: "Wenn es weiß ist, dann ist es richtig" und der Gedanke, dass die Gesellschaft 'wieder' gut wird, wenn alle Nicht-weißen ausgeschlossen werden. Sie wenden sich an die Symptome, nicht an die Probleme. Sie vernachlässigen auch fast alle anderen wichtigen Themen außer Rasse. Es ist, als ob sie bloß Provokateure und nicht politisch denkende Menschen wären - hier, um uns mit einem schnellen und abstoßenden Vorschlag zu treffen, um dann über das allgemeine Unbehagen über ihren Unmut lachend in Bedeutungslosigkeit zu versinken. In dieser Hinsicht sind sie nicht alleine, denn fast jede Gruppe mit speziellen Interessen, sei es Umweltschützer, Pro-Life oder gar Black Power Bewegungen, fällt in diese Kategorie; es könnte am Versagen unseres politischen Systems, das jede Entscheidungsfindung schwierig macht, liegen, dass alle politischen Bewegungen zur ihrer äußersten Einfachheit und einem singulären Fokus reduziert werden müssen. Doch was würde passieren, wenn alle Nicht-weißen morgen sterben würden? Die grundsätzlichen Probleme der Weißen würden bestehen bleiben.

Wir können diese Probleme auf zwei Ursachen beschränken:

(1) Die Vorherrschaft von minderwertigen Weißen (2) Die weißen Gesellschaften in der Zange eines wahnsinnigen Zivilisationsentwurfs

Den ersten Punkt ansprechend, müssen wir das Problem aus folgendem Blickwinkel betrachten: Nicht alles Kaukasische ist gleich. Jede Gesellschaft, egal wie schön sie ist, produziert destruktive und dumme Menschen; das ist das Wesen genetischer Rekombination und Umwelteinflüssen. Wenn man ein Kornfeld säht, muss man die schwachen und minderwertigen Pflanzen, die keine günstigen Attribute aufweisen, aussortieren. Jede Generation bringt sowohl einige große Menschen, als auch einige schwache - minderwertige - hervor. Wenn eine Kultur es durchsetzen kann, dass sich die großen Menschen mehr als die schwachen fortpflanzen, verbessert es ihren allgemeinen Standard. Wenn nicht - Niedergang. Und was ist aus weißer Kultur geworden? Man hat die Aristokratie abgesetzt und universelle Rechte garantiert. Diese Handlung stellt die Entscheidungen und die Eigenschaften des Individuums außerhalb der Kritik. Es ist entweder illegal, oder amoralisch, oder eine Kombination aus beiden, Menschen zu diskriminieren, weil sie dumm, korrupt, ekelhaft, hässlich, pervers, usw. sind. Dies führt zu einer Umkehrung der Gleichung von gesunden Gesellschaften und erklärt wieso weiße Gesellschaften nicht mehr Beethovens und Shakespeares, sondern Britney Spears und Ann Coulters produzieren.

Wenn wir das zweite Problem weißer Gesellschaften, die nicht von White Power Organisationen anerkannt werden, betrachten, dann offenbart sich uns eine komplexe Situation: Was ist der ideale Entwurf einer Gesellschaft? Wenn wir klar denken, würden wir vielleicht folgendes sagen:

(a) Die Führung der dazu Fähigen: Geniehafte Intelligenz, gewissenhafte Anwendung, einfühlsames Verständnis, aber mit der Begabung, das ganze Bild und nicht nur die im Konflikt stehenden Forderungen von Individuen zu sehen.

(b) Sie müllt ihre Umwelt nicht durch rücksichtslose Industrie und Überbevölkerung zu (die gefährlichste Bedrohung für die Umwelt ist das übermäßige Nutzen von Land, denn mit ausreichend natürlich bewachsenem Land, das unsere Verschmutzung absorbiert, verarbeitet und durch Sauerstoffproduktion entgegenwirkt, kann sie mit uns gut auskommen - doch wenn wir das meiste Land, sei es mit Farmen oder mit Fabriken, besetzen, zerstören wir diese natürliche, die Menschheit stützende Struktur).

(c) Sie stellt gesunde Werte wie Kreativität, Nüchternheit, sexuelle Selektivität, eheliche Treue, Heldentum und Transzendenz über temporäre Freuden wie körperliche Befriedigung, Machtgewinn, oder das Ausleben emotionaler Sehnsüchte (Rache, Hass, Beliebtheitsstreben).

(d) Sie gibt jeden von uns einen festen Platz in der Gesellschaft, von dem aus wir einen sinnvollen Beitrag leisten können, und stellt uns die übrige Zeit zur Verfügung. Der Durchschnittsmensch arbeitet acht bis zehn Stunden und pendelt zweimal am Tag; das gibt ihm vier bis sechs Stunden, die er damit verbringen kann, Rechnungen zu bezahlen, mit Dienstleistern zu feilschen, Reparaturen am Haus durchzuführen, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, usw. Wochenenden bestehen für viele Menschen aus einem Tag, an dem sie Besorgungen machen, und einem Tag, an dem sie sich ausruhen - zwischendurch auch mit ein oder zwei vergnüglichen Nächten. Somit fehlt die Zeit, in der man sich mit ruhigem Gemüt und Zuneigung der Familie, den Freunden, oder der Gesellschaft in einer sinnvollen Weise widmen kann; stattdessen bekommen wir bloß flüchtige Eindrücke und, weil der Mensch ständig müde ist, viel Fernsehen.

(e) Sie schafft höherentwickelte Kultur, Wissenschaft, Kunst und Helden.

(f) Sie belohnt die Tüchtigen und stellt das evolutionäre Aussterben von verbrecherischen, verdorbenen, dummen, hässlichen und kleingeistigen Menschen sicher.

In weiße Gesellschaften mangelt es seit Jahrhunderten an all diesen Dingen. Bis wir diese Wurzeln des Problems entfernen können, werden alle Symptome bleiben, auch wenn alle Nicht-weißen durch Massenmord entfernt werden würden (was schade wäre, wenn man bedenkt, dass die meisten als Gastarbeiter eingeladen wurden und den unschuldigen Gedanken eines 'besseren' Lebens gefolgt sind, auch wenn sie wirklich nur größeren Reichtum und Technologie bedeutet). Unser Problem ist, dass sich unsere Bevölkerungen nicht auf eine sinnvolle Verfahrensweise einigen können, da sie mit ihrem individuellen Streben nach Vergnügen, Reichtum und Komfort zu beschäftigt sind. Wir werden von minderwertigen (weißen) Menschen getrennt und umzingelt. White Power Organisationen ignorieren diese Realität und ziehen es vor, uns auf die sinnlose Verfolgung von Nicht-weißen einzustimmen, damit weiße Privilegien die Probleme unserer Gesellschaft überschatten können. Diese Handlungsweise vernachlässigt nicht nur die Problematik, sondern fördert sie, indem sie eine Placebo-Lösung anbietet.

Vijay Prozak - November 14, 2006

A.N.U.S.

Unser Dank gebührt "1191.4814.5102" für diese Übersetzung.

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14. Juni 2010

News: Katharsis - Genesis

Die Öl-Katastrophe am Golf von Mexiko zeigt eindrucksvoll, wo die Bemühungen aller großen Wirtschaftskonzerne ballen - Imageheilung anstatt Erfüllung von Verantwortung.

Am Golf von Mexiko bestimmt BP, wer die Ölpest zu Gesicht bekommt. Die Firma blockiere die Berichterstattung über die Katastrophe, sagen Journalisten. Mit riskanten Tricks erlangen Reporter Zugang zur Sperrzone - ihnen bieten sich grausige Bilder. Quelle
Man zünde den Teppich aus Öl an, verderbe die Luft und die Landschaften, schlachte, töte, raube jeglichen Quell aus den Händen der Menschen, vergifte Herzen und Nahrung. Eine Flutwelle von Schlick und Öl aus totem Getier und Pflanzen überziehe die Menschen, lasse sie ebenso zu Schlick werden und im Boden versickern. Den übrigen verderbe der Magen, bitter wie Galle ihr Gemüt und ausgebrannt wie Kohle sei ihr Glück. Hunger, Krankheit gesellt euch hinzu, verleiht dieser Feier den Geruch eures Wesens, das Chaos regiere und die Not herrsche - auf dass die Menschheit schnell einen Schlag erhalte, der ihr Konsequenzen vor Augen führe, der sie erbeben und auf die Knie fallen lässt. Die erste Bewegung einer Genesis... (mehr)

14. Juni 2010

News: Die Hure Fußball-Weltmeisterschaft

Die Fußball-WM hat begonnen. Bierdunstige Hysterie, Sog der Massen, Musterbeispiel unreflektiert banaler Freude und sittlicher Entgleisung

Einem 20-jährigen Autofahrer aus St. Tönis, der mit seinem 19 Monate alten Kind im Wagen unterwegs war, riss dabei der Geduldsfaden. Er trat aufs Gaspedal und fuhr in die Menge. Dabei kam es nach Angaben der Polizei zu mehreren Leichtverletzten. "Ich hörte laute Schreie" Die aufgebrachte Menge begann dann, mit Flaschen und Gläsern auf das Auto zu werfen. Ein Passant berichtete später von dem Vorfall: „Plötzlich hörte ich quietschende Reifen und laute Schreie. Zweimal ist der Fahrer in die Menschenmenge gefahren.“ Daraufhin sei die Stimmung in der Menschenmenge sofort ins Feindselige gekippt. „Die Menschen umringten den Wagen, warfen mit Bechern und anderem darauf.“ Der Fahrer des Wagens – in dem Auto befanden sich auch seine 18-jährige Freundin und ihr gemeinsames 19 Monate altes Kind – stieg schließlich aus dem Wagen. Ein Polizist, der hinzueilte, um die Lage zu beruhigen, wurde dabei verletzt.[...] Quelle
Die Hure Fußball Weltmeisterschaft, angekettet und bis ins Kleinste vermarktet, wieder vor die gierenden, dampfenden Körper des Volkes geworfen, welches sich in legtim geglaubter Narrheit von Anstand und Pietät befreit hat, den Schoß bei jeder Gelegenheit tief stoßend, "'Schland" röchelnd und dem Irrtum erliegen, ihrem Land gebührend Ehren zu erweisen. Einem Land, welches ihnen egal ist, dessen Fahnen ihnen lediglich als Erkennungszeichen und Eintrittskarte in die gemeinsame Welt der haltlosen Euphorie dienen, vereint nur durch den Trieb zu stoßen, zu penetrieren, immer wieder, bis es vorbei ist, die Lust versiegt und die Fahnen, ihres kurzlebigen Glanzes verlustig, dem Freier Volk nicht länger wertvoll erscheinen. Es gibt keine innere, tiefere Assoziation mit diesem Land, welches in Süd-Afrika von 11 Ball-Akrobaten vertreten wird, ein Land, das Solidarität scheinbar erst durch ein einfaches, billiges Massenphänomen erfährt. Kaum verwunderlich, denn wer etwas Geld für ein Trikot besitzt, gehört dazu, vollkommen indifferent gegenüber Charakter, Intelligenz und Gesundheit, solange man nur mitmacht.

Man sieht keine Werte und keine ausschließende Strenge, kein Streben im Adler der Fahnen symbolisiert, alles was gesehen wird ist ein erneuter Vorwand sich dem Ich hinzugeben, einer gruppenlegitimierten triebhaften Ekstase, die Landesfarben nicht aufgrund eines Sieges oder dem Erreichen eines Ziels schwenkend, zu dem man etwas beigetragen hat, nicht weil man für etwas durstete und hungerte und sich selbst versagte, nein nur weil es so leicht erlangbar, so konsumierbar ist und sich so gut anfühlt. Man möchte Identität, den Nachbarn als seinesgleichen wissen und findet nur die Identität eines gemeinsam durchzechten Events, gleich dem Besuch eines grell ausgeleuchteten Jahrmarktes. Nur allzuleicht verliert man sich in der trunkenen, trügerisch-wohligen Umarmung des vermeintlichen Kameraden in Schwarz-Rot-Gold, den Obdachlosen, Sozialversagern, Charakterschweinen, Tunichtguten und Betrügern der Monate danach, nicht unter dem Banner einer strebsamen, konsensfesten Nation, sondern unter dem Banner des kleinsten gemeinsamen Nenners - Spaß, Konsum, Harm- und Mühelosigkeit.

leere
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05. Juni 2010

News: Es herrscht der Verkaufsmann

Wird nicht die Andersartigkeit betont, wenn man plakativ auf die Nicht-Andersartigkeit der Andersartigkeit hinweist ? Oh ja, ein TV-Werbespot für FastFood als Vorzeigerepräsentant des sozialen Klimas eines ganzen Volkes ?! Lachhaft, wird Homophobie auf diese Weise schließlich nicht einfach verpuffen.

The 45-second spot, which has only aired in France, features a teenage boy talking on the phone with an unseen love interest from his school as his father orders from a McDonald's cashier. The boy hangs up when his father approaches with a tray of hamburgers, and his father mentions that it's "too bad your class is all boys, you could get all the girls." [...] "We wanted to show society the way it is today, without judging: there's obviously no problem with homosexuality in France today," Nathalie Legarlantezec, a spokeswoman for McDonald's, told French media. [...] Quelle
Erzähl den Menschen, dass du sie verstehst und akzeptierst, ganz egal, wie sie sind, ihnen ihre Schwächen und Sünden verzeihst, sie lieben wirst und aufnimmst, alles und jeden tolerieren wirst, mögen sie noch so gefräßig/grotesk/hässlich/stinkend/faul/dekadent/gewaltätig... sein und sie werden dir folgen, dir alles abkaufen und jeden niederschreien, der dich kritisiert und einen gewissen, nötigen Standard der Menschheit und der Sitten fordert.

Mit etwas Glück werden sie denjenigen in moralisch überlegener Gerechtigkeit lynchen, während du reicher und reicher wirst. Die Angst vor Diskriminierung, vor der Nicht-Akzeptanz ihrer extremen Auswüchse treibt sie dir in die Arme und du musst nur ein wenig spielerisch mit Absoluten wie Freiheit, Toleranz und universaler Liebe argumentieren, bis sie nicht weniger als ALLES vor Augen haben, denn sie glauben dir, dass ihnen alles gehört...

Der Verkaufsmann herrscht, bis ein anderer die bessere Werbestrategie entwickelt hat. Ein Schatten hinter der westlich-liberalen Demokratie, der Monster gebiert.

leere
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03. Juni 2010

Der Irrtum Emanzipation

Die Emanzipation der Frau – D a s Schlag- und Schlachtwort, der vergangenen Jahrzehnte, hochgepriesen und oft beschworen, zur Losung und Heilsbringer einer neuartigen Bewegung der „modernen“ Frau erkoren, die sich das „Recht auf Selbstverwirklichung“ der Frau auf die Fahnen schrieb und damit ein ganzes Volk dem Untergang weihte.

Der sogenannte Feminismus, oder die Bestrebungen die Frau zu emanzipieren, beruht auf dem Fehlglauben, dass Mann und Frau einander gleich wären und keinerlei Unterschiede aufweisen würden. Diese Anpassung der Geschlechter, also die Verkennung der natürlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau in bolschewistischer Art und Weise, sprach sowohl dem Mann und der Frau jedweden eigenen Wert und jede Eigenart, ja im Grunde das ganze Profil ab.

So entstand ein politisches und gesellschaftliches Umfeld, das die Frau und ihren Wert nicht schätzte, sondern verneinte und damit zu einer Herabwertung der Frau und ihrer Leistungen führte. Als Konsequenz aus dieser Herabwürdigung der Frau und ihrer naturgemäßen Aufgabe entstand eine Bewegung, die es sich zum Ziel setze, den Wert der Frau wieder zu erkämpfen, was wohl wahr das Recht einer jeden Frau ist, treu nach dem Leitspruch: Ehre, dem Ehre gebührt.

Das Mittel dieser Bewegung war es jedoch, die Frau zu vermännlichen – ihr das weibliche Profil zu nehmen und stattdessen dieses durch ein männliches Profil zu ersetzen, um die Würdigung zu erkämpfen, die die Frau im Nachkriegsdeutschland nicht bekam. Das Ideal der Frau und Mutter wurde dadurch nach und nach aus der Öffentlichkeit vollkommen verdrängt und durch ein gesellschaftliches Ideal abgelöst, nach dem die „moderne und unabhängige“ Frau von Heute all das zu tun hat, was früher nur Männern vorbehalten war. Die Frau ist geradezu dazu gezwungen dies tun zu müssen, um gesellschaftliche Anerkennung zu bekommen.

Dadurch wurde das Selbstbild der Frau derart verzerrt, dass die Frau sich in egoistischer Anwandlung „selbst verwirklichen“ und „leben“ wollte, sodass wir heute vor der größten Katastrophe des Volkes stehen, nämlich des langsamen Volkstodes, durch schwindenden Nachwuchs. Ebenso führte dieses Selbstbildnis verstärkt zu einer sexuellen Verrohung, da sexuelle Offenheit und Freizügigkeit zum neue Lebensgefühl der „Selbstverwirklichung“ gehörten. Nach dem Vorbild amerikanischer „It Girls“ vermarktete Frau ihren Körper und sorgte damit für eine Pornographiesierung der Gesellschaft – das Ergebnis dieser sexuellen Verrohung darf der geneigte Leser zu später Stunde in Diskotheken, oder in der nächste H&M-Werbung betrachten.

Es ist Fakt, dass der Feminismus versucht der Frau eine Persönlichkeit zu verleihen, die nicht über die bloße Nachahmung der Männlichen hinausgeht – somit liegt dem Feminismus die Prämisse zugrunde, daß die Frau als solche keinen Wert hat, sondern dass sie nur gelten kann, insofern sie so weit wie möglich zum Manne wird und dieselben Ansprüche und Rechte des Mannes in Anspruch nimmt. Es wird dadurch nicht für eine geschlechtliche Individualisierung und Differenzierung, sondern für einen Egalitarismus der Geschlechter gesorgt und erst damit der wahre Wert der Frau verkannt. Der heutige Feminismus ist also, in Hinblick auf seine Umsetzung, eine in sich unschlüssige und fehlgeschlagene Idee.

Was es bedarf um das Ziel des Feminismus, nämlich die Wiedergewinnung der gesellschaftlichen und moralischen Würdigung der Frau, umzusetzen ist ein neues und im Grunde doch altes, der Frau und ihrer Natur entsprechendes Ideal. Gerade junge Frauen im heranwachsenden Alter entwickeln durch das Fehlen entsprechender gesellschaftlicher Würdigung und Ideale kein eigenes Profil und Selbstbewusstsein, sodass sie zu willenlosen und kollektiven und einander gleichartigen Produkten dieser (Un-)Gesellschaft werden, die sich durch ihr Selbstbild, das sich durch die Nachahmung von „Trends“ und ungezügelten Konsum auszeichnet, selbst entwürdigen. Frauen zeichnen sich aber mehr noch als Männer, durch die Wahrung ihrer Würde aus.

Die Rolle der Frau als Mutter, Erzieherin und Organisatorin der Familie muss wieder die moralische und gesellschaftliche Würdigung, die Anerkennung und den Respekt erfahren, welche sie verdient. Dies soll jedoch von vornherein keine absolutistische Bindung an den Herd bedeuten – So sollte der Frau jeder Weg und jede Position in das Wirtschaftsleben offen stehen, sofern sie die Fähigkeiten für eine solche Position besitzt und auch entsprechende Leistungen bringt, da auf jedem Arbeitsplatz die beste und fähigste Kraft eingesetzt werden sollte. Die derzeitigen Quoten- und Sonderreglungen widersprechen einer Leistungs- und Solidargemeinschaft, als auch dem Ziel des Feminismus vollkommen, da die Frau nicht aufgrund ihrer Leistung und ihrer Fähigkeiten Anspruch auf einen Arbeitsplatz hat, sondern nur aufgrund ihres Geschlechts. In einer aristokratischen, solidarischen Gemeinschaft haben solcherlei unsoziale und diffamierende Quotenregelungen zu entfallen und durch aristokratisches Denken ersetzt zu werden. Trotzdem sollte sich jede Frau darüber klar sein, dass ihr die Aufgabe des Kindergebärens natürlicherweise zukommt.

Wie also dem Feminismus entgegentreten? Es muss klar sein, dass wenn von der Falschentwicklung der emanzipierten Frau gesprochen wird, letztendlich der Mann für diese Entwicklung verantwortlich ist, da dieser erst den falschen Feminismus durch seine eigene Verweichlichung begünstigte. Solange der Mann den Feminismus begrüßt und nur das feminine Zerrbild seiner Selbst kennt und verherrlicht, wird die Frau sich nicht auf ihre Natur besinnen und sich nicht ihrer weiblichen Identität bewusst werden. Erst wenn der Mann wieder Mann wird, wird ein gesellschaftlicher und moralischer Wandel in unserer Gesellschaft stattfinden, in der die Frau, aufgrund ihres Frau-seins und nicht aufgrund ihres möchtegern Mann-seins Respekt, Würdigung und Anerkennung erfährt.

Heros
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28. Mai 2010

News: Wert im Selbst

Der moderne Mensch versteckt seine Angst vor Bedeutungslosigkeit gerne hinter leicht erreichbaren Symbolen, die ihn aus der Masse genauso bedeutungsloser Menschen herausragen lassen sollen.

Maybe it's because I have tattoos myself, but I see them everywhere. Dragons, tribal art, band icons, and even toasters. What compels people to get tattoos? I know I did it out of the need to rebel against the wise words of my mother, and to be more individual.

Look at me now! I'm one of hundreds of thousands of people who are all so unique.

Quelle
Symbole sind kaufbar. Symbole sind sichtbar und offen tragbar. Jeder erkennt sie auf den ersten Blick und assoziiert ein Gefühl mit ihnen. Die Menschen besitzen keine innere Identität mehr, fühlen sich zwar autonom aber unendlich klein in einem Pulk ähnlich empfindender Menschen. Eine die Menschheit leitende innere Selbsterkenntnis ist einer Verirrung im Garten der Statussymbole gewichen.

Mittels externer Symbolik  möchte man die Beachtung Anderer erreichen, Beachtung die dem Symbolträger den Eindruck suggeriert von Wichtigkeit zu sein und aus der Masse herauszuragen. Es ist dieses Gefühl der vermeintlichen Erhebung über andere, welcher so zärtlich die eigene Bedeutungslosigkeit verweht und das Leben erträglicher macht. Aufgrund der Tatsache, dass Statussymbole nicht gebührlich gegen Verdienst, sondern Geld eingetauscht werden, gelangt die Masse nach und nach zur selben vermeintlichen Erhabenheit. Trends und Symbole kommen und gehen, doch der Bedarf nach schnell erworbener Einzigartigkeit bleibt auf diese Weise erhalten. Frei nach Sokrates aus einem vollkommen bedeutungslosen Film:

Alles was wir sind, ist Sand im Wind. Hoschi. - Sokrates

Statussymbole liegen außerhalb des Selbst, sie definieren uns nicht, wie es der Irrglauben dieser Konsum-Welt ist. Lediglich flüchtig besitzen sie Wert, sind wandelbar und werden getragen, bis ihr Glanz vorüber geht. Ist man sich seiner Identität nicht bewusst, ist man stets auf der Suche nach ihr und verführerisch leicht glaubt man sie in Status und anderen Ausprägungen des Materialismus gefunden zu haben, bis sich auch diese als Illusion erweisen. Wahren Wert findet man nur in sich selbst, in seiner Tat, durch Überwindung von inneren und äußeren Dämonen, durch alles, man man sich selbst angeeignet, sich verdient und vollendet hat. Schaut in euch hinein und begebt euch auf die Suche nach Herausforderungen. Nur so werdet ihr euch selbst finden und von der Anziehungskraft falscher Symbole nicht länger verlockt werden, den einfachen Weg zu wählen.

Das Selbst definiert die Symbole, nicht umgekehrt.

leere
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20. Mai 2010

Wann immer in der Geschichte vernichtet wurde...

... war dies eine nötige Reinigung, unausweichliche Konsequenz einer neu anbrechenden Zeit.

Die Entstehung einer neuen, moderneren Welt basiert immer auf der Zerstörung und Vernichtung der alten, rückständigen und bereits strauchelnden Welt, so ist die ganze Menschheitsgeschichte geprägt von der Schaffung und Vernichtung ganzer Völker, Kulturen, Rassen und Länder. Diese Vernichtung waren notwendig, waren natürlichen Ursprungs, waren und sind der Lauf der Dinge. Der moderne Mensch, in seiner humanitären Gesinnung ist heute soweit, dass er über den Akt der Vernichtung von Völker/Kulturen/Rassen usw. usf. meint urteilen zu müssen und jene Akte als inhuman und falsch abzustempeln. Doch vergisst der Mensch dabei, dass wann immer eine neue Zeit anbrach, das Alte verschwinden musste, weil es, in seiner alten Form keine Existenzberechtigung mehr in der neuen Zeit hatte.

Jenen natürlichen Vorgang kann man am Imperialismus der Spanier und Portugiesen nach Südamerika betrachten. So läuteten diese Eroberungszüge ein vollkommen neues Zeitalter ein, in dem sich die Völker anpassen mussten, oder vernichtet wurden, wie am Beispiel der Maya ersichtlich. Betrachtet man die Geschichte weiter, so wird dieser Vorgang auch im Umgang mit den Indianern deutlich. Jene, die sich anpassten überlebten, bis heute. Jene, die sich weigerten sich der neuen Zeit anzupassen wurden vernichtet. Weiter: Die frz. Revolution vernichtete auch jene, die sich der alten Ordnung verbunden fühlten und das Zeitalter der Demokratie nicht betreten wollten.

Alte Formen können unter normalen Umständen in einer neuen Zeit nicht überleben, daraus ergibt sich eine notwendige Vernichtung.

Ein Blick in die Zukunft: Sollte es einmal zum globalen Krieg kommen, werden jene vernichtet werden, die sich der neuartigen Waffen (Atom- und biologische Waffen) nicht bedienen, weil sie in das neue Zeitalter, das durch den massenhaften Einsatz von solcherlei Kampfmittel entsteht, nicht mehr hineinpassen werden, sondern einer alten Epoche zugehörig sind.

Die Möglichkeiten die einem Volk, einer Kultur, einer Rasse bleiben, um zu überleben sind gering: Es bleibt nur der Kampf. Und so sieht man heute die Welt der alten Ordnung, die sich zum Kampf rüstet gegen jene, die sie da stehen - zum Kampf bereit, die Fahnen einer neuen Zeit schwenkend.

Heros
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17. Mai 2010

Vorbilder einer Jugend

New York (dpa) - Mit einer Klavierversion von Lady Gagas Hit «Paparazzi» begeistert derzeit ein Zwölfjähriger Millionen Internetnutzer. [...]

In einer Zeit, in der das Credo einer omnipräsenten Medien- und Unternehmenslandschaft lautet, dass ein jeder schnell und einfach Ruhm und Erfolg, Geld und Status erreichen kann und in der die Geltungs- und Besitzsucht als höchster, anzustrebender Wert für eine ganze Generation verkauft wird, wundert es nicht, dass immer mehr naive Menschen in die Fänge einer erbarmungslosen Industrie geraten, die junge Menschen zur eigenen Interessenbefriedigung erst systematisch aufbaut und dann unter dem johlenden Beifall der Menge mustergültig wieder demontiert.

Unterstützt wird diese Industrie von einer sexistischen Schmierpresse, die in aller Öffentlichkeit inszenierte Skandale produziert und auf bläht und sich nicht zu schade ist alles und jeden mit ihrem Dreck zu bewerfen und jene Menschen genüsslich vorzuführen, die erst durch sie ins Rampenlich und in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wurden, alles nur um überhaupt ins Gerede zu kommen und die Leser bei Laune zu halten. Dies wird uns Tag für Tag infantil als seichte Nachmittag- und Abendunterhaltung serviert und was noch viel schlimmer ist: konsumiert.

Für die Menschen hinter den inszenierten Masken interessiert sich dabei kaum jemand, vielleicht deshalb, weil man insgeheim weiß, dass die Menschen, die sich in die Mühlen der Medienindustrie begeben nicht mehr als ausdruckslose, naive Hüllen sind, die den verlogenen Versprechungen einer Industrie auf den Leim gingen, die durch die Gesellschaft gefördert und begünstigt wird. So sind jene „Stars“ nichts weiter als Produkte einer schnellen, seichten und oberflächlichen Abfallgesellschaft, deren Ruhm und Erfolg ebenso schnell wieder verfliegt, wie er gekommen ist. Zurück bleiben zerstörte Menschen, die aus ihren Träumen und ihren Scheinleben gerissen wurden und sich nun wieder in das Heer der Namenlosen einreihen müssen. Den durchschlagenden Erfolg, den diese Industrie gerade in der Generation hat, die die kommenden Staats- und Gesellschaftsträger- und gestalter stellen werden, ist durch eine scheinbare Wert-, Ideal- und Anstandslosigkeit bedingt, die den Nährboden für den Verfall des Kultur- und Sittenspiegels jener Generation bietet. So ist und war das Fehlen von richtigen Vorbildern und Idealen noch nie so offensichtlich, wie in der jetzigen Generation der Jugendlichen und Heranwachsenden.

Durch dieses Fehlen von richtigen Vorbildern und Idealen fehlt den heranwachsenden Menschen jedoch eine Bindung, die ihr Streben und Wirken in die richtigen Bahnen lenkt und den Menschen und ihrem Dasein gleichsam einen Sinn und Wert verleiht. Denn noch nie war der Besitz-, Geld- und Statuserwerb, der grenzenlose Hedonismus in den Köpfen einer heranwachsenden Generation so sehr verankert und erstrebenswertes Ideal, wie in der heutigen. Statt Charakterstärke und Idealismus zählt Geld und Besitz, statt Freundschaft zählt Status.

Für diese Entwicklung kann man jedoch jene Generation nicht verantwortlich machen, ist das Fehlen echter Vorbilder doch auf uns selbst, auf die Gesellschaft zurückzuführen, schließlich versäumten es jene, die in der Öffentlichkeit stehen und Vorbilder sein könnten und sein sollten, es täglich wirkliches Vorbild zu sein und verspielten ihre Glaubwürdigkeit. Wer könnte heute noch Vorbild sein aus Politik und Wirtschaft sein? Wo sind die Männer von Format, die jene Bereiche führten und ausfüllten, die knallhart Ehrlichkeit walten ließen und zu denen man aufgrund ihres Charakters aufschauen konnte? Sie sind fort und müssen heute in der Vergangenheit gesucht werden. So bleibt der Jugend heute auch nichts anderes, als jene als Vorbilder zu nehmen, die es eigentlich nicht sein sollten: Die entarteten Abfallprodukte dieser Wegwerfgesellschaft.

Die Konsequenz daraus muss für jeden Einzelnen sein: Vorbild werden, Ideale leben, aufklären. Nur so ist es möglich falschen Vorbildern den Schein der Erhabenheit zu nehmen und blinde Menschen sehend zu machen. Vorbild sein ist nicht erst möglich, wenn man Leinwänden, oder Plakaten ziert, sondern Vorbild sein fängt im Kleinen, im Alltäglichen, im Zwischenmenschlichen an. Wer dort kein Vorbild sein kann, wird es auch nicht für eine große Masse sein, denn auch hier gilt: Das Große prüft sich stets im Kleinen.

Heros
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15. Mai 2010

News: Unmündigkeit

Wenn die Menschen nicht fähig sind mit Gefahr umzugehen, wird die Gefahr per Gesetz "gebannt" oder mit einem Warnschild versehen. Wenn die Menschen nicht fähig sind moralisch zu urteilen, übernimmt das Gesetz die Moral.

[...] Indeed, if you're searching for the epitome of the ultimate nanny state, look no farther than San Francisco. With plenty of time on their hands and an exaggerated sense of self-importance, the 11 members of the San Francisco Board of Supervisors are obsessed with looking for new laws to pass and ordinances to introduce and gaining control over every aspect of citizens' lives. Although the City is famously libertine in its approach to certain behaviors, anything that fits into its "progressive" paradigm is fair game.[...]

Then there was the "backyard dog" law the supes passed last month, decreeing which types of water bowls "pet guardians" should use and the proper amount of kibble to feed Fido. While I'm sure the pooches are thrilled, last time I checked, they don't pay taxes. Neither do most homeless people with dogs, who of course are exempted from the law. Along with freedom to urinate on the street, the homeless are apparently free to mistreat their dogs. Supervisor Bevan Dufty sponsored the legislation at the request of the San Francisco Commission of Animal Control and Welfare, which argues that the law will make it easier prosecute cases of neglect. Though laws against animal cruelty are necessary, ones mandating tip-proof water bowls have perhaps taken it a step too far. To quote Alioto-Pier, who opposed the ordinance, it's just a little "too Big Brother."[...]

Quelle
Uneigenständigkeit, mangelndes Talent zur Selbsteinschätzung, Kraftlosigkeit, Ängste, Neurose, Paranoia - Charaktereigenschaften, welche durch den Regulierungwahn der Gesetzgeber gefördert werden. Ihre Ambitionen sind subtil von einer gewissen Furcht vor dem Bürger motiviert, dem sie selbstständiges, konstruktives Verhalten in einem gemeinschaftlichen Sinne nicht länger zutrauen. Mag dies in Anbetracht der ansetzenden Degeneration der Menschheit nicht völlig aus der Luft gegegriffen sein, so ist dieser Eingriff in immer mehr Details der Lebensgestaltung als Gegenmaßnahme schlicht illusorisch und somit destruktiv. Was wird geschehen ?

Der normale Bürger wird sich über kurz oder lang den absurdesten Gesetzen fügen, doch Gefahren werden nicht durch ein paar Worte auf Papier gebannt, sie bestehen weiterhin. Moral wird nicht durch ein paar Worte auf Papier wieder hergestellt, skrupelose Menschen handeln weiterhin unmoralisch. Die Menschen erliegen dem Glauben, ihr Staat hätte mittels seiner Regulierungen stets ein wachsames Auge über sie und entlässt sie somit aus ihrer Eigenverantwortung. Jeder hält sich schließlich an Gesetze, ist doch klar !(?) Konfrontiert mit der Notwendigkeit sich gefährlichen, unangenehmen, bislang nicht erlebten Situationen auseinanderzusetzen, werden sie handlungsunfähig, wie sich ein Tier vor seinem Jäger totstellt. Denn man weiß sich nur auf Papier zu berufen, nicht auf sein eigenes Denken und seine eigene Stärke. Man hat sich stets unbewusst und mit Scheuklappen vor den Augen durch das Leben bewegt, harmlos, schwach, opportunistisch, tolerant. Angelockt von dieser augenscheinlichen Wehrlosigkeit gedeihen Raubtiere umso prächtiger und lachend über den naiven Glauben der Gesetzgeber, durch ein wenig Geld hier und eine kleine Unterschrift dort alles wieder ins Lot zu bringen, laben sie sich an dem bereits im Sterben liegenden Körper des Staates.

Und die gleichen Menschen, denen nicht zugetraut wird einen passenden Trinknapf für ihren Hund auszuwählen, sollen am demokratischem System teilhaben, um über die Zukunft einer ganzen Nation zu bestimmen. Hah! Erkennt jemand die Ironie ?

leere
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10. Mai 2010

News: Beruf & Berufung

Man verspricht zu sparen, Worte werden ohne konkrete Rückversicherung gutmütig geglaubt.

Athen - Die griechischen Staatsbediensteten haben mit einem 48-stündigen landesweiten Streik gegen die verschärften Sparpläne der Regierung begonnen und weite Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt. Ministerien und Steuerbehörden blieben geschlossen, auch Lehrer, Ärzte und Krankenschwestern legten ihre Arbeit nieder. Tausende Demonstranten versammelten sich zu einer Protestkundgebung vor dem Parlamentsgebäude im Zentrum der Hauptstadt Athen. Rund 100 aufgebrachte Lehrer versuchten nach der zunächst friedlich verlaufenen Demonstration, Absperrungen zu durchbrechen und bis zum Eingang des Parlamentsgebäudes vorzudringen. Sie bewarfen die Polizei mit Flaschen und Steinen. Die Beamten setzten Tränengas ein, um die Randalierer auseinanderzutreiben, wie Augenzeugen berichteten.[...] Quelle
Doch die Menschen machen nicht mit. Sie wollen Gerechtigkeit ! Oder das, was sie dafür halten und wer könnte es ihnen verübeln ? Sparen soll die Lösung sein, doch jeder ist auf einen Austausch, einen angemessenen Austausch seiner Leistungen gegen eine Vergütung aus. Der angemessene Austausch, das bedeutet für ihre Ohren -- eine entsprechende Belohnung. Man möchte nicht nur für die Grundversorgung arbeiten, man möchte etwas mehr. Rente, Auto, Accessoires, Fernsehen, Zuckerstückchen und erklärt dies als seinen gerechtfertigten ANSPRUCH. Zwei verschiedene Ansichten der Arbeit existieren: Beruf und Berufung. Austausch, gleichgewichtete Vergütung ist die Moral und zwar eine absolutistische, unbedingte Moral, welche die Arbeit zum Beruf macht. Wenn die Menschen diesen Irrtum vergäßen, Arbeit wieder Berufung würde, könnten die Sparmaßnahmen effizient eingehalten werden. Ein zweckloses Unterfangen wie mir scheint, in einem System, welches Egoismus als obersten Systemparameter benötigt.

Frei nach Nietzsche: Was fällt, soll man auch noch stoßen! Unter diesem Aspekt sollten auch die Ausschreitungen in Griechenland betrachtet werden.

leere
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08. Mai 2010

7 Milliarden - ein Wort zur Mahnung

„ Over half of the world’s 6.9 billion people now live in urban areas“

- United Nations: Press Conference on 2009 Revision of World Urbanization Prospects vom 25. März 2010.

Wenn der Planet Erde baldigst 7 Milliarden Menschen beherbergt, ist vielleicht der Zeitpunkt gekommen, dem grenzenlosen quantitativen Wachstum und der zerstörerischen Ausbreitung der Menschheit Einhalt zu gebieten. In Zeiten der unkontrollierbaren Vermehrung der Menschen und der immer fortschreitenden Zerstörung unseres Planeten durch ultimativen Wachstum ist es schwer geworden an eine Rückkehr zum natürlichen und gesunden Umgang mit unserem notwendigen Lebensraum zu glauben. So verschlimmert jeder Tag der modernen Menschheit und ihrer unstillbaren Bedürfnisse unsere Lebenssituation und muss schlußendlich dafür sorgen, dass nur noch radikalste Lösungen die Wende und Erlösung bringen, oder sich die Menschheit, in ihrer maßlosen Arroganz und Ausbreitung selber zerstört. Letzteres scheint, in allgemeiner Ermangelung eines Verständnisses gegenüber den nachfolgenden geäußerten Gedanken und in Hinblick auf die degenerative und zerstörerische Wesensart des modernen Menschen wahrscheinlicher, als dass sich Menschen dazu berufen fühlen die Verhältnisse wieder zu ordnen. Dies wäre jedoch nicht weiter tragisch, wenn nicht auch jene darunter zu leiden hätten, die diese Zustände weder wollen, noch zu verantworten haben und stattdessen das Wort und die Tat zur Mahnung erheben, aber im Grunde Geiseln der allgemeinen Dummheit sind und mit der plebejischen Masse untergehen werden.

Wir stellen heute fest, dass unser Planet am Ende ist. Der Mensch hat es in seiner Artenarroganz vollbracht ganze notwendige Tierarten auszurotten, lebenswichtige Ökosystem zu vernichten und seinen eigenen Lebensraum so zu vergewaltigen, dass ein gesundes Leben für die nachfolgenden Generationen fragwürdig ist. Alles im Bestreben immer mehr und mehr zu wollen, geführt von der Verblendung, dass der Mensch Herrscher und die Natur Untertan sei. So glaubt man auch heute noch an das liebe Wunder, das schon alles wieder gut werden wird mit unserem Lebensraum, trotz der massiven und elementaren Eingriffe in die Natur. Der Mensch hat sich kilometertief in die Erdkruste gebohrt, um Rohstoffe zu fördern, die für einen Wachstum nötig waren. Gleichsam wurde die Erde auch an ihrer Oberfläche bearbeitet, ganze Landstriche entnatürlicht, zu geteert und ganze Wälder abgeholzt und gerodet, um dem Menschen und seinen unheilbringenden Maschinen Platz zu machen.

Jene Veränderung der Oberfläche des Planeten ging mit einer Geisteshaltung einher, die die Degeneration der Menschheitsrasse bedeutet, so wurde und wird die Qualität der Menschen immer weiter durch eine vorschreitende Zahl von Massenmenschen gedrückt, die in ihren Betonkzs der Neuzeit eingepfercht dahin vegetieren und arbeitsam und fleißig ihrem Ende entgegen streben. Diese Art der Massenmenschhaltung ist zutiefst widernatürlich und sorgt nur für noch mehr Zerstörung und Ausraubung unseres Lebensraumes. Denn je mehr Menschen sich auf diesem Planeten ansammeln, desto mehr muss produziert werden, da diese was zu essen/trinken/konsumieren benötigen, um zu überleben. Somit sorgt eine größere Menschheit de facto für mehr:

* Umweltverschmutzung

* Ressourcenknappheit

* Nahrungsknappheit

* Lebensraumprobleme

Gerade letztere Probleme werden uns in den kommenden Jahrzehnten noch beschäftigen, so ist heute schon eine Flucht aus strukturschwachen Gebieten in die Wirtschaftszentren der Welt zu beobachten. Wir hören in immer wieder kehrendem Rhythmus von Boten mit Flüchtlingen aus Afrika, die in den „gelobten Kontinent des Wirtschaftswachstums“ eindringen wollen, um auch etwas von den Vorteilen, die uns die Wirtschaft und die Technik beschert abzubekommen. Gleichsam tobt der Krieg um Rohstoffe und Güter, die für uns lebenswichtig erscheinen, schon heute, mit deutschen Soldaten als Unterstützung. Gemeint sind die Angriffskriege der Amerikaner gegen die Länder des Nahen Ostens unter dem Deckmantel der Bekämpfung des Terrors. Welche Beweise es für den eigentlichen Kriegsgrund, die Beherrschung von Ressourcen gibt, fasste Nafeez M. Ahmed in seiner Beweisuntersuchung „Geheimsache 9/11“ anschaulich zusammen.

Das Problem einer Überbevölkerung ist für uns neu, da die Menschheit durch neueste Technik und aufkeimende Moralvorstellungen den natürlichen Selektionsprozess verhinderte, der kranke, schwache, nicht überlebensfähige Rassen und Völker ausmerzt. Der Mensch hat in diesen Prozess immens eingegriffen, so werden heutzutage etwaige Überbevölkerungen nicht mehr durch Kriege, Seuchen und Krankheiten ausgeglichen, oder einfach durch Hunger nieder gerafft, sondern im Gegenteil noch mit Hilfsgütern unterstützt. Ein Lebensraum, in dem es natürlicherweise keine Nahrung mehr gibt, wird also künstlich am Leben erhalten. Gleichsam bedeutet dies Folgen in der Art, dass diese Menschen ja auch weiterhin am Leben erhalten werden müssen. Die Richtung in die das ganze läuft ist jene, dass immer mehr und immer effektiver produziert werden muss, um den Bedarf zu decken. Wir sehen heute, dass große Teile Südamerikas Lieferaten für Rapsöl sind, mit dem wir unseren Bedarf nach Energie decken wollen, dafür werden dort jedoch Monokulturen hochgezüchtet, die die Länder und Menschen abhängig von den Europäern machen. Beides bedeutet, dass jene Gebiete in absehbaren Jahren ebenso unsere Hilfsleistung in Anspruch nehmen wollen und müssen, um weiterhin zu überleben. Der Drang nach Energie ist dabei einer der größten Zerstörer unseres Planeten, so wird schon jahrelang überlegt, die Methangasvorkommen an der Norwegischen Küste immens anzubohren, auf Kosten der Möglichkeit, dass dadurch das Felsgestein und der Untergrund brüchig werden und Teile Norwegens im Atlantik versinken könnten, was wiederum einen erhöhten Meeresspiegel zur Folge hat und die Niederlande und Norddeutschland versinken könnten.

Wir stellen also fest, dass eine Überbevölkerung nur die Menschheit vernichten wird. So stehen wir vor der Frage, ob die Menschheit und ihre Aufgabe im Ganzen, oder einzelne Menschenleben und die daran gekoppelte lebensverneinende humanistische Gutmenschengesinnung wichtiger ist und kommen zu dem Schluß, dass nur eine Dezimierung und Aussortierung, der Menschheit, also Eugenik, der lebensnotwendige Schritt zur Erhaltung des natürlichen Lebensraumes und zum Fortbestand der Menschheit ist. Das diese Erkenntnis Bestürzung und Schämrufe einbringen wird, steht fest, doch wie stellte der kolumbianische Philosoph Nicolás Gámez Dávila schon fest:

„Die Eugenik entsetzt nur diejenigen, die ihr Urteil fürchten“

Jene, die von Humanität, von Verantwortung und Moral gegenüber den Schwachen sprechen sind jene, die die Menschheit in Gänze vernichten wollen, weil sie das Individuum dem Ganzen vorziehen, statt die richtigen Konsequenzen aus dem Fehlverhalten der Vergangenheit zu ziehen und dementsprechend zu handeln und zu denken bereit sind.

Die Lösung unserer Probleme liegen alleine in unserer Denkhaltung, die sich gleichsam auf unser Handeln auswirkt – wie sehen wir und die Natur, sind wir uns über die Gefahren und die Konsequenzen unseres Handelns bewusst usw. usf.. So wären die politischen Schritte zur Einstellung der materielle Hilfeleistung für dritte Welt Länder und das Absenken der Weltwirtschaft, das heißt ein organisiertes Abschrumpfen der Wirtschaft, zwar ein Anfang, jedoch gilt es dabei immer zu bedenken, dass ein Großteil jener Länder erst durch die Wirtschaftsmächte ausgebeutet und danach versklavt wurden. Gleichsam bedeutet das Verhindern von Wirtschaftswachstum und die Begrenzung der Produktion eine Inflation, da weniger Produkte, aufgrund der gleichbleibenden Nachfrage teurer werden, sodass es hier zu Wirtschaftskrisen kommen kann, die die Menschen härter treffen werden, als es in den damaligen Krisen des 20. Jahrhunderts der Fall war. Ein weiteres politisches Instrument, die Geburtenkontrollen ist für Länder mit ehemalig hohen Bevölkerungswachstum unsausweichlich, da sonst der alte Kreislauf wieder durchbrechen würde und man schlußendlich das Problem nicht gelöst hätte, steht aber im Gegensatz zur humanitären Auffassung der demokratisch, liberalen Welt und wird deshalb auch immer angefeindet und schwerlich akzeptiert werden.

Unsere Lösung ist also nicht im politischen Wirken zu suchen, sondern im Verändern der Geisteshaltung, so müssen wir uns von dem Aberglauben an unbändiges Wachstum, immer mehr und mehr und von unserer Konsummentalität verabschieden und stattdessen die Dinge, auch in Hinblick auf die Generationen nach uns, mit Verantwortung betrachten. So ist und bleibt es wichtig auf geistiger Ebene die Förderung von persönliche Kompetenzen voranzutreiben, sodass ein tatsächliches Bewusstsein und Umdenken eintritt. Intelligente, kompetente und verantwortungsvolle Personen von edlem Charakter sollen bevorzugt werden, auf dass die praktische Qualität der Menschheit steigt.

Der Mensch soll einen Platz in der Natur einnehmen, in Einklang mit der Natur leben, sie als etwas begreifen, dass er braucht und das zum Ganzen dazugehört. Nur so können Mensch und Natur gemeinsam leben und funktionieren, oder um es wiedereinmal in den Worten von Pentti Linkola auszudrücken:

"Der größte Feind des Lebens ist zuviel Leben"
Heros
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04. Mai 2010

Mondnacht

Mondnacht

Es war, als hätt' der Himmel

Die Erde still geküßt,

Daß sie im Blüten - Schimmer

Von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,

Die Ähren wogten sacht,

Es rauschten leis die Wälder,

So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte

Weit ihre Flügel aus,

Flog durch die stillen Lande,

Als flöge sie nach Haus.

-- Joseph von Eichendorff

Sehnsucht nach Etwas, von wir nicht so recht wissen, was es ist. Die wogende Stille ringsumher, ein Fortgehen in unbekannte Gefilde, mit dem Mantel einer lauen Brise bedeckt, Entgrenzung des Körpers in die Nacht hinein. Heimat Erde, Heimat Geheimnis.

leere
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04. Mai 2010

Gleichgewicht der Ungleichheit

Eine Metapher:

Nehmen wir an, die Realität sei eine Waage und die Menschen seien die zugehörigen Gewichte. Manche Gewichte sind größer, schwerer, vielleicht schöner, dafür von geringer Zahl. Sie finden Platz auf der einen Waagschale. Die meisten Gewichte sind kleiner, nicht ganz so schön und leichter, doch ist ihre Zahl um so größer. Zusammen finden sie Platz auf der anderen Waagschale, die vielen kleinen Gewichte wiegen die wenigen, schweren Gewichte auf und halten so die Waage im Gleichgewicht. Eines Tages fanden ein paar der kleineren Gewichte, dass auch ihnen ein Platz bei den großen und schweren Gewichten zugeteilt werden sollte, denn sie hegten schon immer insgeheim Neid gegen ihre Größe und Schwere. Einer sagte: "Ich bin zerkratzt und voller Beulen, ich denke mir steht deshalb das Recht zu, einen Platz drüben bei den Großen einzunehmen. Das Leben ist bereits hart genug für mich gewesen." Ein anderer meinte: "Ich bin gewiss genauso schwer wie die Großen, bestimmt macht es keinen Unterschied wenn auch ich dort drüben Platz einfordere. Dies ist mein gutes Recht." Und so ging es fort, bis alle kleinen Gewichte es angingen und hinüber zu den Großen gelangen wollten. Dies funktionierte noch halbwegs mit dem ersten, dem zweiten und dem dritten Gewicht und obwohl die Waage bereits ein wenig aus dem Gleichgewicht geraten war, fanden alle einen gequetschten Platz zwischen den großen Gewichten. Als jedoch weiterhin Gewichte hinüber wechselten, wurde der erste Große von der Masse über den Rand gedrängt, die Waage tat einen Ruck nach unten, doch es störte die Kleinen nicht und die Großen, schwer und unbeweglich wie sie waren, fanden in der Masse der vielen, kleinen Gewichte keine Möglichkeit Geschwindigkeit aufzunehmen und vielleicht ein paar der Kleineren ebenso über den Rand zu stoßen. Die Realität ist eine Waage und noch heute wechseln viele der Kleinen unbekümmert die Seite, während sich die Waage weiterhin ins Ungleichgewicht bewegt...

Gleichheit der Menschen, Gleichheit der Chancen - Lösung all unserer Konflikte, Tilgung unserer Vorurteile, eine moralische Pflicht...?
[...] The book seeks to show that inequality produces poor health, more murder, more mental instability, less trust and too much "chronic mobilisation of energy in the form of glucose into the bloodstream", resulting in obesity. Human society is better when we resemble bonobos, the authors claim: apparently these creatures solve problems via mutual masturbation, whereas nasty, rough chimps fight for status. Naturalists inform me, by the way, that bonobos are extremely stupid.

The basis for much of the argument is that "economic growth has finished its work". We're rich, is the idea, so it is time to settle down to share the spoils differently. This is an economic version of the old "end of history" theory, and it is being spectacularly disproved by the credit crunch.

The graphs deployed in this book "prove" that, of all developed countries, it is the United States which has the worst inequalities, with Britain not far behind. The "best" countries are the Scandinavian ones and, more unexpectedly, Japan. The Japanese are much thinner than the Americans, have a much smaller range of incomes, put very few people in prison and live longer.

Because the authors have decided that inequality is not a symptom of other things, but the root of all evil, they are incurious about why Japan and Sweden should be so different from the United States. One important factor, surely, is ethnic and cultural homogeneity. The Swedes have been able to develop a trusted welfare system because they are a country with a small population composed of people with a common religious tradition, language and way of life. Now that there are very large numbers of Muslims in Scandinavia, it will be interesting to see if such a consensus can be maintained.

In Japan, the "social capital" of which the authors approve is carefully guarded by two facts that they presumably do not like. One is that married women are highly unequal with men, and stay at home. The other is that Japanese keep out foreigners, and make sure such immigrants as they tolerate have few rights. That may be cosy for the Japanese, but is it a model which helps the global fight against inequality? [...] Quelle

In einer Gesellschaft existiert meisthin eine Norm, resultierend aus dem, was die Mehrheit der Menschen als solche ansieht und nach der das alltägliche Leben gestaltet wird, man könnte es Sitte, Gepflogenheit, Tradition oder einfach nur Bewährtes nennen. Hat sich eine Gesellschaft eines Tages aus dem täglichen gemeinsamen Kämpfen und Ringen ums Überleben befreit, lockert die fortdauernd währende Glückslage eines Volkes die Spannung ihres Bogens, ihrer Zucht, ihres Konsens, ihrer Norm, welche damals zum Dasein als unbedingt notwendig angesehen und verteidigt wurde. Man hat überlebt, die Schlacht ist geschlagen und laissez-faire erscheint nun auch den sonst Strengsten als eine wohlverdiente Ruhepause von der ewigen Kraftanstrengung. Eine Norm ist nun nicht länger von Nöten, so sinniert man und schmeißt die alten Sitten über Bord. Etwas, was sich "Ich" heißt, reißt die ehemaligen Wehrmauern der Werte nieder, welche das Ego der Menschen festhielten - und so das Volk als Ganzes gleichsam schützten und seine Kräfte hinter den Türmen und Mauern zu bündeln vermochten. Doch Frei! ist nun das Individuum, frei sich sein Reich selber gestalten, frei von der Verurteilung seitens seiner Mitmenschen, denn keine Sitte als Handlungsmaßstab trieb die Menschen noch zur gegenseitigen Kontrolle an.

[...]This law will “force every public school in America to hire transgendered teachers and forbid their re-assignment out of the classroom,” she writes. “Currently, 38 states do not make ‘gender identity’ into a protected minority under law. But once Barack Obama signs ENDA, this will change. ‘Gender Identity’ is actually a Gender Identity Disorder (GID) listed as a mental disorder by the American Psychiatric Association. A GID person thinks he or she is the opposite sex.”

What supporters of ENDA don’t want the public to know is that if ENDA passes, it will overturn the laws of those 38 states.

“Every state will be forced to make cross-dressers, drag queens, transsexuals, and she-males* [a man who is female from the waist up and male from the waist down] into protected classes,” Lafferty writes. “Therefore, every school district in America will be forbidden by law to reassign any she-male teacher because this would be considered ‘discrimination.’ Thus, children will be trapped in classes taught by men who dress as women, and students will be indoctrinated to affirm that this is normal behavior.”[...]

Quelle
Reste eines Wertekanons blieben dennoch erhalten, war man doch an sie gewöhnt und lange Zeit wurden sie nicht in Frage gestellt. Mit den Zeiten verblassten die gemeinsamen Auffassungen dessen, was man als gut und sinnvoll erachtet hatte, Konsens verkümmerte auf ein schwächliches Häuflein, die Menschen vermehrten sich, wurden reicher, dekadenter, gelangweilter und somit die Auswüchse ihrer Wünsche immer extremer. Man drängte nun schamloser denn je in alle nur denkbaren Gefilde vor, verlangte viel, ohne zu geben.

Der Individualismus hat heute monströse Züge angenommen. Er rät oder vielmehr drängt die Menschen zu der Ansicht, das Recht auf jedwede Freiheit zu besitzen, überall hin Einlass zu finden, wo es ihnen gefällt oder schmeichelt. Oft wird aus rein plakativer Darstellungslust ihrer Freiheit von diesem vermeintlichen "Recht" Gebrauch gemacht, doch in Wahrheit geht es nur um die Bestätigung seiner ganz persönlichen "Königswürde" und sei es nur auf dem Papier dahin gelogen. Individualismus überschattet die Strenge und Eingrenzungen der Veranlagung, überschattet pragmatische Betrachtungen von Konsequenzen. Utilitarismus, das Glück der Meisten gekoppelt mit säkularem Humanismus dient als kollektiver Schutz vor Kritikern und Mahnern, welche die "Große Freiheit" nicht bedenkenlos fraßen.

Um zu erreichen was sie begehren bedienen sie sich eines moralischen Absoluts als Rechtfertigung ihrer Ambitionen: Gleichheit. Die Furcht vor der Norm, Furcht durch ein Raster zu fallen, welches die Mächtigen und Werteschaffer aufrechterhalten, ihr Ego, welches es nicht ertragen kann, eingeschränkt zu sein lässt sie danach lechzen. Die Gleichheit aller -- die Gleichheit seiner selbst, wohleher. Gleichheit vorallem als Nützlichkeitsmoral der "Ihrer-Selbst-Ungewissen", der Gedrückten, Leidenden, der Exoten.

Grob lässt sich ihr großes Unrecht der Ungleichheit, die als solche angesehene Unanständigkeit schlechthin in zwei Arten unterteilen, einmal in Ungleichheit der Veranlagungen (Intelligenz, Größe, Geschlecht, Talente...) und Ungleichheit der Präferenzen (Religion, Sexuelle Orientierung, Geschmäcker...). Aus ihnen ergibt sich das Gewicht eines Menschen, sein Platz in der Hierarchie, die geöffneten Tore seiner Möglichkeiten innerhalb einer Kultur.

Man verlangt nach "Gleichgewicht". Gleichheit in den Fähigkeiten, Gleichheit in den Rechten. Was die Menschen eigentlich wollen, ist eine Verebnung der Hierarchie der Menschen, das gewaltsame Einreißen der Pyramide. Es kommt ihnen dabei nicht wirklich darauf an, wie hoch ihre Seins-Ebene selber wirklich liegt, denn letztendlich ist hier das Ego am Werke. Pragmatik und Funktionalität, Bescheidenheit und Einsicht sind ihnen Fremdwörter. Sie können nicht weit hinaus schauen, denn sie gucken nur an sich selber hinunter. Die Strenge von Sitte und Werten, die einem Zweck dienen, die realistische Abschätzungen und Präferenzen der Mächtigen werden als persönlicher Angriff gewertet. Bewusst oder unbewusst wird die eigene Rolle im Komplex der Gesellschaft ignoriert und nach Gleichstellung ihrer Andersartigkeit, ihrer Vorlieben verlangt - dogmatischer Ansatz eines furcht- und ego-motivierten Wunschdenkens ohne (selbstkritische) Reflexion und Abwägung. Es gilt, das Dogma einzuhalten.

Die gewaltsam erzwungende Durchsetzung eines Dogmas geht solange gut, bis man mit der Realität kollidiert. Wunsch und Wirklichkeit, so sagt uns die Erfahrung, gehen jedoch allzuoft getrennte Wege. Was für Folgen wird die Hexenjagd auf die Ungleichheit haben, welche lassen sich gar bereits jetzt erkennen ?

 

  • Menschen sind nicht gleich, wir sind unterschiedlich talentiert, besitzen unterschiedlich ausgeprägte Stärken und Schwächen. Die Gleichheit aller ist eine moralisch gestützte, unrealistische Forderung welche sich nur durch Senkung eines Standards erreichen lässt, um diejenigen welche hinauf wollen und es nicht können auf dieselbe Ebene der Höheren zu hieven. Degeneration geht einher, wachsende "Ungleichheit" resultiert nicht aus wachsender ungerechter Behandlung sondern aus der steigenden Anzahl von Menschen, welche der Situation immer weniger gewachsen sind. Ein Aufstieg in der Hierarchie ist  nur vermeintlich, nicht real aber schmeichelnd und wohltuend. Die Dorftrottel gelangen auf den Thron...
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  • Erzwungene Bevorzugung von Menschen lediglich aufgrund ihrer Präferenz oder einer angeborenen Charakteristik in kompletter Ignoranz der Eignung dieser Präferenz/Charakteristik für die ihnen zugeteilten Aufgabe. Man reduziert alle auf den kleinsten, gemeinsamen Nenner und behauptet voller Inbrunst, vielleicht in dem Versuch sich selber zu überzeugen, dieser sei die einzig notwendige Bedingung für die Eignung. Eine derartige Zerreißung des Weges, den eine Gesellschaft sonst beschritt, führt nicht länger ans Ziel, man wird eben genau ziellos, wenn der einzige Wegweiser das Glück des Individuums ist. Und viele Wegweiser zeigen nicht in die gleiche Richtung.
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  • Die wachsende Ungleichheit macht die Notwendigkeit eines unterstützenden Staates notwendig. Unterstützung wird gebraucht (und gefordert) in finanzieller, edukativer, erzieherischer Hinsicht, alles um den Schein der Gleichheit aufrecht erhalten zu können. Diskrepanz zwischen der Vorstellung der Gleichheit und den tatsächlichen, ungleichen Anforderungen des technokratischen Staates generiert einen Mob an frustrierten, überforderten und wütenden Bürgern. Interne Konflikte bringen Zerfall, bringt Tod.
  • Das moralische Soll der Gleichheit hat destruktive Auswirkungen auf Land, Natur, Aufstieg. Es hemmt und stellt einen Rückschritt in der Entwicklung dar, trotz seines gern benutzten Synonyms "Progressivität". Die Tilgung der Ungleichheit ist ein Kampf um Hierarchie, ein Überlebenskampf des Einzelnen, welcher sein Überleben nicht mehr als sinnvoller Träger seiner ihm organisch zugeteilten Rolle erfährt, sondern in der Atomistik unserer Zeit selbst seinen Weg und seinen Gesetzen zu folgen genötigt wird und hier in Konflikt mit der Funktionalität/Sitte gerät. So bedient er sich politischer Forderungen, welche über seine Schwächen/Uneignungen hinweg leiten, zwingen sollen - Ressentiments gegen das Leben, Rachegedanken gegenüber dem Staat, seinen Mitmenschen.

    Es bedarf wieder eines gemeinsamen Weges, eines Maßstabes nach dem wir unsere Kultur wieder aufbauen können, mit starken Werten und einem mutigen Realismus. Ungleichheit ist ein notweniger Parameter des Funktionsmodells Leben und alle Bürokratie und propagierte Illusion wird sie nicht beseitigen können. Unsere Ambition sollte es daher sein, die Ungleichheit nicht wie eine große Unfairness zu behandeln, sondern sie zu akzeptieren und uns zu Nutze zu machen. Eine organische Hierarchie, wobei jedem gemäß seiner Art und Veranlagung ein Platz zugewiesen wird, den er nicht nur mittelmäßig, sondern hervorragend zu erfüllen in der Lage ist, bekämpft die unnötige Frustration, welche sich aus der erkannten Unfähigkeit einer zu hoch angesetzen Rolle ergibt, indem es den Einzelnen Sinn und Zweck erfahren lässt. Dies motiviert zur Exellenz, der wachsende Stolz in seine Arbeit wird neue Standards erreichen lassen, klügere und wirklich zufriedene Menschen hervor bringen.  Es wird einige "Neins" geben, geben müssen, doch im Austausch erhalten wir Funktionalität und Effizienz, die Waage gelangt wieder in wahres Gleichgewicht.... Und auch wenn wir niemals gleich sein werden, wird die Anerkennung der Wirklichkeit des Lebens, eines Tages vielleicht eine todesverachtende, lebensbejahende Menschheit erschaffen, deren Transzendenz sich durch ihr gemeinsames Ziel einer stärkeren Art Mensch ergibt, die zu den Sternen hinauf will.

    leere
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    01. Mai 2010

    News: Eröffnung des Trutzburg Forums

    Das Trutzburgforum öffnet seine Tore

    Nach zwei Monaten beständiger Arbeit ist es nun soweit, dass verkündet werden kann, dass das Trutzburgforum seinen Dienst antritt und für Besucher und Benutzer ab dem 1. Mai 2010 zu erreichen ist.

    Gegründet aus der Idee, kritischen und traditionsverbundenen Menschen, die durch bestehende Forenausrichtungen fallen, eine Forenheimat zu bieten, in derer sie sich austauschen, diskutieren und erschaffen können, ist das Trutzburgforum eine Informations-, Diskussions- und soziale Integrationsplattform deutschsprachiger Menschen, für den philosophischen und weltanschaulichen Dialog über Tradition, Kultur, Moderne und Zukunft.

    Wir sind eine politisch unabhängige Gemeinschaft und stehen für jene offen, die von fragwürdigen und dogmatischen, modernen und aktuellen Denkschulen, Lehrgebäuden, Vorstellungen und Konzepten Abstand genommen haben, oder diese kritisch hinterfragen und sich ihrer Abstammung und Wurzeln tief verbunden fühlen.

    Wir fordern gebildete, kritische, verantwortungs- und selbstbewusste Menschen, die sich über das Erbe, ihre Verantwortung und Aufgabe, derer sie sich gegenüber stehen, bewusst sind und bejahend in die Fußstapfen jener treten, die sich einst selbstlos aufopferten  für all jene, die nach ihnen kamen und kommen. Wir fordern Menschen, die nicht nur kritisieren und aufklären, sondern auch Lösungen und Konzepte für ein besseres Leben anbieten, zukunftsweisende Ideen und Konzepte ausarbeiten, diese umsetzen und an einer Verbesserung der Zustände mitwirken.

    Von der Notwendig- und Richtigkeit unseres Tuns und Seins überzeugt, treten wir an und bieten unseren Mitgliedern einen Ort des gepflegten Umgangs, der sittlichen Strenge und des intellektuellen Niveaus, um die Umstände nach unseren Möglichkeiten besser zu gestalten, um dem Menschen ein besseres und erfüllteres Leben, im Sinne seiner Herkunft und Tradition zu bieten.

    Wir freuen uns über Deinen Besuch und würden es sehr begrüßen, wenn wir auch Dich in unseren Reihen empfangen können und Du unsere Plattform mit Deinen Ansichten, Standpunkten und Beiträgen bereichern würdest.

    Heros
    Trutzburg.net
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    27. April 2010

    News: Fakten

    "Der größte Feind des Lebens ist zuviel Leben" - Pentti Linkola

    Do you know the following facts?

    * The current world population is just under 7 billion.

    * Every year 80 million babies are born.

    * Each additional being needs water, food & energy.

    * Already more than a billion people don't have access to safe drinking clean water.

    * A can of beer uses of 150 litres of water. Production of a cotton shirt takes 3000 litres of water.

    Quelle
    WWIII

     

    leere
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    22. April 2010

    News: Immerhin gibt's Essen

    Gemütlichkeit und materielle Güter stellen Verführungen dar, welche auf Kosten der Neugier, kämpferischen/spirituellen Leidenschaft und Willensstärke eines Volkes Einzug in die gängige Mentalität der Menschen finden und deren Erlangen zur obersten Priorität in ihren Bestrebungen wird.

    [...]In a more capitalist society where deregulations eventually lead to a greater civic sector where people are dependent upon each other, cultural homogenity becomes more important. You can therefore live practically your whole life in moderate isolation from your neighbors and community, as long as you bring home cash and send off taxes. You'll survive, and if there is trouble, an agency will continue to support you.[...]Immigrants to Scandinavia can therefore keep their Muslim, Jewish or Hindu identity and still make it multiculturally, because they will live much of their lives in isolation from native Scandinavians, or end up in another multicultural community just like their families and relatives. It "works," because the citizens of Scandinavia are financing a system making it possible to live as secluded as possible. The only alien values threatening the welfare model are those that break with the ethics that profess hard work, little pay and heavy taxes. Most cultures can and will adapt to that model, since they'll maintain a good material standard in return.[...] Quelle
    Materieller Komfort, in der Tat, wem gefällt es nicht ? Ist es nicht der "kleinste gemeinsame Nenner", auf den sich wirklich ALLE einigen können? Wie Watte legt er sich um den Willen nach Wissen, Macht und Erkenntnis, dämpft seine Rufe gen Bewusstsein, während andere Affekte um die Wette schreien und nach Dominanz streben - so gut wie jedes Volk der Erde ist zu dieser inhärenten Schwäche veranlagt. In einer Konsumgesellschaft wird Atomistik herrschen, wenn nicht länger Gemeinschaft und Konsens zu ihrem Fortbestehen benötigt werden, da sich eines System bedient wird, welches den Einzelnen durchaus die Option bietet, isoliert von seinen Mitmenschen zu überleben. Groß ist das menschliche Ego und dabei Ach! so hasenherzig, so vertrauenslos seinen eigenen Fähigkeiten gegenüber, aber glücklicherweise ist man in dieser Gesellschaft in der Lage, autonomer Herrscher seines eigenen kleinen Reiches werden zu können, gesetz den Fall, er besitzt eine ausreichend bezahlte Arbeitsstelle, die ihn zur Aufrechterhaltung dieser Illusion befähigt.

    Ähnliche Mechanismen können ebenfalls auf die Gruppen innerhalb einer pluralistischen Polit-Gesellschaft einwirken. Haben die Gruppierungen, die dazu fähig sind, ihren materielle Komfort schließlich gesichert, beginnen sich jene, welche noch den Ruf und die Spuren einer Kultur in sich spüren, zu l-a-n-g-w-e-i-l-e-n. Sie suchen nach etwas untangiblen, etwas was ihnen mehr gibt, als es alles Fassbare zu bieten vermag und sie finden es in sich selbst, in ihrem Blut, in den Traditionen ihrer vielleicht temporär vergessenen Kulturen und Sitten. Mit Gleichgesinnten und Gleichartigen bauen, planen, streben sie, pflegen und gründen. Ja, diese Gruppierungen werden weiterhin ihrer Arbeit nachgehen, ihre Steuern zahlen und nach den Gesetzen leben, welche ihnen ihr Leben ermöglicht haben. Doch nichts verschafft ihnen die gleiche innere Zufriedenheit, wie es ihre Gemeinschaft, ihr Hort an Wissen, Macht und Erkenntnis tut. Aus dieser natürlichen Neigung jedes Menschen nach Sozialisierung, Solidari- und Loyalität generiert sich eine Gruppen-Atomistik. Nicht aus Bosheit oder aus Antipathie, sondern aus unterschiedlichen Präferenzen entwickeln sich Parallelgesellschaften, Pluralismus wird zum "Mikro-Nationalismus" innerhalb eines politischen Nationalstaates.

    Sozio-ökonomische Veränderungen sind unausweilich. Die vielen einzelnen Gruppen müssen miteinander auskommen, manchen ist bereits die alleinige Anwesenheit gewisser Gruppen eine Provokation an sich, sie müssen Kompromisse schließen, darauf achten den Nachbarn nicht etwa durch eine Eigenart auf die Füße zu treten ... Wünsche nach ungehinderter Ausprägung des jeweiligen Lebenswandels kollidieren - Konflikte unterschiedlicher Dimensionen sind in dieser Vielzahl an Meinungen und Ambitionen längerfristig schlicht nicht zu vermeiden, denn alle sind in erster Linie darauf bedacht, ihre eigene Situation zu entwickeln und voran zu treiben, ohne notwendigerweise den Bedürfnissen Fremder, welche ihnen letztendlich völllig egal sind, Beachtung schenken zu wollen.

    Ein Staat verschwendet unnötigerweise viel Zeit, Energie, Geld für die Lösung interner Konflikte seiner Bürger, stets zur Intervention gezwungen, doch auf Dauer wird er implodieren. Gesünder und natürlicher für alle Beteiligten wäre es, sich zu separieren und in Gebieten zu lokalisieren, wo eigene Bräuche, Religionen und Eigenarten ungestört ausgelebt werden können. Anstatt gewaltsam und auf unnatürliche Weise grundlegend verschiedene Gruppierungen zum Zusammenleben überreden zu wollen, "weil dieser Weg nunmal der Richtige ist", würde auf diese Weise wahre Diversität kreiert werden.

    leere
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    14. April 2010

    Scherben vergangener Welten

    Wir haben unseren Planeten erforscht, die unendlich weiten Tiefen der Weltmeere, die in Einsamkeit gehauchten Gipfel in 8.000 Meter Höhe, die Vielfalt der Flora und Fauna. Wir haben beobachtet und verstanden, den Sinn des Lebens begriffen, bestimmt, uns in die Weiten des Universums wagen zu dürfen – so glauben wir.

    Geblendet vom Schleier des Wohlstandes sind wir nur auf uns selbst bedacht, während wir ununterbrochen Mitleid, Toleranz und Rücksicht predigen. Zwei Milliarden Menschen sind unterernährt, doch tut es uns in Wahrheit viel mehr weh, wenn der Strom ausfällt oder das Auto nicht mehr fährt. Wir brachten großartige Menschen, wie Goethe, Schiller, Gutenberg, Mozart, Sokrates, Konfuzius, aus unseren grauen Massen hervor, wir flogen auf den Mond, bauten Atomwaffen, Computer, doch haben wir es nicht verstanden, als Teil der Natur, mit dieser umzugehen und zu leben. Sie entstand in Millionen Jahren, barg so manche Schöpfung, manchen Traum und wird jetzt durch Menschenhand getötet. Es ist der Zeitgeist, der Geist der Schwere, der Leere, die Dekadenz, um es in Nietzsches Worte zu fassen, welche uns in das Getriebe dieser hektischen Welt einbauten, bestimmt zu funktionieren, sinnlos und monoton abzuwarten bis wir erlöst sind.

    Das Leben ist ein Abenteuer, jedoch kein Spiel, mit seinen Freuden und Leiden, Liebe und Pein, mit seinen täglichen kleinen und großen Kämpfen, mit welchen wir unser Leben meistern. Vielfältig und doch einzigartig, hinterlistig und doch ehrlich, verschlossen und doch offen. Abenteuer Leben, ein Wettlauf, ein Kampf, eine Tücke, in einer Zeit, wo schwarzes Gold mehr wert ist als Blut, die Menschenwürde antastbar ist, ein geordnetes Chaos herrscht, das Grün zubetoniert und das Wasser delegiert ist, der Mensch als Neuzeitsklave in einer Konsumgesellschaft lebt, die Gemeinschaft nichts mehr zählt, der Wettlauf gegen die Zeit und der Kampf um unser Bestehen schon begonnen hat, der Fortschritt alles andere als Segen gebracht hat, die Menschheitsgeschichte schon alles über sich hat ergehen lassen müssen, vom Kampf mit Schwertern bis hin zum atomaren Regen. Buchstaben lügen, Zungen schweigen, der Mensch ist nicht mehr Mensch, suchen Sie noch ein Abenteuer?

    Sie suchen, und wie sie suchen, springen von Brücken, durchbrechen die Schallmauer oder frönen dem Okkultismus. Eine Unglaublichkeit muss die nächste überbieten und zum Langweiligen deklassieren. Doch leben Sie nach degenerierten Werten und Zielen, nach dem Absurden nicht nach dem wahren Abenteuer, nämlich das Leben, welches ein furchtbar hartes und ungerechtes Abenteuer ist und in seinen Ausmaßen unverkennbar grausam.

    Als geistlose Wesen, gleich Zahnräder, sind wir konditioniert darauf, dem auf den Thron gehobenen Verfall, zu dienen, wobei wir geradezu spielend ausgetauscht werden können, sollten wir lamentieren. Philosophisch betrachtet hat die Menschheit schon verloren, verflochten in einem unendlichen Netz aus Kommerz, Kapital und Profit, gefangen in einem Käfig aus Gold und drehend ähnlich einem Hamster in einem Laufrad, gelingt es uns nicht zu leben und den Mensch weiterzuentwickeln.

    Historisch betrachtet, gab es wohl selten eine düster scheinende Zukunft als im 21. Jahrhundert, dem Glaszeitalter. Widerspiegelnd auf dem Mensch, dessen Geist und Seele, ähnlich wie Glas, empfindlich und zerbrechlich ist, sind wir doch eiskalt im Herzen, wenn es um unser Wohlbefinden geht. Wir stehen dar, gebückt, krumm, unrein, gespickt mit tiefen Makeln, zerstört durch Scherben vergangener Welten.

    Werwolf
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    11. April 2010

    Dominanz & Realismus

    Etwas dürfte wahr sein: ob es gleich im höchsten Grade schädlich und gefährlich wäre; ja es könnte selbst zur Grundbeschaffenheit des Daseins gehören, daß man an seiner völligen Erkenntnis zugrunde ginge – so daß sich die Stärke eines Geistes danach bemäße, wieviel er von der »Wahrheit« gerade noch aushielte, deutlicher, bis zu welchem Grade er sie verdünnt, verhüllt, versüßt, verdumpft, verfälscht nötig hätte. -- F.W. Nietzsche - Jenseits von Gut & Böse §39

    [...]A hierarchy is the organization of individuals in a group often in response to a threat or competition/aggression. Schjelderup-Ebbe, who studied the often cited example of the pecking order in chickens (a dominance based hierarchy), found that such social structures lead to more stable flocks with reduced aggression among individuals. Dominance hierarchies can be despotic or linear. In a despotic hierarchy, only one individual is dominant, while the others are all equally submissive. In a linear hierarchy, for example, in the above cited pecking order of chickens, each individual dominates all individuals below him and not those above him. Dominance hierarchies occur in most social animal species, including primates who normally live in groups. Dominance hierarchies have been extensively studied in fish, birds, and mammals. Dominance hierarchies can be simple linear structures, which often arise from the physical differences among individuals in a group in relation to their access to resources. They are also influenced by the complex social interactions among individuals in the group.[...] Quelle
    Dominanz im Paläolithikum besaßen jene, welche ihre Gruppe mit genügend Nahrung zu versorgen in der Lage waren und sie verteidigen konnten. Nahrungsbeschaffung war wichtiger Teil des ultimativen Realitätstests, denn versagte man zu oft, vergingen die Menschen. In dieser Epoche der Menschheitsgeschichte machte es Sinn, die Führung denen zu überlassen, welche sich durch ihre Fähigkeit das Überleben der Gruppe zu sichern verdient gemacht hatten. Heute ist die Versorgung aller mit dem Überlebensnotwendigsten weitesgehend garantiert, woraus wir schlussfolgern -- der Überlebenskampf existiert nicht länger und Eigenschaften, welche für ihn nötig waren, würden nicht länger benötigt werden. Andere Aspekte des sozialen Lebens erlangten Priorität, doch Auslese und Tod wirken dennoch fort. Wir nutzten unsere überschüssige Zeit und Energie und erfanden "Gut" und "Böse". Als "Gut" wurde alles bezeichnet, was uns gefiel, angenehm unsere Sinne berührte, während mit "Böse" all jenes betitelt wurde, was dem Einzelnen in irgendeiner Form und Dimension Leid bescherte. Unsere Moral, so sinnierten wir, erhebe uns nun über die Welt und stelle uns auf den Thron, vor dem wir bis dato zu knien hatten. Wir waren jetzt die "Guten" und man würde mit aller Macht verhindern, den Thron seinem ursprünglichen König wieder einräumen zu müssen...

    Wer besetzt heute in der westlichen Welt die obereren Reihen der Führungs-Hierarchie ? - Die Verführer des Volkes, ihre Schmeichler und Jäger mit der Emotion als Köder, die Zauberkünstler der Symbolik und des oberflächlichen Eindrucks, Polemiker und erbitterte Verteidiger ihres eigenen, kleinen Mosaiksteinchens. Warum gelangen jene an die Macht, diese kleveren, aber nicht zwangsläufig intelligenten Halter jener Surrogate, welche in der technokratischen Konsum-Gesellschaft nun denselben hohen Stellenwert besitzen (Geld und Status), den abermals Umsichtigkeit, Einsatz, Willenskraft sowie körperliche und mentale Stärke für sich in Anspruch nehmen konnten ?

    Es wird das als Wahrheit betrachtet, was annehmlich ist und der moralischen Norm entspricht. Denn wie könnte sie anders sein, die Wahrheit, als "Gut" ? Jene, die uns führen, sind nach wie vor im Stande eine mentale Diskrepanz zwischen sozialer und moralischer Realität und dem wahren Wesen der Realität im Volke aufrechtzuerhalten, eine Trennung, welche vor 2000 Jahren begann und die es ihnen nach wie vor ermöglicht, Massen zu manipulieren, indem es das Individuum im Einzelnen anspricht und ihm weis macht, die Welt drehe sich nur um ihn. Die individualistische Herdentier-Moral steht über einer pragmatischen Analyse der Welt und trübt unsere Augen, lässt lediglich Silhouetten der destruktiven Konsequenzen unseres Handelns erahnen, während wir weiterhin glauben, ein Schlupfloch vor ihnen finden zu können, durch das wir mit all unserer dualistischen Moralität bepackt noch passen würden. Als Folge werden wir Führer erwählen, die Entscheidungen innerhalb eines von Verleugnung, Angst und Arroganz geprägten Systems treffen, die sich kurzfristig und auch nur eventuell auf einen Teilaspekt positiv auswirken mögen, in Ermanglung einer holistischen Betrachtung der Situation jedoch nur Symptombekämpfung innerhalb dieses bereits von Grund auf korrumpierten Systems bleiben.

    Es bedarf eines neuen Typus an Anführern, welche die Menschheit notfalls dazu zwingen, ihrer Furcht vor Bedeutungslosigkeit, Tod und Ungleichheit ins Auge zu blicken und sich wieder mit den Gefahren ihrer Umgebung auseinander zu setzen, Skeptiker, Pragmatiker und Werteschaffer in sich vereinend. Menschen, welche Weisheit, Wissen und Geist nicht nur als Maske tragen, sondern sie in sich vereinen, viele Faktoren gleichzeitig abzuwägen in der Lage sind und nicht davor zurück scheuen "Nein!" zu sagen, ganz gleich ob der verletzten Eitelkeit der Massen. Anführer mit einer Liebe zum Leben, welche sie hart werden lässt, mit dem Wunsch nach Mehr, als nur am leben zu sein, Erbauer und Entdecker, Förderer und Emporheber, Grenzhalter und Verteidiger, Augenöffner und Blutlasser ... --

    Es ist kein Zweifel: diese Kommenden werden am wenigsten jener ernsten und nicht unbedenklichen Eigenschaften entraten dürfen, welche den Kritiker vom Skeptiker abheben, ich meine die Sicherheit der Wertmaße, die bewußte Handhabung einer Einheit von Methode, den gewitzten Mut, das Alleinstehn und Sich-verantworten-können; ja, sie gestehn bei sich eine Lust am Nein-sagen und Zergliedern und eine gewisse besonnene Grausamkeit zu, welche das Messer sicher und fein zu führen weiß, auch noch, wenn das Herz blutet. Sie werden härter sein (und vielleicht nicht immer nur gegen sich), als humane Menschen wünschen mögen, sie werden sich nicht mit der »Wahrheit« einlassen, damit sie ihnen »gefalle« oder sie »erhebe« und »begeistere« – ihr Glaube wird vielmehr gering sein, daß gerade die Wahrheit solche Lustbarkeiten für das Gefühl mit sich bringe. -- F.W. Nietzsche - Jenseits von Gut & Böse §210

    Die Menschheit ist zu mehr fähig, als bloß zu leben ...

    leere
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    07. April 2010

    News: Sein Überleben verdienen

    Ehrfurcht vor Etwas versiegt, wenn wir seinen transzendenten Wert nicht länger erkennen. Diese alte Dame entdeckt in ihren letzten Jahren ein Gefühl wieder, was die meisten Menschen heutzutage niemals fühlen werden.

    I’m a city girl from New York. I’m also 82 and half-blind, so what am I doing deer hunting with my son, Sam, at the end of October in Montana? We’re in the foothills of the Swan Mountains near Kalispell, south of Glacier National Park. For the last four days, Sam and I have been tramping dawn to dusk over tree debris that loggers call “clear-cut.” We haven’t eaten since we left his cabin before dawn. Now it’s snowing, and I’m wet, tired and bloody cold.[...]

    “Great shot!” Sam hollers. I jump into his arms. My head is exploding as we embrace. “A double-lung shot,” he says. “She didn’t know what hit her.”

    I’m both elated and appalled. Extreme joy and extreme grief are locked like the crosshairs. “Now’s the time to pray,” Sam says. Even though I long ago abandoned my forefathers’ Calvinist God, it’s him I thank for the fellow creature I’ve killed. [...]I repeat the blessing my grandfather said before each meal, “Bless this food to our use and us to thy service.” With gratitude, we eat.

    ...

    Quelle
    Ehrfurcht entsteht aus der Erkenntnis von Schönheit - ein Mangel dieser Erkenntnis lässt uns jene Perversitäten begehen, welche gerade die Ehrfurcht gebierende Ästhetik des Komplexes genannt "Leben" auf immer zerstört. Eine umfassendere Auseinandersetzung u.a. mit dem Begriff der Ehrfurcht findet sich im Artikel Die verlorene Romantik
    leere
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    06. April 2010

    ANUS - Server down

    Wie es aussieht, ist wohl unsere Mutterseite temporär nicht erreichbar. GNUS ist ebenfalls davon betroffen, jedoch weiterhin abrufbar, die Archive stehen ebenfalls zur Verfügung.

    Das Problem dürfte bald behoben sein.

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    02. April 2010

    Von der Wichtigkeit der körperlichen Ertüchtigung

    Die Welt bewusst zu erfahren bedeutet auch sich selbst bewusst zu erfahren - körperliche Ertüchtigung ist elementarer Teil dieses Erkenntnisprozesses. Eine kurze Einführung in funktionales Körpertraining. (mehr)

    30. März 2010

    News: Multikultur ist Nicht-Kultur

    Die Probleme einer multikulturellen Gesellschaft steigen nicht aufgrund einzelner Ethnien auf, sondern generieren sich aus der Diversität an sich.

    [...]It is exquisitely ironic that if Brown's diatribe demonstrates anything at all it is the unviable nature of the multiracial society: the latter is so filled with irresolvable contradictions and conflicts of interest that it can never be made to work without a crushing legislative apparatus - without a bloated, ubiquitous, and intrusive government that can only keep the social chanko stew from exploding by regulating, monitoring, recording, and taxing every aspect of a citizen's life. Multiracial societies are always less free. Witness the ever-growing limits to our speech, our thought, and our freedom of association; the ever-growing government-sponsored bureaucracies to dream up yet more limits, monitor compliance, and persecute non-conformity; and the ever-growing taxes to pay for it all.[...]Like subcultures, cultures tend to be self-serving, in that they are designed to reinforce a sense of belonging and enhance its members' self-esteem. Hence, why they tend to be unkind to outsiders: cultures do not place a premium on traits that are absent among its members. Without outside influence, a culture predicated on high IQ will, therefore, typically emerge in populations with a comparatively high average IQ - but not in populations indigenous to environments that did not select very strongly for general intelligence. As the evidence suggests that African-descended peoples are in the latter category, it is not surprising that they are often frustrated by the demands of living the high IQ White societies. To combat this and other irritants, the multiracial society has to be structured to penalise excellence and reward mediocrity across the board. [...] Quelle
    Es benötigt bereits jetzt einen gewaltigen, bürokratischen Apperat, um alle möglichen Konflikte, die aus den teils gegenläufigen Interessen erwachsen, einzudämmen. Jede betroffene Kultur, jede Lebensart und hochgehaltene ästhetische Charakteristik MUSS sich dem kleinsten, gemeinsamen Nenner anpassen, will das multikulturelle Gebilde überleben, was der steten Intervention, Kontrolle und Propaganda seitens des Staates bedarf. Alle Involvierten verlieren auf diese Weise ein Stück ihrer Identität und erhalten im Gegenzug die theoretische Möglichkeit sich all die Annehmlichkeiten des Westens leisten zu können. Die Tatsache, dass manche Völker die dafür notwendigen Fähigkeiten nicht in genügend hoher Ausprägung besitzen, wurde jedoch unter dem schönen Zwang der "political-correctness" ignoriert oder nicht erkannt. Frustration dieser Menschen ist die Glut für weitere andauernde Konflikte und erfordert immer längere Arme der Gesetze. Dies ist keine Multikultur - dies ist die Nicht-Kultur, die Kultur von Grau, die Kultur der Entropie, die Kultur Geld.
    leere
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    25. März 2010

    News: Großstädte fusionieren zu Mega-Städten

    Die Weltbevölkerung wächst immer mehr und es zieht die Menschen vorallem in die Großstädte. Diese weiten sich zu "Mega-Städten" aus.

    The world's mega-cities are merging to form vast "mega-regions" which may stretch hundreds of kilometres across countries and be home to more than 100 million people, according to a major new UN report.[...]The UN said that urbanisation is now "unstoppable". Anna Tibaijuka, outgoing director of UN-Habitat, said: "Just over half the world now lives in cities but by 2050, over 70% of the world will be urban dwellers. By then, only 14% of people in rich countries will live outside cities, and 33% in poor countries."[...]The growth of mega-regions and cities is also leading to unprecedented urban sprawl, new slums, unbalanced development and income inequalities as more and more people move to satellite or dormitory cities. "Cities like Los Angeles grew 45% in numbers between 1975-1990, but tripled their surface area in the same time. This sprawl is now increasingly happening in developing countries as real estate developers promote the image of a 'world-class lifestyle' outside the traditional city," say the authors. Urban sprawl, they say, is the symptom of a divided, dysfunctional city. "It is not only wasteful, it adds to transport costs, increases energy consumption, requires more resources, and causes the loss of prime farmland."[...] Quelle
    Was für ein Klima wird also aller Wahrscheinlichkeit nach in diesen riesigen Städten herrschen ?
    [...]Nor, for that matter, in New York, Chicago, Los Angeles, Miami, Houston and Denver as well as most other overcrowded, gridlocked and congested cities swarming with too many people. How can anyone love breathing toxic air, drive a car in bumper-to-bumper traffic, deal with road rage in others and themselves, and stack themselves up in tiny cubicle apartment buildings? They call it living? I pitch other words into the circle: loss of spirit, loss of community, loss of grass, loss of connection with nature![...]At one time, Detroit, Michigan, at its zenith, became known as the “Murder Capitol of the World.” I worked there for 15 years to witness it. I mean, those boys shot up the joint. Over one million people fled the city in the last 30 years to leave it a wasteland. They fled car-jackings at stop lights. Drugs flowed everywhere and desperate people overwhelmed homeless shelters. Every kind of sickening human behavior manifests in big cities: incest of five year old girls, animal cruelty, child cruelty, misogyny, rape, murder, sex trafficking, entrenched poverty, illiteracy, drugs, shoplifting, burglaries, arson and every kind of aberrant human behavior! [...]Cities breed a collective unhealthiness featured every evening on the news in every major city in the world. The bigger the city, the more killings and other aberrant behaviors. The smaller the city, the less the mayhem. And, when you visit cities of less than 1,000, they suffer virtually no crime whatsoever. Everybody knows each other and community binds them to a common tribe and identity. If we, as a civilization allow another 100 million people to be added to America, and then, another 100 million and 200 million beyond that, we shall see our civilization delivered into a kind of ‘madness’ or unhealthiness heretofore never experienced in the United States. You can see the results in Mexico City with 24 million, or in 28 million in Tokyo, Japan, or Mumbai, India with 18 million, San Paulo, Brazil with 17 million, Shanghai, China with 14 million, Los Angeles with 13 million. Quelle

    Wüchse die Weltbevölkerung nicht beständig, wäre dies sogar eine recht positive Entwicklung - für alle jene, denen noch an weiter, unberührter Natur gelegen ist. So jedoch wird immer mehr Energie und Nahrung benötigt werden, um diese Betongeschwüre mit ihren missgebildeten Bewohnern am Leben zu erhalten, von den entstehenden Abwassern und Müllanhäufungen einmal abgesehen. Immerhin: Die Logistik hinter einer der möglichen Strategien zur Bevölkerungsreduktion würde durch  solch punktuierte Konzentrationen von Menschenmassen enorm erleichtert...
    leere
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    21. März 2010

    News: Uni ist nicht für jedermann

    Liberales/Egalitäres Wunschdenken: Mit der richtigen Erziehung und genügend Bildungschancen kann jeder einen akademischen Grad erlangen!

    [...]Going to college has become a national fad, a rite of passage, millions hope, into the world of hefty salaries and McMansions. The trek to academia has now spread to the working class, who see sending their kids to college as a sign of respectability, like vacationing in Branson, Missouri, owning an SUV, and having a weed-free lawn with a gazing globe. Minorities too are getting into the act, being wooed and financially rewarded by campus administrators to meet institutional racial quotas. But is this crush for diplomas necessarily a good thing? Is it always a prudent investment, for the individual and for society, to be sending junior off to the dorm?[...]The most well-intentioned professor cannot educate those who refuse to be educated. All too often, such students demand that they be passed through the system and awarded a diploma, as they were in high school. [...] Quelle
    Es keine Schande, sich die Begrenztheit seiner Fähigkeiten einzugestehen und seine vorhandenen Talente dafür umso stolzer und umsomehr zu stärken. Schändlich ist es bloß, auf seinem Willen zu beharren, Dritte für sein unweigerliches Versagen in den Gebieten jenseits seiner angeborenen Leistungsmöglichkeiten verantworlich zu machen und somit die Senkung eines Standards zu veranlassen. Das Ego genügt sich zu oft mit Pro-Forma Anerkennungen, Symbolen lediglich, ohne jedoch Substanz und tatsächliche Bestandskraft dahinter zu besitzen. Sozialer Status - der einfache Weg sich gut zu fühlen, ohne etwas geleistet zu haben. Eine Gesellschaft verwässert jedoch ihr Fundament, gewährt sie allen im Namen der Gleichberechtigung und der Wohlfühl-Mentalität auch dorthin Zugang, wo sonst nur die Fähigsten ihres Fachs treten durften. Auf diese Weise wird Exzellenz auf ein annehmbares Maß reduziert und Mittelmäßigkeit erhält Einzug. Sensibler und effektiver wäre es jedem Individuum einen Platz innerhalb der Gesellschaft gemäß seinen Eignungen zuzuweisen. Dem König den Thron, dem Krieger das Schwert, dem Arbeiter das Werkzeug.
    leere
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    18. März 2010

    Heroismus im Alltag

    Die herrschenden Paradigmen der Moderne:

    - Liberalismus

    - Utilitarismus

    - Humanismus

    - Egalitarismus

    - Individualismus

    - Pluralismus

    Jede dieser Gedankenwelten steht unter dem einem Banner: Das Ego. Oder vielmehr: Mein Ego, Ich und mein eigenes Drama. Im Angesicht der Dimension Schmeichelungen und Zärtlichkeiten, welche das Ego jedes Menschen tagtäglich erfährt, indem ihm durch Werbung, externe Statussymbole und allgemeiner Realitätsignorierung weisgemacht wird, er sei Kaiser und seine Kleider die schönsten von allen, wirkt eine Handlungsdevise, welche sich aus der Idee von einer untangiblen, abstrakten Struktur der Welt ergibt - Kosmischer Idealismus - beinahe verrückt. Doch wer folgt den klareren Gedanken ? Jemand, der eine unpopuläre "Wahrheit" erkennt, sich dieser Realität anpasst und zu ertragen vermag oder jener, welcher von der Welt verlangt, dass sie sich nach seinen Wünschen richtet ? Wer ist wirklich nicht bei Sinnen ?

    Wahrheit, wie auch immer man sie definiert, ist etwas, was von vielen Menschen erkannt werden kann - theoretisch. Das bedeutet jedoch nicht, die Wahrheit ergäbe sich aus der Zahl ihrer Anhänger, also aus dem, worauf sich die meisten Menschen einigen, es verdiene die Bezeichnung "Wahrheit". Hinsichtlich einer nihilistischen Weltsicht ist "Wahrheit" die Struktur oder das Design nach dem unsere Welt aufgebaut ist, eine Beschreibung von Wirkungsmustern jenseits moralischer Werteabsolute - schlicht Realismus. Kosmischer Idealismus ist die Studie und die Schärfung unseres Wahrnehmungsvermögens hinsichtlich dieses Designs aus dessen Erkenntnis sich Werte und Handlungsmaßstäbe ableiten lassen, welche diese Struktur erhalten, sie pflegen und auf eine höheren Ordnungstufe zu erheben vermögen, setzt man sich dies als Aufgabe fest. Heroismus im Kontext dieser Philosophie bedeutet nach der Idee von einer kosmischen Ordnung und Ästhetik der Welt zu handeln und im Gegenzug Handlungen zu vermeiden, welche die Ordnung dieses Designs herabsetzen. In dieser Form des Heroismus also projiziert sich das kosmische Ideal in den Willen eines Helden und manifestiert sich in der realen Welt durch seine Taten. Oben genannte Paradigmen als Ausprägungen dogmatischen Anthropozentrismus' besitzen kein solches Ideal, keine Idee einer Struktur der Schöpfung und konzentrieren sich lediglich auf Materielles - den Menschen an sich, als höchstes Gut und Ziel seiner selbst, stets von sich aus los laufend, nur um bei sich wieder anzukommen.

    Heroismus in seiner edelsten und höchsten Ausprägung ist der unmittelbare Kampf auf dem Schlachtfeld, in direkter Konfrontation mit seinem Gegner. Heroismus im Alltag besteht darin, das Richtige zu tun, egal ob es schwierig, anstößlich, schmerzvoll usw. ist. Sein Ideal in Gedanken, Taten & Worten zu leben, auch wenn es nicht der Massenattitüde entspricht.

    - anstatt aus Bequemlichkeit die Plastikverpackung, Zigarette, Heroinadel auf den Boden zu werfen, geht man einen Umweg von 50 m bis zum nächsten Mülleimer ein

    - anstatt mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren, läuft man zum Supermarkt

    - anstatt den Fernseher anzuschalten, überlegt man sich wie trotz Erschöpfung die Zeit am besten genutzt werden könnte

    - in allen Dingen bevorzugt man Qualität statt Quantität

    - ...

    Heroismus ist Disziplin des Geistes & des Körpers. Heroismus ist Stärke und Standhaftigkeit gegenüber Versuchungen der Apathie, des eigenen Komforts aufzubringen, die Überwindung von Passivität hin zur bedachtsamen, detailbegreifenden und aktiven Wahrnehmung des Lebens. Die Sicht eines Helden auf das Leben ist eine holistische, er begreift sich selbst als Teil eines Ganzen, als Mittel zur Verwirklichung und Erhalt einer Idee, nicht als die Idee selber, deren Aufrechterhaltung ihm wichtiger ist, als seine eigene vergleichsweise unbedeutende Existenz. Somit stellt der Heroismus eine transzendente Haltung dar und ist direkt dem Materialismus entgegengesetzt. Richtig und Falsch sind im Kosmischen Idealismus keine moralischen Absolute, vielmehr eine Unterscheidung zwischen konstruktiven und destruktiven Entscheidungen auf die Funktionalität unserer Welt. Der Tod  ist Funktion und kann sowohl fruchtbare, als auch zerstörerische Folgen nach sich ziehen, je nach Kontext.

    Heroismus auf externer Ebene bedeutet sich Hindernissen, destruktiven Entwicklungen und Feinden entgegenzustellen. Heroismus gemäß des Idealismus auf persönlicher Ebene bedeutet, sich seinen inneren Feinden bewusst zu werden und mit ihnen zu ringen, tagtäglich. Dies können Versuchungen der Sinne sein (Sex, Alkoholgenuss, Völlerei...). Bei ihnen ist das Mengenverhältnis entscheidend für einen etwaig destruktiven Charakter dieser geringeren Verführungen. Es können Angewohnheiten oder Charakterzüge sein (Lethargie, Reizbarkeit, Narzissmus, Überheblichkeit...). Auch hier herrscht hinter der Konfrontation mit seinen inneren Dämonen kein moralischer Impetus, es ist vielmehr der Wunsch die Menschheit einer höheren Form näher zu bringen. Heldenhaftes Denken offenbart sich in stetiger Selbstreflektion und - kontrolle. Nur bei den Wenigsten ist ihr Wille komplett identisch mit ihrem Ideal und Helden ohne Makel stellen eine seltene Art unter den Menschen dar. Der Weg ist jedoch das Ziel und so bleibt es einem selbst überlassen, ob man diesen Tag wieder als Held begeht oder seinen Schwächen erliegt.

    leere
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    05. März 2010

    News: Genkartoffel als Kohle

    Trefflich geschriebener Kommentar bei stern.de:

    ´In Deutschland ist die Grüne Gentechnik so unbeliebt wie in kaum einem anderen Land der Welt. Was wenig überrascht. Für die Verbraucher bietet sich hierzulande folgendes Bild: Der Nutzen gentechnisch veränderter Pflanzen ist nicht ersichtlich, die Risiken sind es dagegen. An die Grüne Gentechnik knüpfen sich eigentlich große Versprechen: Pflanzen, die Dürre und Hitze trotzen. Höhere Erträge in der Landwirtschaft, um die stetig wachsende Weltbevölkerung zu ernähren. Weniger Pestizide, so dass die Umwelt weniger Schaden nimmt. Gesündere Lebensmittel, die beispielsweise mehr Vitamine enthalten. Quelle
    Sehr lesenswerter Artikel mit vielen korrekten Argumenten. Die Verfechter der Gentechnik bringen immerwieder das Argument, daß nur diese Technik die ständig wachsende Weltbevölkerung ernähren könne, vergessen dabei aber ein paar Punkte. Wir kennen doch nun alle unsere Wirtschaft und es fällt schwer zu glauben, daß das Preisersparnis eines durch Gentechnik erzeugten Nahrungsmittels den Käufern zu solch hohem Vorteil verhelfen wird, davon abgesehen, daß diese Kartoffel garnicht für sowas bestimmt ist. Vielmehr wird es der Welt im Endeffekt schade, denn es ist eben nicht der richtige Weg dafür zu sorgen, daß die Weltbevölkerung weiter steigt. Der Gedanke an eine Dampflok, die jeden Tag mit mehr Kohle versorgt werden muss, weil sie sonst aufgibt, kommt dabei in den Kopf. Das Feuer im Ofen wird zwangsläufig immer größer und heißer, bis wir irgendwann nichtmehr fähig dazu sind, täglich genug Kohle nachzuschaufeln. Und gesetz den Fall, die Entwicklung eines unbegrenzten Alternativbrennstoffes wäre erfolgreich, wird das Feuer dennoch immer mehr Raum einnehmen, bis schließlich der Zug in Flammen steht...Wie verringern wir die Bevölkerungszahl? Das sollte erklärtes Ziel sein. Die Lösungen sind einfacher und die Welt und unsere Nachkommen würden es uns danken. Necrocapitalist
    HarmWulf
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    03. März 2010

    News: Umstrittenes Patent auf Milchkühe wird geprüft

    Das Patent auf eine Kuh soll nochmals überprüft werden.

    München (dpa) - Das umstrittene europäische Patent zur Züchtung leistungsstärkerer Milchkühe und auf gentechnisch entsprechend veränderte Tiere steht auf dem Prüfstand. Das Europäische Patentamt in München erörtert seit Mittwoch zahlreiche Einwände unter anderem der Umweltorganisation Greenpeace, aber auch des katholischen Hilfswerks Misereor gegen das 2007 erteilte Patent. Die Gegner fordern den kompletten Widerruf. Nach ihrer Ansicht dürfen keine Patente auf Gene, Tiere oder jede Form von Leben erteilt werden. Zudem führten die Zuchttechniken zu einer hohen Rate kranker und nicht lebensfähiger Tiere; das verstoße gegen den Tierschutz. 

    Immerwieder muss man erkennen, daß die Arroganz des Menschen keine Grenzen kennt. Den Besitz auf ein Lebewesen zu fordern ist dabei nur eine Absurdität zwischen vielen anderen, die so weit gehen, daß Wasser jemandem gehörig zu machen. In der Bundesrepublik kann man sich nichtmal aus der Gesellschaft zurückziehen.

    "Ich mache mir das Vergnügen, mir einen Staat vorzustellen, der es sich leisten kann, zu allen Menschen gerecht zu sein, und der das Individuum achtungsvoll als Nachbarn behandelt; einen Staat, der es nicht für unvereinbar mit seiner Stellung hielte, wenn einige ihm fernblieben, sich nicht mit ihm einliessen und nicht von ihm einbezogen würden, solange sie nur alle nachbarschaftlichen, mitmenschlichen Pflichten erfüllten."

    Sogar dieses Zitat von Thoreau ist in diesem Land nichtmehr umzusetzen, weil jedes Fleckchen Land jemandem gehört und erst für viel Geld gekauft werden muss. Es ist zugegeben logisch, daß unsere Ahnen nichtmehr leben, aber man will sich auch nur schwer vorstellen müssen, was sie dazu gesagt hätten, wenn sie wüssten, daß ihr (unser) Land jemand einzelnem gehören kann und mit Geld zu erwerben ist.

    Harm Wulf

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    02. März 2010

    Det som engang var

    Durch das Gebüsch starrten wir

    auf jene

    die uns an andere Zeiten

    erinnerten

    und sagten, dass alle Hoffnung

    für immer

    entschwunden war...

    Wir hörten Elfengesang und

    Wasserrauschen

    Was einst war, ist nun vorbei

    all das Blut...

    all das Verlangen und der

    Kummer, der herrschte

    und die Gefühle, die man greifen

    konnte

    sind nicht mehr...

    für immer...

    Wir sind nicht gestorben...

    wir haben nie gelebt

    Burzum - Det som engang var
    Ist das Leben mitunter grausam, düster, hart, erbarmungslos, voller Entbehrungen und Seelendunkelheit, so ist es auch geheimnisvoll, aufregend, mitunter zärtlich, träumerisch, sonnig und lebenswert - gerade durch seine Ambivalenz wird es erst intensiv. Betrachtet man sein Wandeln auf Erden unter diesem Aspekt, erkennt man den dahinter stehenden Holismus - ohne Dunkelheit kein Licht, kein Streben ohne Risiken. Die Domestizierung der Menschen, die Furcht vor den Menschen selbst, ja dem Leben an sich schreitet immer weiter voran, der Mensch wird unter bürokratischen Regeln klein gehalten, geformt wie das Pressfleisch auf den Burgern der FastFood Ketten, ermutigt lediglich das Ringen um persönliches Wohlsein. In der Hoffnung, durch eine humanistisch-absolutistische Moral und genormte Gesetze Leidenschaft für etwas jenseits der eigenen Wünsche zu unterdrücken, werden nicht bloß potentielle Gefahren, sondern auch große Kraft verhindert. Denn gerade die Leidenschaft ist unserer größter Antrieb, nur ist ihre Richtung nicht vorhersehbar und somit potentielle Bedrohung für ein System, dessen einziges Ziel es selber ist, und nicht etwa das Ausleben eines Ideals.

    Anstatt uns auf die Vermeidung unangenehmer, aber doch gesunder Aspekte des Lebens zu beschränken mit der einzigen Vorgabe Konflikt und Anstrengung zugunsten des persönlichen Komforts absolutistisch zu vermeiden, wäre es weiser und konstruktiver, positive Logik zu gebrauchen und sich auf das Streben nach höheren Zielen - Kultur, Spiritualität, Weisheit, die Entwicklung geistiger und körperlicher Stärke - zu besinnen, während alles diesem Ziel hindernd im Wege stehende zu unterlassen. Alte Zeiten erinnern uns ... an wahre Feindschaft, aber auch wahre Ehrfurcht.

    leere
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    18. Februar 2010

    News: In uns oder auf Erden ?

    Laut dem "House of Representatives" des US-Bundesstaats Utah sollte die Globale Erderwärmung nicht weiter ernst genommen werden. "Puh, Schwein gehabt...

    [...]The original version of the bill dismissed climate science as a "well organised and ongoing effort to manipulate and incorporate "tricks" related to global temperature data in order to produce a global warming outcome". It accused those seeking action on climate change of riding a "gravy train" and their efforts would "ultimately lock billions of human beings into long-term poverty". In the heat of the debate, the representative Mike Noel said environmentalists were part of a vast conspiracy to destroy the American way of life and control world population through forced sterilisation and abortion.[...] Quelle
    ... dann brauch ich meinen Lebenstil ja doch nicht zu ändern. Alles bloß Trug und alles doch gut!" - denkt der Mensch. "Mitnichten!" rufen vier finstere Reiter.  "Erkennt die Zeichen dessen, was noch kommen mag! Eure Massen fressen euren Boden, eure Lebensgrundlage, euren Ernährer, die Natur und ihr vermehrt euch wie eine Plage. Nichts als karges Land bleibt zurück. Eure Begleiter, die Tiere verblassen allmählich, wie es auch euer Bewusstsein für Konsequenzen tut. Ihr sauft und verschmutzt eure Meere und Flüsse, doch noch ist eure Zunge nicht trocken genug, um euer Verhalten zu begreifen. Wo seid ihr Menschen, wo existiert ihr ? Nur in euch selbst oder auf Erden ? Erkennt wo ihr seid oder erkennt es nicht - wir folgen euch stets, mal nah, mal lang, um euch beizeiten daran zu erinnern." Und sie tippen ihm auf die Schulter. Doch der Mensch spürt nichts, hört nichts, ein flüchtig-lästiges Klopfen, ein Säuseln über dem Gekreische des Fernsehers.

    Wird das Tippen der vier heiteren Gesellen mal ein Schlagen und ihr Ruf ein Donner, kommen uns Zwangssterilisation und Abtreibung wie der sensiblere Gedanke vor. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

    leere
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    18. Februar 2010

    Americamania

    Über vermeintliches Gold... (mehr)

    18. Februar 2010

    Americamania

    Nach der Entdeckung des amerikanischen Kontinents durch den unter spanischer Flagge segelnden Christoph Kolumbus im Jahre 1492, setzte im darauffolgenden Jahrhundert die erste "Americamania" ein. Angeregt duch den wirtschaftlichen Erfolg Portugals und Spaniens in dieser frühen Phase der Kolonialisierung, erhofften sich auch andere Nationen, wie Frankreich und England einen solchen Nutzen durch ferne Kolonien - aber auch theologische und politische Motive spielten bei der Expansion dieser Länder eine Rolle. Die Verteilung der Welt begann - ein großer Schritt in Richtung Globalisierung wurde hier getan. Um einer möglichen Auseinandersetzung mit Spanien, das den südlichen Teil der "Neuen Welt" für sich in Anspruch nahm, zu entgehen, konzentrierten sich andere europäische Großmächte vorallem auf den nordlichen Teil des Kontinents.

    Der englischer Seefahrer Martin Frobisher fand, bei dem Versuch eine Nordwestpassage nach Indien zu finden, große Mengen eines wertvoll scheinenden Erzes auf der Baffininsel. Die Euphorie war groß als er dieses Gestein in der Heimat vorzeigte - Es wurde sogar eine Aktiengesellschaft gegründet, die, in der Hoffnung auf großen Gewinn, bereit war, Frobisher finanziell zu unterstützen. Von einer weiteren Reise brachte dieser nun das besagte Mineral in große Mengen nach England. Doch es hatte sich in der Zwischenzeit herausgestellt, dass es sich bei Frobishers "Schatz" bloß um Katzengold handelte...

    Über Vierhundert Jahre später findet nun wieder eine "Americamania" statt. Es werden tonnenweise kulturelle Güter importiert: Musik, Filme, Fernsehserien, Fastfood, Sprache ... - aber auch Marketingstrategien, Managmentideen, moralische Gedanken (z.B auch ANUS), Imobilien-Wertpapiere,... Ich will nicht behaupten, dass es auf dem amerikanischen Kontinent kein echtes Gold gäbe - wir sollten nur verstärkt darauf achten, was über das Meer zu uns hinüberschwappt: Es ist nicht alles Gold was danach aussieht - Spitzt eure Augen...

    Der Affe Zarathustra's
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    14. Februar 2010

    Europa & Islam - Epitom der europäischen Kondition

    Europa's Verhältnis zum Islam als Symptom eines tieferansetzenden Zerfalls. (mehr)

    14. Februar 2010

    Europa & Islam - Epitom der europäischen Kondition

    Islamismus erfährt Aufmerksamkeit wie nie zuvor, keine andere Religion wird momentant derartig fixiert. Minarettverbot in der Schweiz, die Diskussion um das Tragen der Burka in europäischen Ländern unter dem Vorwand des Feminismus, die Förderung der Imam Ausbildung an deutschen Hochschulen - Hitzige Debatten entfachen sich, oft wird ein einzelner Aspekt dieser Religion pauschalisiert, um sie als Gesamtidee anzugreifen oder blauäugig vorhandene Integrationsunwilligkeiten aufgrund übereifriger Toleranz als Recht auf Religionsfreiheit abgetan, mögliche Konsequenzen ignorierend. Immer tiefer und weiter wird nach Argumenten gegraben, auf Seiten der Befürworter und Gegner des Islam gleichermaßen. Hinter den einzelnen Themen selbst ragen die eigentlichen, großen Fragen empor: Was wird innerhalb Europas durch einen expandierenden Islam geschehen und welche Art des Islam können wir erwarten, welche sollten wir zulassen ?

    Sie beten öffentlich, predigen auf Deutsch und suchen Akzeptanz: Muslimische Studenten an deutschen Hochschulen gründen Vereine - und wecken damit auch Misstrauen auf dem Campus. Ihre Mission: Sie wollen für den Islam werben und radikalisierte Glaubensbrüder wieder einfangen. [...]Muslimische Studenten und Akademiker hätten gegenüber Andersgläubigen stärker mit Vorurteilen zu kämpfen: Auch wenn sie hochgebildet seien und sich in die Gesellschaft integrierten, "bleibt die Ausgrenzung bestehen". Student Bacem Dziri: "Wer, wenn nicht wir, kann Radikale zurückholen" Allein der arabisch klingende Name schrecke ab, sagt Schiffauer, "egal, ob da noch ein Doktor davorsteht oder nicht". Das berge ein "hohes Potential an Frustration". "Das Islambild in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten enorm verschlechtert", bestätigt Naika Foroutan, Sozialwissenschaftlerin an der Berliner Humboldt-Universität. Muslime würden viel zu oft zu "Extremisten, Ehrenmördern, Verlierern der Gesellschaft" abgestempelt. Die Leistungsträger unter ihnen würden kaum wahrgenommen. Auch die Identifikation junger Muslime mit ihrer Heimat Deutschland stünde in Frage, "diese Loyalität kaufen wir ihnen häufig nicht ab". [...] Thomas Liebelt, mit Gel frisiert, dünner Bart, ist einer, der seine Kraft nicht mehr fürs Brückenbauen aufwenden mag.[...] Wenn er über den Islam spricht, dann wird aus Thomas, dem Deutschen, Yassin, der Konvertit. [...] Im Arabischunterricht in Freiburg sitzt er stets in der ersten Hörsaalreihe, meist als Einziger. Die Kommilitonen treffen sich ab Reihe drei. Liebelt sagt: "Ich will nicht zu viel Kontakt mit Nichtmuslimen". Er könne sonst in Versuchung geraten, etwas zu tun, was "haram" ist - was ihm sein Islam verbietet. Was das sein könnte, sagt er nicht. Der Islam des Freiburger Studenten ist ein anderer als der von Bacem Dziri: Yassin glaubt an Allah, weil er aus der Gesellschaft ausbrechen möchte - Dziri glaubt, um mit neuem Bewusstsein in die deutsche Mitte hineinzuwachsen. [...] Quelle
    Neben den beiden großen christlichen Konfessionen (zusammen ca. 61 %) stellt der Islam mit knapp 4,5 % (3.5 Millionen) der Gesamtbevölkerung die drittgrößte Religionsgruppe in Deutschland dar, die viertgrößte nimmt die Griechisch-Orthodoxe Kirche mit 7-mal weniger Angehörigen (450.000) für sich in Anspruch. Kein Wunder also, dass der Fokus der Menschen sich immer öfter auf die größer werdende Gemeinschaft legt, zumal diese nicht gerade verlegen darum ist, aus ihrer Nische heraus an die Öffentlichkeit zu treten - und sich solidarisch, konsensbewusst präsentiert, eine gemeinsame Kultur & Spiritualität pflegend, wenn auch in unterschiedlichen Graden, im krassen Gegensatz jedoch zur Kultur des Westens, deren einzig verbindendes Motto mittlerweile ist: "Lass mich mal machen, dann lass ich dich auch machen." Der christlich geprägte, säkularisierte Europäer sieht sich mit Menschen konfrontiert, die sich für ihre Religion einsetzen, sie erhalten und verehren. Die Atomistik als Folge des Egalitar - und Liberalismus hingegen hat in Europa jenen Leim zerstört, welcher die Menschen des Islam über individuelles Eigeninteresse hinaus geschlossen handeln lässt. Hier stoßen sie auf die Grenzen, welche das europäische Selbstbild definieren. Wie ein Schlag aufs Wespennest entfacht dies Aufruhr, denn wie keine andere Gruppe versucht der Islam, diese Grenzen der europäischen Tradition zu überschreiten und somit in den Bereich der Bildgestalter zu gelangen.

    Die Härte ihres Vorstoßes unterscheidet sich durchaus, herrschen in der Interpretation des Islam und seiner Vorgaben doch recht große Diskrepanzen zwischen den einzelen Ausprägungen dieser Religion, die mitnichten gänzlich homogener Natur ist. Hier sollte man differenzieren: Es gibt die Sorte der Unwilligen, solche die sich aus der Gesellschaft ausgrenzen, ihrem Glauben Vorzug vor Integration geben, auf Religionsfreiheit verweisen, patriarchalische Traditionen pflegen und die Akzeptanz als Einbahnstraße sehen. Es herrscht ein angespanntes Klima in der alten Welt, eventuell kochen hier die sogar Urängste Europas vor dem Orient wieder hoch, welche lange kalt lagen. Es gibt aber auch die Sorte der Integrationswilligen, der Bemühten, welche sich "in die deutsche Mitte" eingliedern möchten, Werte und Traditionen Europas respektieren und im allgemeinen moderat auftreten.

    Medien berichten häufig und gerne von No-Go-Areas für Nicht-Muslime, von ethnischen Ghettos, steigender Gewalt gegenüber "Eindringlingen" und starker demographischer Expansion des Islam. Der fundamentalistische Zweig des Islams erfährt Erwähnung in Konflikten, welche im In- und Ausland toben. Warum ? Diese Art von Nachrichten macht Quote, der Mensch fokussiert gemeinhin zunächst das Bedrohliche, Negative und vergisst darüber hinaus das Positive, welches unter Fluten sensationalistischer Nachrichten untergeht. "Die Welt ist am Ende!!" - Mitnichten. Rationalität und selbstkritische Analyse hinsichtlich bestehender Probleme sind Fähigkeiten, die nur den wenigstens in ihren Entscheidungen dauerhaft die nötigen Orientierung bieten. Aufgrund seiner Fremdartigkeit und Medienpräsens entwickelt sich bei den Europäern eine dauerhafte Skepsis, die Angst vor einer Infiltration.

    So erklären sich Reaktionen auf vermeintliche Anstößigkeiten wie die Trägerinnen einer Burka, deren tatsächliche Zahl unbekannt ist, so erklärt sich das Verbot des Baus von Minaretten in der Schweiz, man will dem Fremden, dessen Intentionen man nicht sicher weiß, nicht weiteren Raum zugestehen. Das Alte Europa ist irritiert, wie ist der momentan in öffentlichen Raum strebende Islam zu bewerten ? Einnehmend, verdrängend, kollidierend -- oder moderat, lediglich harmlose Religion einer Minderheit ? Angst vor dem Fremden ist ein grundlegender Reflex des Menschen, insbesondere wenn dieses Willen demonstriert, nicht im Stillen bleibt und demographisch stärker expandiert als man selbst. Europa selbst ist nicht in der Lage ein solides, kulturelles Gegengewicht aufzubieten, als wärfe man mit Sand gegen Felsen. Hieraus generiert sich eine Abwehrhaltung in Zeiten eigener Identitätslosigkeit. Wut staut sich in nicht wenigen Gemütern auf, brodelt dort langsam, Extremisten beider Seiten verschaffen sich Gehör, gegenseitiges Misstrauen der Einen steht dem Bestreben der Anderen nach Dialog & Kompromiss gegenüber. Der letzte Rest Konsens zermürbt sich unter den Diskussionen illusionierter Verteidiger der Aufklärung und pessimistischer "Realisten". Doch sie alle erkennen nicht das größere Bild.

    Tatsachen sind das demographische Wachstum unter Muslimen, die Existenz ethnischer Ghettos, in denen eine starke Antipathie gegenüber Nicht-Muslimen herrscht. In welcher Dimension dies zutrifft, ob die Feinseligkeit dieser Leute pauschal auf ihre Zugehörigkeit zum Islam zurückzuführen ist und ob diese Gruppierungen wirklich eine akute Bedrohung für das Bild Europa's bedeuten, sei dahingestellt. Doch warum existiert ein solcher Eindruck der Bedrohung ? Warum herrscht eine derartige Islamophobie ? Man zeigt gerne mit dem Finger auf dritte, falls das eigene Haus einzustürzen droht ... denn Europa ist schwach, wir schmissen Kultur, Religion, unsere Aristokratie und Stärke, unsere Ästhetik fort, wir zerstören unsere indigene Natur und Landschaft. Tief im Inneren wissen die Europäer, dass das wirkliche Problem einer höherer Ebene entstammt, der Grund ihrer Angst. Es sind nicht integrationsfeindliche Muslime, der Kapitalismus, Nazis oder sonstige vermeintliche tangible Bedrohungen, deren Bekämpfung daher so eindeutig nötig und somit einfach erscheint -- Symptombekämpfung sage ich ... es sind WIR selber, das zersetzte Europa, welches sich in Konflikten nicht mehr zu wehren weiß, dass seiner eigenen Identität und Willenskraft lange verlustig gegangen ist. Wir selber rissen unsere Wehrtürme und Schlösser nieder. Einzig aus diesem Grund kategorisieren wir alles als Bedrohung, was aus seinem Schatten heraus tritt und unsere Kraftlosigkeit zu seinem Vorteil nutzt, sich Europa nach seinen Wünschen formend. Oder zumindst von dem man den Eindruck hat, es wolle und könne das. Die allermeisten Probleme dieser westlichen Welt würden gar nicht erst auftreten, hätten wir noch Ziele, welche über die garantierte Befriedigung jedes Individuums hinausgehen und träte eine neue Entwicklung auf, wüsste man, was und wieviel sich davon zu leisten man im Stande wäre, ohne die Notwendigkeit sich hinter einer aus sozialem Status gefertigten Maske universeller & absoluter Toleranz verstecken zu müssen. Will Europa wieder ohne Furcht leben, muss es sich seiner Traditionen, seiner Menschen und ihrer Fähigkeiten bewusst werden, sie bündeln, einen Konsens bilden und ihn pflegen, jede Nation für sich, fernab einer Herdenphilosphie. Ein kohärentes Wertebewusstsein ist die Quelle des Stolzes, der Macht, der Schönheit und letztenendes der gemeinsamen Kraft, die Stürme der Zeiten zu überdauern.

    leere
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    03. Februar 2010

    News: Sturmleben

    Gewaltige Wildheit, Macht und Pracht der Natur.

    [...]Die Kraft eines Sturms von mehr als 400 Kilometern pro Stunde liegt jenseits menschlicher Erfahrung. Wer nie in einen Tornado geraten ist, wird sich die Energie kaum vorstellen können. Solch ein Wind kann Eisenbahnen von den Schienen heben, Hallen wie Gießkannen umherschleudern und Häuser zu Schutt raspeln, bis ihre Fundamente blank gefegt sind. Nach Extremstürmen wurden Grashalme gefunden, die wie Igelstacheln in Holzwänden steckten.[...] Quelle
    Stehen wir außerhalb der Natur, mit unserer Technik, den Statistiken und eitlen Versuchen, ihr ein Modell aufzuzwängen ? Noch hochmütiger gedacht, sind wir vielleicht sogar fähig, sie zu beherrschen, nach unserem Willen, unserer Moral zu formen, weil es so sein SOLLTE, ohne Konsequenzen oder zumindest mit ausschließlich voraussagbaren Konsequenzen, im heiligen Kampf gegen das "Böse in der Natur" ? Ich denke nicht...

    leere

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    01. Februar 2010

    Stellenausschreibung: Wir suchen...

    ...einen Promoter, welcher aktiv die Perspektive von GNUS & ANUS im deutschsprachigen Raum bekannt macht. Bei Interesse benutze man bitte das Kontaktformular. (mehr)

    01. Februar 2010

    News: Systemerhalt

    Die strafrechtliche Verfolgung von Unwahrheiten und/oder Tabus ist im Ersten Prävention und Zweck zur Aufrechterhaltung der Systemdominanz, und erst im Zweiten edle Verteidigung der Wahrheit.

    Unbelehrbarer Bischof: Auch ein Jahr nach seiner Holocaust-Leugnung hält der Brite Richard Williamson nach SPIEGEL-Informationen an seinen umstrittenen Thesen fest. Aus Mails der erzkonservativen Piusbruderschaft geht hervor, dass Williamson "die sechs Millionen Vergasten" für "eine Riesenlüge" hält. Quelle
    Jedes Machtsystem will sich selber erhalten, sei es durch Verbot, Zensur und öffentliche Ächtung oder durch Elimination/Ausweisung der Dissidenten - es soll die Verbreitung von Gedankengut verhindert werden, welches dem herrschenden Dogma gefährlich sein kann. In diesem Punkt unterscheiden sich die Systeme der Demokratie, des National-Sozialismus, des Kommunismus, des Faschismus, der Monarchie usw. nicht voneinander, alle ringen um Vorherrschaft. Absolute und universale Meinungsfreiheit existiert nicht, aus der legitimen Motivation des Fortbestandes heraus, manche sind in dieser Erkenntnis nur ehrlicher als andere...
    leere
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    27. Januar 2010

    Amor Fati I

    Im All vernimmt man das Wehklagen der Welt. Menschen leiden unter Profanem: zu harte Arbeit, verlorene Liebe, widerfahrene Ungerechtigkeiten oder was sie dafür halten, Finanzkrise, nervenaufreibende Nachbarn. Sie leiden weiterhin unter dem Verlust geliebter Menschen, Existenzbedrohung, Angst vor dem Unsichtbaren und der Zukunft, Krieg, Naturkatastrophen und schlicht vor dem Tod. Leid ist allumfassend präsent, in unterschiedlichen Graden. Schicksal ist der Begriff für das, was uns trifft, ohne dass sich die Möglichkeit geboten hätte, auf den Verlauf des Geschehens Einfluss zu nehmen. Schicksal hat somit zunächst keine Bewertung des Erlebten inne, es steht ihm neutral gegenüber. Ob glücklicher oder tragischer Ausgang, beides liegt jenseits unserer Wirkungsweisen. Dennoch ist der Begriff des Fatum üblicherweise negativ konnotiert, während man für erfreuliche Ereignisse gemeinhin lieber "Wunder" oder "Glück" verwendet, obwohl beide Bezeichnungen auf die Beschreibung einer Unwahrscheinlichkeit hinauslaufen und beide schon allein statistisch gesehen normalverteilt, sowie rein zufällig gestreut sind.

    In glücklichen Umständen erscheint uns der Zweck hinter der unerwartet widerfahrenen Gunst nicht bloß als nicht erfragenswert, er kommt uns kaum in den Sinn. "Glück gehabt! - Das ist halt so! - Danken wir dem Herrn." Licht scheint in diesen Momenten auf uns und vermag zunächst nicht getrübt zu werden. Seltsamerweise hinterfragen die meisten Menschen die Ursachen eines Effekts stets nur dann, wenn es sie hart getroffen hat oder die Situation eher unerfreulich ist. Warum reagieren Menschen mit der gleichen Akzeptanz nicht auch im Angesicht der Dunkelheit ? Im Geiste ordnen sie die Geschehnisse, je nach Ausgang, bösen oder guten Intentionen einer höheren Macht zu, ausgehend von der Annahme, diese "Macht" teile ihre Vorstellungen von "Gut & Böse". Ihr Ego wehrt sich dagegen, Opfer, nicht Nutznießer dieser Effekte zu sein, welche nicht kontrollierbar sind und gleichzeitig als schmerzhaft empfunden werden. Der Glaube an die geistige Entscheidungsouveränität des Menschen verbietet es ihnen, aus der Rolle des Beeinflussenden zu treten, was sie wiederum binäre Wertekategorien bilden lässt, geschieht ihnen Unangenehmes, ergo "Böses", doch ausschließlich gegen ihren "freien, persönlichen Willen" und muss ausgemerzt werden.

    Wieviele von uns haben in der Begegnung mit dem Unkontrollierbaren dennoch, trotz ihrer Aufgeklärtheit, schon zum Himmel hochgeschaut, flehend oder die Faust ballend und sich fragend:" Warum ?". Oder noch öfter: "Warum gerade ich ? ". Ihr in Verfluchung des Schicksals deutlich gemachter Unmut ist bezeichnend für die Suche nach Sinn oder einer höheren Ordnung. Zum Zwecke der Orientierung unseres Wandels auf Erden sehnen sich die Menschen, heute wie damals, nach Erklärungen und Methoden, welche das Absurde, Entsetzliche und Gewaltätige, das Rätselhafte der Existenz ertragbarer machen sollen - oder sie suchen nach Ablenkung und Vergessen, denn aus den Augen bzw. Kopf und somit auch -- aus der Welt ? Oder ? Definieren wir für diesen Artikel den Begriff des Schicksals als Synonym für negative Erlebnisse -- Leid, Konflikt, Verlust usw. .

    Generell gibt es wohl drei Kategorien, in denen sich die Methoden im Umgang mit den (zunächst) persönlich als destruktiv empfundenen Kräften und seinen Manifestationen in unserer Sinneswirklichkeit einordnen lassen.

    1. Man kann sie aus seinem Empfinden verbannen, sei es durch Abhärtung oder Betäubung. Betrachten wir zwei Beispiele dieser Taktik:

    Der Kynismus lehrt eine vollkommene Bedürfnislosigkeit und Gleichgültigkeit dem Schicksal gegenüber, auch gegen menschlichen "Affekten" wie Liebe, Ehre, Leidenschaft, Furcht und Schmerzen. Die Umschreibung "Fels in der Brandung" lässt sich vermutlich auf die eiserne Kälte und Unbeweglichkeit dieser Geisteshaltung zurückführen. Einziges Ziel des Lebens sei das individuelle Glück, welches sich lediglich durch ein tugendhaftes Leben erreichen lässt, Tugend hier wage durch ein Leben "gemäß der Natur" charakterisiert. Zum Zwecke der Bedürfnislosigkeit werden Moral, Kunst und Emotionen bis hin zur Verachtung abgelehnt. Wozu das ganze ? Indem jegliche Sensibilität gegenüber den äußeren Umständen schlicht verneint und eine Hingabe an profane Dinge vermeidet wird, erzeugt man zwar einen geistigen Panzer, welche uns vor Unannehmlichkeiten schützt und das Leben ertragen lässt, gleichzeitig vollzieht sich jedoch auch eine Tötung des Willens und der Ehrfurcht vor allem Schönen und Ewigem. Leidenschaft (Leiden schafft) als unbedingte Voraussetzung zum aktiven Streben und als treibendes Wesen allen Schaffensdrangs kauert betäubt im Inneren des Kynikers.

    Der Rückzug in sich Selbst ist verbindendes Prinzip von Kynismus und der aktuellen Konsumgesellschaft, nur statt der Bildung eines Hautpanzers der Bedürfnislosigkeit treibt man es in entgegengesetzter Richtung in die Extreme -- mediale Heraufbeschwörung einer Masse an synthetischen Bedürfnissen. Doch badet man zu lange in seiner Begierde, wird die Haut weich und lässt Hiebe tiefer als üblich eindringen. Mit aller Macht ist man daher bemüht, Konflikt und Leid durch diesen glänzend funkelnden Vorhang der schnellen Befriedigungen zu verschleiern, welcher Konsum heißt. Gespickt mit einem immensen Schmuckmuster aus vielen leuchtenden (Glas-)Diamanten fällt es schwer, nachdem einmal die Sensation des Augenblicks vorüber ist, nicht wieder den Blick auf einem der anderen schnell entdeckten Funkeleien zu verlieren, denn der nächste Schein verleitet schon zu ausschweifender Betrachtung. Jeder erneute Blick ist eine Zeit lang das erhoffte Glück, doch liegt hierhin der Trugschluss. Es ist nur oberflächlicher Glanz, zweidimensional, ohne Substanz, leer, ein dünner Film, der Vorhang, der die Welt vor den Menschen verbirgt. Gelockt von Künstlichkeit zu Künstlichkeit vergessen die Menschen die Tiefe der Landschaft hinter dem Vorhang, deren Sturm hier nur als Flüstern erscheint, jedoch allzuleicht die Oberflächlichkeit des Vorhang wegzureißen vermag, auf gaffende Kreaturen mit blinzelnden, leeren Augen treffend.

    Die Methode Hedonismus, diese materialistische Weltauffassung, die von ihrer Natur her lediglich das Tangible als wertvoll ansieht und daher den Konsum fassbarer, schnell erreichbarer Güter und Sinnesgenüsse propagiert, eignet sich nur zu gut, um die Aufmerksamkeit der Menschen sich und ihrer Umgebung gegenüber bis zur Abstumpfung hin zu betäuben. Somit wäre das Ziel erreicht, das eigene Schicksal wird nicht wahrgenommen, verborgen durch angenehme Illusionen zwar, doch wird mit ihnen kein tieferer Sinn der Existenz, keine tiefere Erfahrung erlebt aus der dauerhaftes Glück wachsen könnte, verweilen die Menschen letztendlich weiterhin HINTER ihrem sicheren Vorhang und kratzen nur an der Hülle des Lebens. Weil Leid universell als verdammungswert angesehen wird, gilt die Aufmerksamkeit der Menschen ausschließlich der Verfolgung dessen, was "Glück" verspricht. Jedoch verlieren die Menschen dadurch die Fähigkeit zu ertragen, auszuharren, während im Gegenzug das Freudenmoment der Befriedigung immer kürzer wird und trifft sie das Schicksal doch einmal, dann trifft es sie um so härter. Befreit der Kyniker sein Innerstes von jeglicher Begierde, macht sich innen leer und außen hart, so füllt sich der Hedonist stattdessen mit Begierde, bis er die äußere Welt aus seiner Kiste des Selbst heraus nur noch dumpf vernimmt.

    "Und also sprach Zarathustra zum Volke:

    Es ist an der Zeit, dass der Mensch sich sein Ziel stecke. Es ist an der Zeit, dass der Mensch den Keim seiner höchsten Hoffnung pflanze.

    Noch ist sein Boden dazu reich genug. Aber dieser Boden wird einst arm und zahm sein, und kein hoher Baum wird mehr aus ihm wachsen können.

    Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch nicht mehr den Pfeil seiner Sehnsucht über den Menschen hinaus wirft, und die Sehne seines Bogens verlernt hat, zu schwirren!

    Ich sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. Ich sage euch: ihr habt noch Chaos in euch.

    Wehe! Es kommt die Zeit, wo der Mensch keinen Stern mehr gebären wird. Wehe! Es kommt die Zeit des verächtlichsten Menschen, der sich selber nicht mehr verachten kann.

    Seht! Ich zeige euch den l e t z t e n M e n s c h e n.

    „Was ist Liebe? Was ist Schöpfung? Was ist Sehnsucht? Was ist Stern?“ - so fragt der letzte Mensch und blinzelt.

    Die Erde ist dann klein geworden, und auf ihr hüpft der letzte Mensch, der Alles klein macht. Sein Geschlecht ist unaustilgbar, wie der Erdfloh; der letzte Mensch lebt am längsten.

    „Wir haben das Glück erfunden“ - sagen die letzten Menschen und blinzeln."

    - Nietzsche

    Welche Philosophien der Menschen weiter heranzieht, um die Macht des Schicksals handzuhaben, wird im zweiten Teil erläutert...

    leere
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    27. Januar 2010

    Amor Fati I

    Schicksal - und wie wir mit ihm umgehen. Teil I (mehr)

    24. Januar 2010

    News: Überwachungsentwicklung in GB

    Großbritannien's zukünftige Überwachungsgeier.

    Demonstranten, Autobahnraser, Umweltsünder: In Großbritannien werden sich viele Bürger dem wachsamen Auge des Staates künftig kaum mehr entziehen können. Drohnen sollen laut Plänen der Regierung auch für zivile Spähzwecke eingesetzt werden - schon 2012 könnte es soweit sein. Quelle
    Löst sich die moralische Eigendynamik eines Volkes auf, bleibt den Herrschenden nur noch Tyrannei. Der im Staat hochgehaltene Individualismus von exzessiver Art und die plakative Liberalität stehen zunächst im krassen Gegensatz zur Tyrannei, doch führt diese "Befreiuung" vom gemeinsamen Wertekonsens zugunsten des Kommerzes zur Atomisierung der Gesellschaft -- Chaos herrscht, komponiert aus den Einzelwillen jedes Bürgers. Taumelnd versucht man, Kontrolle über das Chaos zu erlangen, welches man selber verursacht hat -- die Folgen der Wohlfühl-Mentalität. Das letzte Aufbäumen eines fallenden Landes.
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    22. Januar 2010

    Schweigt der Menschen laute Lust...

    Schweigt der Menschen laute Lust:

    Rauscht die Erde wie in Träumen

    Wunderbar mit allen Bäumen,

    Was dem Herzen kaum bewußt,

    Alte Zeiten, linde Trauer,

    Und es schweifen leise Schauer

    Wetterleuchtend durch die Brust.

    -- Joseph von Eichendorff

    Besinnung - Kontemplation - die nötige Ruhe, um die Welt und sich als Eins zu erfahren. (mehr)

    N e u e s



    "Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
    es ist nicht genug, zu wollen,
    man muß auch tun."
    - J.W. Goethe


    "Das Vieh stirbt und Freunde sterben, endlich stirbt man selbst:
    Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
    wer guten sich gewann."
    - Havamal



    "Wenn die Menschen über Gott sprechen, denkt ein Nihilist an Gestalt und Struktur eines Waldes."
    - Vijay Prozak