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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Kognitive Dissonanz und der Fall Breivik

30 07 11 - 13:27
Sprechen wir über Gefühle.

Der Mensch handelt, ohne sich über die Konsequenzen seines Tun im Klaren zu sein. Wäre er es, müsste er so manches Mal Geduld oder Verzicht üben, was dem zum König erklärten Modernen besonders schwer fällt. So vergewaltigt er die Erde, rodet Wälder, um an besonders schöner Hanglage sein Haus bauen zu können. Wenn dann ganze Siedlungen in Folge eines durch die Rodung instabilen Untergrunds in die Tiefe gerissen werden, ist die Trauer groß.

[...]Here’s an idea – sick societies produce sick individuals who do sick things. Anders Breivin murdered nearly a hundred teens (not children, TEENS – they were at a summer camp for young adults) and must pay the price, but the blood of those teens is ultimately on the hands of the society that spat him forth. He is the bastard son of a masochistic, degenerate, rootless world that pisses on its traditions and heritage to elevate perversity, mindless consumerism and ethnic self-hatred to the highest of virtues. And as we lumber forward in our journey to the end of the night, the body counts are just going to keep rising until the problem is solved.[...]

As William Rome pointed out, it’s been de rigeur for all of human history for political revolutionaries to kill the heirs of their enemies alongside the enemies themselves, to ensure that the old system would stay dead and buried. The Bolsheviks did it, the Romans did it, and the assassins of kings have done it. Breivin thought of himself as a political revolutionary, which is why he targeted teens at a Labor Party youth camp in addition to Labor politicians – he viewed Labor and the left as the enemy to be exterminated. That doesn’t make what he did excusable, but it does make it understandable.

Quelle
Wir ziehen den Selbstbetrug der kritischen Reflexion unserer Vorhaben vor. Scheitern wir, so lag es nicht an unserer Unfähigkeit, sondern an äußeren Gründen (Umstände, Personen, Ideen) jenseits unseres Einflussbereiches, die uns von aller Verantwortung nicht nur frei sprechen, sondern es uns ermöglichen, unseren Frust/Trauer/Wut auf etwas Fassbares zu projizieren. Diesem unmittelbar den Krieg zu erklären, vereinfacht nicht bloß die Suche nach den Gründen unseres Versagens, es erspart uns auch jovial die lästigen Selbstzweifel und spendet Ablenkung in Form affektiertem Zorns. Dieser mentale Zustand nennt sich kognitive Dissonanz: "Kognitive Dissonanz bezeichnet in der (Sozial-)Psychologie einen als unangenehm empfundenen Gefühlszustand, der dadurch entsteht, dass ein Mensch mehrere Kognitionen hat – Wahrnehmungen, Gedanken, Meinungen, Einstellungen, Wünsche oder Absichten – die nicht miteinander vereinbar sind, also eine Art von "Störgefühl" ~ Wikipedia. Wir verneinen die Realität (i.e. die wahren Ursachen) zugunsten unserer subjektiven Empfindungen, welche unserem Ego, unserem wohl inszeniertem Selbstbild (bspw. aufgeklärter, mündiger und progressiv-moderner Mensch) und den uns schmeichelnden Emotionen durch Vermeidung jeglicher (konstruktiven) Kritik nicht gefährlich werden kann. Wir tun dies, weil wir so gerne fühlen wollen, fühlen MÜSSEN, weil sich unsere konstruierte, soziale Realität nur über Gefühle konstituiert und zusammenfiele, würden diese als zweitrangig vor der tatsächlichen (physischen) Realität enttarnt.

Und so schreiten wir fort, unbedacht, unüberlegt, niemals die Zukunft abwägend, stets nur die unmittelbaren Ziele unserer Bedürfnisse verfolgend, heiter und überzeugt, jenseits aller Kritik zu stehen.

[...]And while it is fine to ponder the likely political ramifications—both in Europe and elsewhere—of Breivik’s highly impolitic behavior, we must not let a crime like this become a political symbol of any kind. People commit unspeakable acts for a whole host of reasons: sometimes personal, sometimes political, sometimes as an expression of nihilistic rage and hopelessness. But in every case, their crimes are not ultimately reducible to any particular ideology or mindset; their depredations are, instead, deeply repugnant manifestations of human depravity, of a dark, vicious force within which tempts us to dehumanize our fellow man, and indulge in orgiastic, cathartic violence against others.[...] Quelle

Ist der Tod von rund 80 Menschen eine Tragödie ? Für die Angehörigen mit Sicherheit und nur ein völliger Soziopath würde Freude daran finden, doch die eigentliche Tragödie besteht darin, dass es soweit kommen musste (und vermutlich wieder kommen wird). Im Zustand der kognitiven Dissonanz dämmernd trauert die Welt, betrügt sich abermals selbst und erklärt Drittes bzw. Dritte für schuldig.

Befände sich die westliche Zivilisation in einem wacheren Zustand, würde ihr die selbstgerechte Empathie und Empörung im Halse stecken bleiben, sie würde sich selbst tadelnd Buße tun und reumütig vor den Gräbern der Opfer knien, Besserung gelobend.

Kann sich die Menschheit in Anbetracht ihrer Degeneration und des drohenden globalen Kollapses Gefühle überhaupt noch leisten, Gefühle gegenüber Konsequenzen, die sie selbst herbeigeführt hat, ob nun intendiert oder nicht ? Nein, das kann sie nicht und als solches ist auch die an sich schreckliche, menschliche Katastrophe von Oslo und Utoya zu betrachten. Der Schrecken und die Emotionen, die von Geschehnissen wie in Norwegen oder sonstigen Einblicken in die Hölle ausgelöst werden, rücken in den Hintergrund, wird man sich gewahr, dass man selbst! ihr Verursacher ist und als wahrhaft glaubwürdiger Versuch der Wiedergutmachung gilt nur herauszufinden, was uns bis hierher gebracht hat.

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- N.G. Dávila