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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Altruismus

10 01 08 - 04:41

Altruismus

Von Alex Baum, übersetzt von Herzog von Blangis, 11. Dec. 2006

In letzter Zeit habe ich in dem sozialen Umfeld, in dem ich bin, ein wachsendes Phänomen beobachtet, oft in Diskussionen über Politik und Religion. Es sollte keine Überraschung sein, dass die globale Erderwärmung, steigende Nervosität in Bezug auf "demokratische Zensur" und die ethnischen Konflikte, die zur Zeit in den multikulturellen Gesellschaften des Westens wild wuchern, eine exorbitante Fülle an Debatten in den öffentlichen Medien, sozialen Gruppen, Schulen, Kulturzentren u.s.w. erregen. Dies bedeutet, dass alle Menschen, von den Hochintellektuellen hinunter zu den selbsterklärten Zurückgebliebenen, sich in heißen Gesprächsrunden über Möglichkeiten, diese Probleme zu lösen, ergehen. Bevor wir die direkten Auswirkungen dieser Ideen (materialistischer Kapitalismus, moderne Demokratie, Multikulturalismus) sahen, versicherten uns unsere politischen Dogmen, dass wir uns nach dem zweiten Weltkrieg in die Richtung von Freiheit und Einigkeit bewegten. Stalin war weg, Hitler war toter als tot und die Atombomben sind nie explodiert -- wir waren auf dem Weg in den Himmel.

Ungefähr 60 Jahre später fangen wir an zu sehen, wohin wir uns begeben: Millionen von Spezies verschwinden von dem Antlitz der Erde, katastrophale Klimawechsel, Demokratien, die verdeckt die öffentlichen Medien zensieren, um erst gar nicht die Desaster des Multikulturalismus zu erwähnen; mit Gesellschaften, die versuchen zu entscheiden, welche kulturellen Werte es wert sind, für sie einzustehen (sie können nicht entscheiden, also fallen sie automatisch in liberale Konsumgesellschaften zurück, mit dem einzugen materiellen Symbol, welches alle Menschen vereinen kann: Geld). In diesem Sinn fangen Menschen jetzt ernsthaft an, sich Sorgen zu machen, sich fragend, wie die Menschheit die offensichtlichen Fehler dieses Mal reparieren wird.

Es ist in diesem kulturellen Klima, dass ich jeden Tag zu Liberalen, Humanisten, Katholiken und Demokraten spreche, über die angesagten Themen der Woche. Und mit je mehr Leuten ich debattiere, desto mehr fange ich an zu verstehen, wie unsere moderne Gesellschaft in der Lage ist, die Facade aufzubauen, die fälschlicherweise und völlig bewußt den Menschen zu verstehen gibt, dass "wir in der Lage sein werden, diese Probleme in null komma nix zu lösen", wobei immernoch nichts tatsächlich getan wird, um die grundlegenden Probleme zu lösen; Menschen heutzutage benutzen Egoismus verkleidet als Altruismus.

Der Gedanke des Altruismus ist kaum etwas neues, ihn gab es in Europa seit die judaeo-christlichen Religionen sich entschieden, das auszurotten, was sie als "heidnische Ketzerei" sahen, im Gegenzug die grandiose Idee vom Himmel und der Moralität einführend. Das grundlegende Konzept dieser Moral war das eines anscheinend unschuldigen Altruismus: Jesus starb für uns an seinem Kreuz, oh, er litt so sehr, also müssen wir auch leiden. Anhänger dieses Glaubenssystems replizierten diese Ideen in ihren individuellen Leben und widmeten ihre Zeit und Energie um "den Schwachen und Armen" zu helfen.

Postmoderne Philosophen wie Friedrich Nietzsche waren anderer Meinung: sie sahen Altruismus als eine effektive Art und Weise, eine Beziehung zwischen Räuber und Opfer einzurichten. Die grundlegende Idee hierbei war, dass der Altruist als ein Geber diente, wobei das Opfer der Empfänger wurde, total abhängig von der Beziehung an sich, die dem Altruisten automatisch eine Position von effektiver Macht verlieh, da er oder sie die Beziehung verteidigen konnten, in dem sie an die individuelle Moral appellierten: "Ich helfe anderen Menschen, wie kann das selbssüchtig sein?"

Heute, wenn wir Menschen von humanistischen Organisationen Geld einsammeln sehen, um hungernden Menschen in der dritten Welt zu helfen, fragen wir uns die selbe Frage. Eine Person, zu der ich sprach, dessen Freund für eine solche Organisation arbeitete, hatte eine einfache Antwort zu seiner Beteiligung parat: "Sie zahlen bar". Hier sehen wir eine andere Seite des Altruisten: der teuflische Egoist, der seine wirklichen Ziele hinter einer Facade des "guten Willens" versteckt. Darum ist Altruismus so durchtrieben: Jeder kann behaupten, "Menschen zu helfen", indem man auf eine Beziehung verweist, die auf dem Prinzip "geben und nehmen" beruht. Die ökonomischen Betriebe verteidigen ihre Fast-Food-Restaurants, die jedes Jahr die Menge an Übergewichtigen Menschen im Westen erhöht, indem sie ganz einfach sagen, dass sie das Essen produzieren, was die Leute wollen. Linke kreischen um Freiheit und Gerechtigkeit, wohlinformiert um das Potenzial der globalisierenden Businesstrends für die arbeitenden und Mittelklassen - "Gleichheit verkauft sich" bestätigen sie. Und Jesus - der egoistisch unendlichen Schmerz am Kreuze für die Menschheit aushielt, war wahrscheinlich nicht so blöd, als er realisierte, dass er eine große Anzahl von Menschen haben würde, die seinen Ideen folgen indem sie sein individuelles Leid glorifizieren würden.

Trotz dem offensichtlichen Defekt des Altruismus, namentlich dass jede Aktion als gutgemeint verschleiert werden kann, da sie "Menschen hilft", denken die meisten Leute nicht über die endlosen Scherze, die auf ihre Kosten gespielt werden, nach. Jeden Tag treffe ich Leute auf der Straße, die Broschüren verteilen und Bilder eines hungernden afrikanischen Kindes hochhalten, während sie Passanten um Spenden für ihre Organisation fragen. Während viele Leute einfach weiterlaufen, zu beschäftigt auf dem Weg zur Arbeit oder zu McDonald's, werden manche Leute von der Unschuld der Nachricht in die Irre geführt und fangen an, Möglichkeiten der Spende zu diskutieren.

Die Leute, die auf der Straße stehen, sind nicht wirklich daran interessiert, Kindern der dritten Welt zu helfen, denn wenn sie es tatsächlich wären, würden sie etwas tun, um die massive Überbevölkerung dort zu vermindern (welche die Hauptursache für die Knappheit von Essen und Wasser dort ist). Natürlicherweise würde dies den Menschen ihre heilige individuelle Freiheit (eine unbegrenzte Anzahl von) Kinder zu haben berauben, und daher entscheiden sie sich für die einfache Möglichkeit: benutze das innewohnende Schuldgefühl der meisten Westler (die den ekelhaften Restaurantsalat wegschmeißen, während Leute auf der anderen Seite des Globus für den halben Teller töten würden) um etwas schnelles Geld zu machen, dann klopft man sich gegenseitig auf die Schulter, ausrufend: "Ja, wir sind gute Menschen; wir tun alles, was wir können, um den Schwachen und Armen zu helfen, Gott segne euch alle".

Weil Gott ein interessanter Charakter ist, wenn wir den modernen Altruismus in Aktion studieren. Unter den Menschen, die ich am faszinierendsten finde, sind (überraschenderweise) die Christen, hauptsächlich, weil sie a) zu den wenigen Menschen gehören, die in der modernen Welt traditionelle Werte verteidigen, und b) es in der Tat wagen, an etwas anderes als Geld oder ihren eigenen Ego zu glauben (oder so dachte ich). Sie sehen, Altruismus und sein logischer Vorfahr - "Moralität" - kann durch Symbole oder Ideen ausgedrückt werden. Eines der populärsten Symbole - welches der Spieler auf dem Fußballplatz wird - ist Gott. Ich habe auch viele Christen getroffen, die nur angeben, religiös zu sein, weil sie glauben, dass zu viele Menschen narzisstischerweise "nur an sich selbst denken", im Gegensatz zum sich um "alle Menschen" sorgen, wie es gute Christen tun. Auf der Oberfläche scheint dies nett (besonders für jemanden wie mich, mit einer tiefen Liebe zur Magie und zum Idealismus), aber am Ende einer Diskussion finde ich mich normalerweise im Gespräch mit einem individualistischen Zurückgebliebenen wieder, der nicht willens ist, seinen oder ihren eigenen Ego loszulassen.

Gleichfalls tritt dieses Phänomen auf, wenn man die Demokratie und ihre innewohnenden Fehler diskutiert. Eine religiöse Person wird angeben, altruistisch anti-egoitisch zu sein, während sie simultan erklärt, wie schrecklich Diktaturen sind, die die individuelle Freiheit einschränken, und wie die Umwelt gerettet werden muss, indem "wir unseren Reichtum mit den armen Afrikanern teilen", usw.usf. Was alle diese "religiösen" Menschen gemein haben ist, dass sie ihren Glauben verwenden, um "wichtig" als Individuen zu werden. Denn nach allem sind sie nicht daran interessiert, den Armen zu helfen, denn wenn sie es wären, würden sie mit den kleinen Spenden, die keine tatsächliche Änderung des Systems hervorrufen, aufhören, und anstelle dessen bereit sein, manche individuelle Freiheit einzuschränken, um zu tun, was für die Menschheit am besten ist (Gott segne euch alle). Sie würden anstelle einer billigen dogmatischen Version des selben alten Materialismus, unter dem Europa für die letzten 2000 Jahre gelitten hat, eine holistische Spiritualität vertreten. Aber sie sehen, die ist ein Teil ihre Plans; ihre sogenannten Lösungen sind bekannt dafür, nicht zu funktionieren, also können sie weitermachen, unbedeutende "Änderungen" zu machen um die altruistische Beziehung zwischen Geber und Nehmer aufzuerhalten, Jesus und schwach/arm/behindert.

Vegetarier passen oft in dasselbe Modell, glauben, es ist schlecht, Tiere zu essen, aber kein Problem haben, Teil einer konsumgetriebenen Gesellschaft zu sein, deren Resultat die Ausrottung tausender Spezies täglich ist. Gleichfalls sagen Linke, dass sie den Arbeitern und den Armen helfen wollen, während sie gleichzeitig die nationale Industrie an andere Länder verkaufen ("globale Ko-operation", erinnern Sie sich?) und ein Taxi nach Hause in ihre 2-Millionen-Dollar Wohnungen in den (rassisch) getrennten Vorstädten (Multikulturalimus...für die, die sich Besseres nicht leisten können?) nehmen. Liberale heulen über individuelle Freiheit, aber sehen kein Problem darin, freien religiösen Schulen einen Platz in der Gesellschaft zu verneinen, das Internet zu zensieren und sich über "politische Terroristen" aufzuregen - es geht alles um "die Bewahrung der Freiheit".

Zusammengefasst ist Altruismus, als ein modernes Phänomen, eine Krankheit, die als das, was sie wahrhaftig ist, gesehen werden muss: verkleideter Egoismus. Lass dich nicht von einem weiteren Verlierer verarschen, der "die Natur retten" will, in dem er Glühbirnen austauscht und die Heizung im Wohnzimmer runterstellt - es ist unbedeutend im Antlitz globaler Überpopulation und Überkonsums. Die meisten Menschen, die sie treffen, werden von diesem Altruismus angesteckt worden sein und non-stop darüber labern, wie sie "anderen helfen" wollen; was sie wirklich wollen, ist, in den Nachrichten als der Jesus der neuen Zeitalters erscheinen - wohlwissend, dass damit Macht und viel Geld kommt. Moralität funktioniert auf die selbe Art und Weise, ihre Bevorzugung überschauend: Tod ist nicht spaßig, Wettstreit bedeutet einer muss verlieren, und nicht alle sind qualifiziert, Führer zu sein. Antwort? "Du sollst nicht töten", "Wir sind alle gleich" (zweimal jede Stunde wiederholen), "Du bist auch was wert, wähle für uns". Während es schwer (und manchmal schlichtweg unmöglich) ist, zu wissen, ob eine Person für eine Aufgabe aus Idealismus oder Egoismus arbeitet, ist der Schlüssel die Analyse seiner Methoden und Erträge. Ein Altruist gibt an 8 Stunden täglich für das Wohl der Menschheit zu arbeiten und ignoriert bessere Möglichkeiten, wenn sie individuelle Rechte einschränken (etwas was Christen, Demokraten/Liberale und Humanisten gemeinsam haben). Es ist, als ob Jesus sich als dysfunktioneller Modernist manifestiert hätte, der nach dem nächsten Businessplan Ausschau hält, um reich zu werden. Tu was richtig ist - nagel sie ans Kreuz und lass sie schreien, während du deine Zeit damit verbringst, Änderung in dieser gottverlassenen Welt des Wahnsinns zu schaffen.


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