Strict Standards: mktime(): You should be using the time() function instead in /home/kontinual/web/anus.com/tribes/gnus/pivot/modules/module_debug.php on line 95
Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

Archiv


XML



Free Blog Counter


Suche


© 2011 G.N.U.S.

« Die (Un-) Möglichkeit… | Home | Lesenswerte Artikel z… »

Eine Chronologie der „Jugendlichen“

10 08 11 - 06:28
Einleitung

Vor Kurzem haben wir die Frage des „Collapse of the West?“ aufgeworfen und geschildert, wie wir in den letzten Dekaden geradezu ein Aufblühen kultureller Identitäten in allen Bereichen asiatischer und arabischer Kulturräume erblicken konnten. Dieses Geschehen wird in jedem Fall zu einer großen Herausforderung der Zukunft werden. Ganz gleich, ob der „Westen“ sein kulturelles Sendungsbewusstsein erneuern kann oder ob alles so bleibt wie es heute ist. Der „Westler“, im Kern der weißen Population zuordbar, hat im gesellschaftlich-kulturellen Bereich seine Selbstachtung verloren und agiert gegenüber anderen Kulturen nicht mehr. Er ist müde und reagiert ausschließlich. Doch auch dazu fehlt immer mehr die Kraft, dazu fehlt die Entschlossenheit und dazu fehlt ein Plan für eine zukünftige Ordnung. Für einen solchen Plan würde es Identität benötigen. Diese ist verschüttet worden und deshalb fließt alles dahin.

Die Folgen dieser Vorgänge und dieser Passivität können wir rund um den Globus beobachten. Das beginnt beim Kniefall von weißen Amerikanern vor schwarzen, geht über die Forderung autonomer islamischer Gebiete und endet bei gewalttätigen Ausschreitungen. So ist es quasi noch ein Wunder, daß wir diese nicht viel häufiger erleben.

In diesem Artikel wollen wir uns die Chronologie dieser Ausschreitungen anschauen und ihre Implikationen genauer in die Betrachtung einbeziehen.

Frankreich brennt!

Zum ersten Mal im neuen Jahrtausend drangen im Oktober 2005 in Frankreich gewalttätige Ausschreitungen in die Öffentlichkeit. Damals wurden sie lapidar als Unruhen in Vororten von Paris bezeichnet. Mit dieser Bezeichnung wird bereits das Problem rein räumlich in die Peripherie verschoben und damit seine geringe Dringlichkeit. Was war passiert? Zwei Jugendliche waren aus Angst vor einer Polizeikontrolle geflohen und dann selbstverschuldet zu Tode gekommen. Von nichts anderem war zunächst die Rede. Von einem Unglücksfall. Als dann die Krawalle ausbrachen titelte Die Zeit damals: „Der französische Gesellschaftsvertrag endet dort, wo die Vororte beginnen“. Fast zwei Monate später mußte die selbe Zeitung, die bis dahin von „Jugendlichen“ und beschönigend von ihrer „Unmutartikulation“ gesprochen hatte zugebend, daß man „doch inzwischen [...] wohl von einer „Stadtguerilla“ sprechen [muß], die jede Nacht neue Viertel bedroht und zur Belastung für die Regierung geworden ist. Von Clichy-sous-Bois aus, nordöstlich der französischen Hauptstadt gelegen, rollt seit einer Woche eine Gewaltwelle heran, die jetzt alle Départements der Pariser Umgebung und die Vororte einiger größerer Provinzstädte erreicht hat. Schon acht Nächte in Folge stoßen Polizei und junge Randalierer großenteils afrikanischer und arabischer Herkunft aufeinander.“ Diese Panne in der Berichterstattung verschob die Problematik nun in das Zentrum und bezeichnete die „Jugendlichen“ nun mit einer Nationalität. Etwas, was im Folgenden tunlichst unterlassen worden ist.

Die Bilanz: Überraschend kam der Ausbruch der Gewalt nicht. So wurden im Jahr 2005 bereits vor dem Beginn der eigentlichen Unruhen jede Nacht etwa 90 Autos in Frankreich in Brand gesteckt, insgesamt 28.000 seit Beginn des Jahres 2005. Daneben wurden ca. 17.500 Müllcontainer angezündet, 5.760 Bushaltestellen, Telefonzellen und andere städtische Einrichtungen zerstört und 3.832 Angriffe auf Polizei oder Feuerwehr gezählt. Für mediales Aufsehen sorgte lediglich eine Serie von Brandanschlägen auf jüdische Einrichtungen, die die diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Israel belasteten. Eine Zeichen des allgemeinen Ignorierens. Bei den eigentlichen Unruhen wurden ca. 10.000 Fahrzeuge in Brand gesetzt und es kam zu fast 3000 Festnahmen. Dabei sind körperliche Schädigungen, weitere Sachbeschädigungen noch nicht weiter betrachtet. Insgesamt waren 18 Départements betroffen. Darunter auch größere und wohlhabendere als die Vororte von Paris (Spiegel.de).

Schon wenig mehr als ein Jahr später brannten in Paris und Frankreich die Autos erneut. Dieses Mal noch heftiger. Es hieß: „Alleine in Villiers-Le-Bel seien zehn Autos sowie zahlreiche Mülltonnen in Flammen aufgegangen. Mindestens 30 Polizisten wurden verletzt. Die Krawalle hatten sich dort am Vorabend am Tod zweier jugendlicher Kraftradfahrer entzündet, die mit einem Streifenwagen kollidiert waren" (Welt.de). Wieder waren es Jugendliche, diesmal ohne Angabe von Nationalität, und wieder entzündet sich die Wut an einem unglücklichen Vorfall. Das Pulverfaß kann somit schon vorher als glimmend bezeichnet werden.

Straßenschlachten in Madrid

Ebenfalls 2007 kam es zu Unruhen in Spanien, besonders in Madrid. Wieder waren „Jugendliche“ beteiligt. Die FAZ schrieb damals: „Die Puerta del Sur ist für Madrilenen nicht gerade die Endstation Sehnsucht. Wer die Metrolinie 10 am „Tor des Südens“ verlässt, ist aber auch nicht am Ende der Welt, sondern erst in Alcorcón. Das ist eine saubere Vorstadt, aufgeräumte Schlafstadt und zugleich ein Betonsatellit der wuchernden Sechs-Millionen-Stadt. Hier spiegelt sich beispielhaft Madrids neuer Mikrokosmos legaler und illegaler Einwanderung mit all seinen Krämpfen" (FAZ.de).

Die Vorgeschichte wird dann lapidar im späteren Bericht untergebracht: „Sie hat im Falle Madrids damit zu tun, dass die Bevölkerung des Großraums in den vergangenen sieben Jahren um nahezu eine Million Menschen zugenommen hat. Die meisten der neuen Bewohner sind Einwanderer. Ecuadorianer, Kolumbianer und Rumänen machen jeweils schon mehr als hunderttausend aus. Alcorcón ist in seiner Zusammensetzung südlicher Peripheriedurchschnitt. Zu den rund 140.000 Alteingesessenen des Jahres 2000 gesellten sich seither etwa 25.000 Fremde. Die Hälfte davon sind Lateinamerikaner, der Rest Araber, Schwarzafrikaner, Rumänen, Ukrainer, Chinesen und Pakistaner. Sie fügten sich nicht einfach zu friedlichen multikulturellen Vereinten Nationen. Zündstoff gibt es für Konflikte zwischen Spaniern und Zuwanderern und zwischen einzelnen Zuwanderergruppen. Auch die Annahme, dass die Integration der Lateinamerikaner problemlos sei, weil sie Sprache und Kultur mit den Spaniern gemeinsam hätten, entspricht nicht ganz der Wirklichkeit. Das liegt vor allem an den nach nordamerikanischem Vorbild entstandenen Straßenbanden gewalttätiger lateinamerikanischer Jugendlicher.“

Als Reaktion gab es Gedenkmärsche, multi-kulturelle Abende und Aufmärsche von Sozialisten (damals in der Regierungsverantwortung in dieser Region!) und Anarchisten. Das ist dann nicht weiter überraschend und spiegelt eher ein deutsches Bild des Umgangs wieder. Doch schauen wir weiter.

In Griechenland - Lumpenproletariat

Im Dezember 2008 kam dann Griechenland an die Reihe. Wieder war der Auslöser vergleichsweise harmlos. Ein Polizist erschoss ohne Tötungsabsicht einen Jugendlichen. Der darauf folgende Sturm suchte seines Gleichen. Als einer der Gründe für die Gewaltbereitschaft in großen Teilen der griechischen Jugend wurden vielfach die lang aufgestaute Frustration über schlechte Zukunftsperspektiven angeführt. Trotz guter Qualifikation seien für sie zumeist nur Aushilfs- und Übergangsjobs zu finden, man spreche von der 700-Euro-Generation. Dem gegenüber stehe das politische Establishment mit ihren Wertvorstellungen nur für die gutverdienenden Teile der Gesellschaft, deren Politik aus uneingelösten Versprechen keinen Glauben in der jungen Generation mehr finde. Zum Anderen habe die Politik seit Jahren angesichts der Herausbildung von auch von Autonomen bewohnten, quasi rechtsfreien Stadtvierteln die Augen verschlossen, dies wohl im Bewusstsein der mangelhaften Ausbildung und Deeskalierungsfähigkeiten der als ausgesprochen ruppig geltenden griechischen Polizei. „Dieser wird die Nähe zu rechten und fremdenfeindlichen Kreisen nachgesagt“ (Tagesspiegel.de). Somit doch nicht nur soziale Probleme? Hier haben wir hier noch einen weiteren möglichen Grund für die Unruhen, der überraschender Weise in der Berichterstattung dieser Zeit keine Rolle spielte. „Dem Zensus zufolge lebten im Jahr 2001 797.100 Ausländer in Griechenland, was einem Ausländeranteil von 7,3% [Deutschland hat 8,8%, Großbritannien nur 4%; A. d. V.] entsprach. 1981 hatte die Zahl der Ausländer bei 176.120 gelegen. Experten schätzen allerdings, dass weit mehr Ausländer in Griechenland leben und ihre Zahl näher an der Millionengrenze liegt. Die Mehrheit der Ausländer stammt aus Osteuropa. Die größte Gruppe sind Albaner, die mit 443.550 Personen (55,6%) mehr als die Hälfte aller Ausländer stellen“ (Migration-info.de). Angeführt wurde der Mob im Übrigen durch linke Gruppierungen, die man dem anarchistischen Lager zuordnen kann und die besonders für ihre Fremdenfreundlichkeit bekannt sind.

Neben diesen Unruhen kam es auch erneut zu Demonstrationen in Madrid und dieses Mal auch in Bologna.

War of Races?

Im Jahr 2011 brennt es nun in England. Die Spitze der bisherigen Gewalt. Tottenham, Liverpool, Bristol, Birmingham und Manchester sind die größten Brandherde. Schon wieder? So wird mancher fragen, denn in Tottenham brauchen bereits 1985 Unruhen gleicher Art aus. Wie konnte es nun dieses Mal dazu kommen? „Faced by what initially started as a peaceful demonstration, the police responded with their usual "culturally sensitive," "softly softly" approach of showing sympathy, maintaining a low police presence, avoiding assertive gestures, allowing the mob to vent its emotions, and retreating behind barriers, effectively giving a green light to the rioters and anyone else who was interested to run amok. […] The truth is that whatever the Metropolitan Police do to police the gun, knife, and drug crime of London's West Indian "community," it will breed resentment. Drug-fuelled criminality and gang culture are so ingrained among young West Indians that any effective policing has to involve frequent interactions between the police and this group that can only breed tension and resentment“ (Alternativeright.com).

Aktuell stellt es sich ganz so dar, als ginge es um die Vorherrschaft verschiedener Gruppierungen. Allesamt werden sie als „Jugendliche“ bezeichnet (Welt.de). Dabei handelt es sich um Angehöriger der sogenannten karibischen/afrikanischen Migranten und der Muslime. Als weiterer Mitspieler wagt sich auch der britische Staat nach vorne. Hilflos und überfordert hat die Polizei nun dafür Schelte einzustecken, daß sie das Unheil von Jahren der verfehlten Politik ausbaden und lindern will. Eingreifen ja, aber bitte nicht plündernde „Jugendliche“ anfassen oder gar festnehmen! Dieser neue Rassismus der Minderheit mit Migrationshintergrund gegenüber den Briten kommt auch in diesem Fall nicht unerwartet. Es wurde nur bislang fleißig ignoriert, was man nicht sehen wollte. Die ersten britischen Journalisten betonen bereits (z.B. Peter Bild im Interview mit dem ZDF gestern Abend am 09.08.), daß auch weiße Jugendliche beim Plündern dabei gewesen sein sollen. Dies dürfe man nicht vergessen, schob er beflissen hinterher. Hierbei fällt selbst einem wenig interessierten Beobachter auf, daß z.B. Bosnier oder Albaner durchaus weiß sind und deshalb immer noch Ausländer/Muslime bleiben. Ebenso fällt damit auf, daß dieser Mann die Wahrheit immer noch ignorieren würde, wenn sie ihm mit nacktem Hintern in das Gesicht hüpfen würde. Wie viele Weiße waren dabei? Keine Antwort. Wie viele Schwarze waren dabei? Viele. Wie viele Muslime? Auch viele. Wozu also der Hinweis, es wären auch Weiße dabei gewesen? Für die Ursachen hält Peter Bild derweil vorrangig soziale Problematiken. Befassen wir uns im Folgenden nun mehr mit „Jugendlichen“ und ihrer Motivation.

Implikationen

Die Anthropologie geht seit dem 20. Jahrhundert davon aus, daß die Verteidigung der kulturellen Vielfalt Xenophobie als notwendiges und gerechtfertigtes (!) Verhalten hervorruft (Levi-Strauss, 1975). „Nur durch Feindschaft und Abwertung des ‚Anderen’ lässt sich eine Kultur überhaupt verteidigen. Der ‚Kulturrassismus’ ist damit in jeder Kultur angelegt und aktualisiert sich, sobald sie sich bedroht sieht“ (EuropeNews).

In Anbetracht dieser Einschätzung der Wissenschaft scheint es der blanke Hohn zu sein, wie die Politik und auch die Volksmeinung mit dieser elementaren Problematik umgeht. Es geht hier schließlich um unsere Zukunft, um die Zukunft unserer Kinder und Enkel und um unsere europäischen Nationen. In einem Kommentar zu einem Artikel Der Zeit wurde ganz treu dem Motto: „Klappt es nicht beim ersten Mal...“ der politische Mainstream wunderbar inhaliert. „Es gibt immer die Chance zu einem Neuanfang, klar.
Multikulti zu Recht als gescheitert zu bezeichnen, ist daher nur ein bitteres und vorläufiges Resuméé“
(Die Zeit).

Dabei sollten wir gerade jetzt aufmerken, wo wir in Deutschland einen Ausländeranteil von 8,8% haben und dabei noch alle Pass-Deutschen nicht mehr mitgezählt werden. Die Welt titelte: „Kein EU-Land hat mehr Ausländer als Deutschland!“ (Welt.de) In Großbritannien leben 4% Migranten. Großbritannien brennt und Deutschland brodelt noch. Wann bricht der Vulkan aus? Wieso kommt es überhaupt zu solchen Eruptionen in den „sozialen Systemen“ (Luhmann, 1998) der Gesellschaft? Wieso kommen diese Vorfälle gerade jetzt? Wieso sind immer Jugendliche die Träger?

Natürlich leiden die „westlichen“ Nationen unter Staatsdefiziten, unter Arbeitslosigkeit, schlechten Bildungssystemen und einer Zunahme des Proletariats. Das sind auch die gängigen Schlagwörter, die für die Erklärung sozialer Unruhen in den europäischen Ländern herhalten müssen. Das impliziert jedoch, daß die einheimische Bevölkerung von diesen Problemen weitgehend unbehelligt bleibt. Das ist deutlich in Frage zu stellen. Ebenso erklärt dies nicht, wieso Jugendlich auf die Straße ziehen. Es erklärt auch nicht, wieso sich z.B. in Großbritannien Migranten untereinander bekämpfen und wieso in Spanien zuerst Spanier Migranten attackiert haben sollen. Die gängigen Argumentationsmuster funktionieren nicht mehr. Greifen Einheimische Migranten an, ist es Fremdenhass, greifen Migranten Einheimische an, war es soziale Not. Die Begründung liegt noch weit unter den sozialen Problemen verborgen, die ihr Übriges dazu tun. Aber nicht mehr.

Wir finden die Begründung, wie in der Einleitung angedeutet, in dem heraufziehenden Kampf der Kulturen (Huntington, 1996). Die westlichen Staaten vernachlässigen vor lauter Beflissenheit gegenüber Integration und Migration ihre einheimischen Bevölkerungen, deren Kultur und fördern fremde Identitäten, aber nicht die eigene. Man kann bezogen auf Großbritannien, aber repräsentativ für den ganzen „Westen“ sagen: „And you have the explanation of what the British riots actually signify: a society whose intelligentsia has been bent for three decades on social suicide -- and which, having been the first into the Enlightenment, is now, as we can see from the ‘armies of ants’ torching and looting British cities, leading the way out“ (EuropeNews). Der „Westen“ verliert an Boden, wie im Artikel „Collapse of the West?“ dargelegt. Dazu erleben wir ein Erstarken der asiatischen und arabischen Kultur, ein neues Selbstbewusstsein, welches sich auf wirtschaftlichen Aufschwung, soziale Bewegungen, westliche Schwäche, einem neuen anti-westlichen Neusprechen, den wir spätestens seit dem 11. September 2001 vermehrt erleben, gründet. Trifft Levi-Strauss' Beobachtung zu, so ist ein Konflikt zwischen Kulturen, besonders, wenn sie nahe beieinander leben, sehr wahrscheinlich und sogar notwendig! HUNTINGTON spricht von dem kulturellen Erstarken vor allem der 2. Generation. Damit meint er, daß sich Migranten der 1. Generation möglichst in ihre Gastländer einbinden und durchaus auch etwas leisten. Sie sind deutlich westlicher orientiert, oft von geringer Bildung und säkularer. In der 2. Generation sieht dies jedoch völlig anders aus. Hier findet ein Wachsen der kulturellen Identität und des kulturellen Selbstbewusstseins statt. Hier werden Grundlagen für die „Rache Gottes“ gelegt und hier ist die Basis von fundamentalistischen Strömungen. Dabei sind diese jungen Menschen vielfach gut ausgebildet (Huntington, 1996). Diese 2. Generation der Migranten erleben wir heute. Das sind die Kinder von einst und die „Jugendlichen“ von heute. Quasi alle revolutionären und aufständischen Bewegungen in der Geschichte wurden von jungen Menschen eingeleitet und getragen. Wir erleben derzeit die Herausforderung einer gesetzmäßigen Ordnung, die offener stattfindet als jemals zuvor. Wurde bislang nur Kriminalität im Untergrund, im Hinterzimmer betrieben, so verlagert sich die Machtdemonstration nun auf die Straße heraus. LICHTMESZ schreibt: „Seit den ersten Unruhen in Tottenham im Jahre 1985 gibt es im Vereinigten Königreich mehr Einwanderer, mehr Slums, mehr Überfremdung, mehr Verbrechen, mehr Konflikte, mehr „diversity“, mehr „political correctness“, mehr soziales Herumgebastle als je zuvor. Die Folgen sind von dementsprechender Intensität und Brutalität. England sollte eine Mahnung an Deutschland sein, den fatalen Weg in die multikulturelle Fragmentierung endlich zu bremsen. Mehr als je zuvor ist es nun notwendig, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, auch wenn sie häßlich und erschreckend und angsteinflößend ist. Es führt kein Weg daran vorbei. Jeder Versuch, nun den Kopf in den Sand zu stecken, wird zu nur noch schlimmeren Folgen führen“ (Sezession.de).

Deutschland brodelt derzeit „nur“, weil Deutschland dieses wunderbare soziale Netz hat. Hier läßt es sich auch ohne Beruf, Perspektive und sogar ohne Kriminalität leben. Es werden mit Geld Brandherde gelöscht und Risse gekittet. Doch das wird nicht mehr lange so funktionieren und schon langst sieht man die neuen Risse im Gebälk. Die Migranten haben das erkannt und organisieren sich, die Politik, die Medien verschließen die Augen und ignorieren eisern das, was dicht vor ihrer Nase tagtäglich geschieht. Wenn die Sozialleistungen, die die „Jugendlichen“ bislang zum Ruhe halten ermuntern, eines Tages ausbleiben werden, wenn dieser Staat Zahlungsschwierigkeiten bekommt, dann werden auch die „Jugendlichen“ hierzulande zuschlagen. Wenn auch dann das Erwachen ausbleibt, dann wird wohl in der Zeitung unter der Überschrift : „Deutschland in Zahlungsschwierigkeiten, Jugendliche demonstrieren gegen Sozialkürzungen“ stehen, daß sich der Deutsche die Demonstrationen ihrer Mitbürger mit Migrationshintergrund selber zuzuschreiben habe. Wieso hat man nicht ordentlich gewirtschaftet, wieso keine Perspektiven geschaffen? Wieso kann man nun keine Sozialleistungen mehr zahlen? Tja, warum wohl?

Lumen

 

Literatur

HUNTINGTON, Samuel P.: The Clash of Civilizations. New York: Simon & Schuster, 1996.

LEVI-STRAUSS, Claude: Mythologica IV. Der nackte Mensch. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1975.

LUHMANN, Niklas: Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1984.

gesetzte Tags: , , , , , , , , , ,
Noch kein Kommentar


  
Persönliche Informationen speichern?

/ Textile

Auf dieser Seite werden die Kommentare moderiert.
Das bedeutet, dass die Kommentare erst veröffentlicht werden, nachdem sie durch den Moderator freigeschaltet wurden.

  (Benutzer registrieren, Anmeldung)

Benachrichtigung:
E-Mail verbergen:

Alle HTML-Tags außer <b> und <i> werden aus Deinem Kommentar entfernt.
URLs oder E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
 

N e u e s

A u t o r e n



"Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug, zu wollen,
man muß auch tun."
- J.W. Goethe


"Das Vieh stirbt und Freunde sterben, endlich stirbt man selbst:
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
wer guten sich gewann."
- Havamal



"Wenn die Menschen über Gott sprechen, denkt ein Nihilist an Gestalt und Struktur eines Waldes."
- Vijay Prozak



"Die Weisheit besteht nur darin, weder das Nichts, das der Mensch ist,
noch die Schönheit,
die manchmal in seinen Händen entsteht, jemals zu vergessen."
- N.G. Dávila