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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Schicksal

02 03 08 - 11:15
Von Alexis

Die meisten Leute schrecken zurück wenn ich ihnen sage, dass ich an Schicksal glaube. Das schiere Wort "Schicksal" scheint schon so fremd, unkontrollier- und unvorhersehbar, etwas, das wir weder ändern noch sonst wie beeinflussen können. Das verunsichert die Leute, denn es erschüttert ihren modernen Glauben an individuelle Freiheit und Fortschritt, sodass keiner ein Beethoven, ein großer politischer Anführer oder eine große historische Figur werden kann. Vergesst unsere Bemühungen, eine einheitliche Welt zu schaffen. Die derzeitige Entwicklung zeigt uns eine Welt, die niemals skrupelloser und diskriminierender war als heute. Warum ist das so?

Ich glaube, dass jeder von uns ein eigenes Schicksal hat. Der logische und einfache Weg dem nachzugehen liegt in der Biologie. Unsere biologische Herkunft gibt uns vor, wenn auch nicht zwanghaft, welche Gedanken und Taten wir in Bezug auf bestimmte Verhaltensmuster legen. Wir sind über Generationen die Produkte unserer Eltern; eigentlich nur ein kleiner, simpler Haufen genetischer Kode in einer langen Blutlinie von Individuen und Entscheidungen - einschließlich wessen Partner du bist und in welcher sozio-kulturellen Umgebung du aufgewachsen bist. Alles wird Einfluss auf unsere zukünftigen Generationen haben. Aus einer gesellschaftlichen Perspektive wird das noch einfacher zu verstehen sein: Verschmutzt du heute unseren Planeten, werden die Menschen von morgen darunter leiden.

Genetik ist ein guter Anfang, um das Konzept des Schicksals zu verstehen; diese Wissenschaft besagt, dass individuelle Freiheit nur dann wichtig wird, wenn sie im Kontext zu bestimmten Faktoren steht. Faktoren, die entscheiden, ob wir hervorragen oder degenerieren. Jemand hochintelligentes kann sich dennoch zu einem Versager entwickeln, wenn er sein Leben in einer Umgebung verbringen muss, die ihm all seine Kreativität, Stimulation und Stärke raubt, die er zum Entfalten benötigt.
Die grundsätzliche Basis, sein logisches Denken, wird immer vorhanden sein. Aber um in einer Gesellschaft, die jegliche Veränderung scheut, geniale Ideen hervorzubringen, wird diese selten zum Einsatz kommen (darum begehen auch viele intelligente Menschen Selbstmord.)

In anderen Worten: wir sind von Geburt an mit bestimmten Eigenschaften, Fähigkeiten, Stärken und Schwächen ausgestattet. Was zählt, ist nicht nur einfach wie wir beschaffen sind, sondern wie wir unsere Fähigkeiten nutzen, um die Welt um uns herum zu gestalten. Genau in diesem Punkt kommt das Schicksal ins Spiel: All unsere Fähigkeiten sind Gaben unserer Eltern - weiter ausgeholt, sogar von unseren Großeltern, uralten Traditionen und möglicherweise auch von Göttern und Göttinnen. Und als solche müssen wir sie erhalten. Gaben sind etwas, dass man sich zurückwünscht. Wie? In dem man ihnen gerecht wird.

Du sollst der werden, der du bist!

- Friedrich Nietzsche

Indem wir unser Können gebrauchen und unseren Träumen nacheifern, die uns mit Hilfe unserer positiven Eigenschaften zum Erfolg verhelfen, versuchen wir aktiv uns selbst als Individuen zu verwirklichen. Schicksal als ein Phänomen kann natürlich auch als etwas größeres gesehen werden: das Schicksal einer örtlichen Gemeinschaft, das Schicksal unseres Planeten und das Schicksal der Menschheit. Ein einzelnes Schicksal ist damit immer mit einem größeren verbunden und ein Leben im Einklang mit sich selbst zu leben bedeutet immer auch, dass das persönliche Schicksal dem selben Ziel oder Ideal wie das Schicksal einer anderen Person, Kultur oder Gruppierung folgt. Durch diese gemeinsame Verbindung entstehen Liebe, Kultur und Zivilisation.

Das mag vielleicht zum Gedanken führen, dass das Schicksal ein langer Weg durchs Dickicht ist, welchen wir alle gehen müssen. Aber um dieser Metapher mehr Eindeutigkeit zu geben, müssen wir auch erkennen, dass dieser Pfad niemals geradlinig oder direkt ist. Um genau zu sein - wenn es so wäre, dann wäre es einfach nur eine Sache des Schritttempos bis zum erfüllten Leben. Für uns, die wir schon eine Weile auf diesem Planeten gelebt haben, ist es klar, das dass nicht der Fall ist. Wie oft sind wir denn nicht schon mal über Steine gestolpert, haben die falschen Pilze gegessen, sind bei Sturm hinaus geschwommen, erkletterten einen hohen Berg oder sind ängstlich zum Geheul der Wölfe eingeschlafen?

Es ist nicht verwunderlich, dass viele Leute Angst davor haben ihrem eigenen Schicksal nachzugehen, denn es bedarf besonderer Kraft, Mut und Idealismus. Ohne Hoffnung oder Träume kann man nicht voranschreiten. Welchen Sinn hat es einen gefährlichen Pfad zu beschreiten, der niemals zu enden scheint, solange man sich nicht ein Licht am Ende des Weges vorstellen kann? Die Bequemlichkeit daran liegt widersprüchlicher Weise in einer künstlichen Kombination unseres vordefinierten Potentials und dem Sinn eines Abenteuers, das die Fähigkeit der Konflikt- und Verlustbewältigung fordert.

Manch einer würde wohl sofort tot umfallen. Das ist der Lauf der Natur. Andere werden sich durchs Leben robben und ein paar Fähigkeiten durch harte Arbeit abdecken - Gerechtigkeit? Im Leben gibt es kein Gerichtigkeit. Alles spielt sich zwischen ungleichen Faktoren ab die neuen Möglichkeiten gerechtwerden, sie verschwinden lassen und sie erschaffen; "des einen Verlust ist des anderen Gewinn". Wenn der Weg zur Selbsterfüllung leicht wäre, wären die meisten schon nach ein oder zwei Tagen auf dem Rückweg. Wir benötigen Spannung, um das Leben zu lieben und zu wissen wofür es gut ist.

Sein oder Nichtsein; das ist hier die Frage:
Obs edler im Gemüt, die Pfeil und Schleudern
Des wütenden Geschicks erdulden oder,
Sich waffnend gegen eine See von Plagen,
Durch Widerstand sie enden?

- Hamlet

Spannung tritt ebenso im individuellem Schicksal auf, wie Shakespeares Hamlet zeigt - Wenn du deinem Schicksal nicht aktiv hinterher gehst, wird es einfach zum Opfer einer größeren Bestimmung jenseits deiner Kontrolle. So bald wir aufhören die Kontrolle über unser eigenes Leben zu übernehmen, werden wir zum Werkzeug anderer Willen. Gerade darum enden viele gutherzige und wohl gesonnene Menschen als ausgenutzte Opfer von Parasiten. Individualität ist unsere Waffe um uns gleichwohl zu schützen und zu hegen, wer wir sind, während wir gleichzeitig anderen widerstehen, die versuchen uns in passive Sklaven zu verwandeln. Es gibt keine heilige Mitte oder goldene Balance in der wir aufhören uns über unseren Lebensweg Gedanken zu machen und einfach nur im Fluss auf Erfüllung zutreiben. Genauso wie bei körperlichen Übungen kannst du nur fitter werden oder nachlassen. So bald du aufhörst dein Leben zu gestalten, wirst du in die Abgründe der Passivität stürzen und folglich wartet der Tod.

Darum ist es auch nicht verwunderlich, dass die Leute ihren eigenen Weg aufgegeben haben und den Rest des Lebens als hirnlose Zombies in einer bürokratischen, leblosen Gesellschaft, die alle Unterschiede, Herausforderungen und Ideale auslöschen will, zu verbringen. Der Mechanismus der Masse zieht uns langsam zu sich in die Unterwelt des Junk Food, Beliebtheit, politischer Korrektheit und Promiskuität. Einen Anti-Trend dagegen zu entwickeln ist keine Lösung, denn dieser wird ebenso zum Trend und von dem selben Hintergrundlärm der modernen Gesellschaft verschluckt.

Der einzige Weg dem zu widerstehen ist, dein Leben nach deiner Bestimmung nach zu leben. Hast du erst einmal den Schritt getan, wirst du auch in der Lage sein dein Leben weiter auszubauen und dafür zu arbeiten die Kultur, die Leute und deine Umgebung, die dich und deine Ahnen schon tausende Jahre zuvor geprägt haben, zu schützen und zu pflegen. Wenn diese Linie unterbrochen oder gestört ist, hast du die Möglichkeit eine für kommende Generationen zu schaffen. Schicksal lässt dich nicht in die Zukunft blicken, aber es ist wie ein Stern, der dir sowohl Licht in Situationen spendet, die du nicht beeinflussen kannst, als auch dir die Richtung weist, wenn du akzeptiert hast wer du bist und was du zu tun hast.

Wer, mein Freund, kann zum Himmel aufsteigen?
(Nur) die Götter können für immer mit Shamash weilen.
Für die menschlichen Wesen sind die Tage gezählt und
was auch immer sie erreichen versuchen wird nichts als Wind sein.

- Gilgamesh

Die Botschaft ist nie vollständig verständlich und die, die nach der einen richtigen Antwort auf all ihre Fragen suchen, werden es vergebens tun. Das ist der abenteuerliche Teil des Lebens; wir wissen nicht was hinter der nächsten Ecke lauert, aber unser Schicksal gibt uns die Kraft und Courage allem entgegenzutreten, ganz egal ob es wehtun oder erfreuend sein wird. Wir müssen es als weitere Erfahrungsquelle in einer zeitlichen Abfolge von Strukturen sehen, die uns wiederum Weisheit beschert, mit der wir in der Lage sind unseren zukünftigen Kurs weiter zu erkunden. Die Suche wird niemals enden; das Bedürfnis uns selbst zu erfüllen ist ein realistisches Ziel und ein unmöglicher Zustand zugleich. Schicksal ist keine Perfektion, aber ein Hinweis auf Vollständigkeit die wir in uns spüren, wenn wir lieben, in den Krieg ziehen, ein Buch schreiben, in der Natur spazieren oder zu großartiger Musik lauschen. Die Echtheit von Schicksal überwiegt sich selbst bereits als Ideal. Wir sind nicht dazu geschaffen um Götter zu werden, aber unser Leben zu leben, auf das es das Göttliche wiederspiegelt.

Um ein Nihilist zu sein, muss man sein Schicksal erkennen und die Illusionen, die uns davon abhalten unsere Ziele zu erfüllen, beiseite schieben. Leben ist das, was wir daraus machen. Obwohl es auch Leute mögen gibt, die uns unterstützend zur Seite stehen, dürfen sie niemals den einzigen Grund ausmachen warum wir weiter machen. Einfach weil die Sicherheit ein zerbrechlicher Vorwand ist - einmal verloren, realisieren wir wieder, dass wir dem Graus alleine begegnen müssen. Was tun, wenn man den Mächten des Donners und Sturm allein ausgesetzt ist? Widerstehen, fortfahren, Erfolg haben. Alle andere werden umkommen.

Der Vorteil ein Mensch zu sein ist, mag unsere Reise auch einsam sein, das die Erfahrungen als solche keinesfalls einsam sind. Es gibt einen Grund warum wir in der Lage sind uns Werke von Homer, Plato und Sophokles anzueigenen und uns selbst wiederzuerkennen, in diesen Charakteren, die durch den ewigen Kreislauf des menschlichen Lebens gehen; das naive Kind, der idealistische Jugendliche, der standfeste Ehemann und der weise, aber müde alte Mann. Die Geschichte verläuft zyklisch, das heißt, das Wesen menschlichen Lebens hat sich nie und wird sich höchstwahrscheinlich nie ändern. Wir können von denen lernen, die vor uns lebten, gleichermaßen; wenn wir denken die ganze Welt hat sich gegen uns verschworen, um uns von unserem Weg abzubringen, brauchen wir uns nur daran zu erinnern, dass unser Weg nichts Neues und seine ausgehende Bedeutung ist nicht wichtiger als ein leisen Flüstern in der Ewigkeit des Kosmos.

Erkennen wir unser Schicksal und bringen es mit der Welt, die uns geboren hat, in Zusammenhang, dann sind wir genauso in der Lage uns von Depression, Schuld, Selbstaufgabe und Passivität zu befreien. Während all diese Gefühle natürlich sind und von Zeit zu Zeit im Leben auftauchen, eine permanent negative Einstellung zum Leben wird sich in negativen Ergebnisen niederschlagen, da wir nicht in der Lage sein werden, die Herausforderungen des Leben als konstruktiv und bedeutsam zu sehen, sondern eher als grundlegende Barrieren, die wir nicht durchdringen können. Wenn wir nach den Sternen greifen, die nur für uns zu leuchten scheinen, erinnere dich daran, dass jene Sterne schon ewig scheinen und auch weiterhin für Millionen Leute scheinen werden, um sie in unterschiedliche Richtungen durch das Leben und Tod zu führen. Wir, als Individuen, sind nicht wichtig, aber nichtsdestotrotz - was wir erschaffen spiegelt wieder, was wichtig ist und was unserem Leben automatisch Sinn und Zweck verleiht.

Bist du bereit dein Schicksal in die Hand zu nehmen?


Unser Dank geht an rm für die Übersetzung
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"Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug, zu wollen,
man muß auch tun."
- J.W. Goethe


"Das Vieh stirbt und Freunde sterben, endlich stirbt man selbst:
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
wer guten sich gewann."
- Havamal



"Wenn die Menschen über Gott sprechen, denkt ein Nihilist an Gestalt und Struktur eines Waldes."
- Vijay Prozak



"Die Weisheit besteht nur darin, weder das Nichts, das der Mensch ist,
noch die Schönheit,
die manchmal in seinen Händen entsteht, jemals zu vergessen."
- N.G. Dávila