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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Plastik, unsere künstliche Welt. Teil 1

29 02 08 - 10:46
Plastik, unsere künstliche Welt. Teil 1

Zu fragen, ob Künstlichkeit nicht auch Natürlichkeit sei ist eine Suggestivfrage. Unterschwellig drückt sie die Anschauung aus, dass der Mensch an sich von der Natur losgelöst existiert und handelt. Die Ursache für diese vieleorts anzutreffende Anschauung findet sich im Weltbild des "Anthropozentrismus"; jenes besagt, dass der Mensch "das Maßstab aller Dinge sei". Die Welt und alles was sich auf ihr befindet sind damit der Willkür des Menschen ausgeliefert, da sie nur seiner Genugtuung dienen. Die Erde, sie soll ihm untertan gemacht werden.

Nicht nur denjenigen, die die GNUS Nachrichten verfolgen dürfte die aktuelle Umweltsituation (die zu allem Überfluss noch populistisch ausgebeutet wird) geläufig sein. Ich behaupte, dass sie das Produkt einer rücksichtslosen, egoistischen Geisteshaltung ist, die als Maxime gesetzt wurde. Das alles geschah doch nur, Hand aufs Herz, damit gewisse Menschen absoluten Wohlstand erreichen. Für diese Menschen ist materieller Wohlstand das Nonplusultra, sinnliche Befriedigung und Hedonismus werden als Ziel jeden Handelns gesetzt. Diese Vergnügen sind jedoch nur kurzfristig und verbrauchen sich beim Konsum; im Endeffekt hat man durch sie nichts konstruktives erreicht, sodass man wieder bei seiner Unzufriedenheit endet. Da der vorangegangene Reiz nicht mehr ausreichend ist, bedarf es eines höheren. Konsumieren, konsumieren, konsumieren.

Diese Einstellung ist wahnsinnig und wird früher oder später zum irreversiblen Kollaps von allem was davon affektiert wird führen. Das Wiederholen dieser Binsenweisheit führt jedoch nicht zum Erfolg, ist es schliesslich ja auch so, dass die Zielgruppe dieser Seite unlängst der Lage gewahr worden ist. Das Einhämmern ad nauseam führt irgendwann zu einer Abstumpfung gegenüber der Thematik, etwas, was tunlichst vermieden werden muss. Interessanter wäre es jedoch, den Ursprung dieser rücksichtslosen Mentalität zu ergründen. Symptome zu therapieren behebt die Ursache nicht - die Ursache jedoch, die ich gleich einkreisen werde, zu therapieren mag vielen zynisch erscheinen, doch will ich es mir nicht nehmen lassen, mit diesen heissen Kohlen zu hantieren:
"Mache dir die Welt untertan". Zweifelsohne ist unsere Kultur und Geschichte vom Christentum geprägt, doch ich behaupte, dass die meisten "westlichen" Werte wie Mut, Ehre, Gerechtigkeit usw eher aus einer vorchristlichen Kultur enstammen. Das Christentum, oder zumindestens dessen weltliche Vertreter, haben versucht, hiesige Wertevorstellungen mit christlichen zu vereinen. Naturgemäß waren beide widersprüchlich, auf der einen Seite ein stolzer, weltbejahender und naturverbundener Wertekanon und auf der anderen Seite Demut, Mitleid und Weltverneinung. Aufgrund der damit verbundenen Niedrighaltung des Selbstbewusstseins hatten sich die christlichen Vertreter als Ziel gesetzt, Andersgläubige zu missionieren; hätten sie genügend Rückgrat gehabt, hätten sie es ganz einfach nicht getan. Kein Rückgrat zu haben, das ist haargenau das, was das Christentum per se propagiert - Demut. In einem langwierigen und augenscheinlich schmerzhaften Prozess hat sich jedoch das Christentum "durchgesetzt" in dem es die Namen in heidnischen, naturreligiösen Anschauungen und Geschichten durch biblische ersetzt hat. Dann noch ein paar kleine, innoffizielle Änderungen mehr im Alltag der Menschen, etwas weltliche Macht und Wohlstand und fertig war das europäische Christentum. Die Verbindung von indoeuropäischem Heroismus mit christlichem Demut hat zum grausamen, religiösen Fanatismus des Mittelalters geführt. Und dazu, dass der Mensch sich nicht mehr als ein Teil der Natur sah, sondern sie vielmehr versuchte, sich untertan zu machen. Naturverbundenheit, ein essentieller Punkt der vorchristlichen Naturreligion war schlussendlich nicht mit dem weltlichen Christentum vereinbar. Bis heute hat sich diese Mentalität weitergetragen.

Die Welt ist nicht für den hemmungslosen Konsum des Menschen gemacht. Diese Art von Konsum ist undurchdacht, egoistisch und schlichtweg stupide. Exakt das, was viele Menschen epitomisieren: 8 Stunden einem bürokratischen Job nachgehen, 6 Stunden fernsehen und zu McDonalds gehen. Und das alles nur wegen einem Konzept von individueller Freiheit, alles zu tun, was man tun will. Bei dem Wahnsinn in der Welt ist es wichtig, sich darauf zu besinnen, was wirklich notwendig und wichtig ist - zu verhindern, dass korrupte Globalisten uns mit in den Ruin reissen.

Wigr
Bilder:http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Scenic_View_on_a_Clearcut_Hill.jpg
http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Pollution_eau_versailles.jpg

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