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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Die Ethik des Kriegertums

25 11 10 - 08:27

Einleitung

Wir behandeln hier aus einer antibürgerlichen Sicht das Leben als Abenteuer und die Sinngabe als Überwindung der niederen Triebfelder, zugunsten der Schöpfung, die uns liegt. Man kann dies auch die innere Bekämpfung und Reinigung nennen.  Wir verweisen hier schonmal auf Autoren wie Nietzsche, Plutarch, Aristoteles, Eckhart, Jünger und natürlich Julius Evola, welche diese Gedanken genau behandelten!

Traditionaler Krieg

In der Tradition war der Krieg des Kriegers kein Übel, was überstanden werden musste. Der Krieg bestand eher aus einem Beschreiten des Abenteuers, aus einer Prüfung vor sich selbst. Der Feind war hier nicht das Hassbild wie in der Moderne, im Feind sah der Krieger eine Einheit, welche dem Krieger die Verwirklichung im äußeren Überwindungsakt erst möglich machte und hierdurch auch den inneren großen Überwindungsakt begründen konnte. Dieser Gehalt findet sich heute noch im Islam und auch in der Bhagavadgita, jedoch ist dies nicht alleine auf islamische oder auch östliche Anschauungen zurückzuführen! Der Krieg war eher schon immer in seinem Sinngehalt im alten Europa zugleich mit einer Prüfung seiner selbst verbunden, einer Idee zugunsten dieser man sich körperlich, aber auch seelisch überwand. Das Strotzen und überwinden des Todes war ebenso Sinngabe des Krieges. Man wurde unsterblich gerade durch die Belanglosigkeit, welcher man dem Tod beimaß. In der Todesnähe fand zudem die große Auflösung statt, jenes Ich als illusorischer Wert der Fremdidentifikation wurde aufgelöst und das Leben unter ein Sein als ewige Instanz gestellt.

Stein der Weisen in der Alchemie und die Initiation des Altertums

Der Stein der Weisen als “Ultima Prima” der Alchemie ist die Symbolik des Kriegertums in der esoterischen Praxis. Sehen wir uns diesen Stein der Weisen in seiner Schöpfung an, so bedarf dieser zuerst als Grundbasis die “Prima Materie”. Diese “Prima Materia” können wir als die Strebsamkeit, das in die Höhe sich gebierende an sich verstehen. Nun ist die “Prima Materia” mit dem inneren Krieg, der hohen Idee zu welcher man strebt gleichzusetzen, während der Stein der Weisen aus gerade dieser hervorgeht. Die Formung des Steins der Weisen finden wir in der Initiation in:

Des individuellen Todes des Triebhaften, dies ist die Einkehr in die Erde. Man erlischt bis auf ein kleines geistiges Grundfeuer. Oftmals wird hier als symbolische egoistische Triebunterworfenheit/Sucht nach Wertung von außen, der Drache wie bei Siegfried oder der Stier wie bei Mithras erlegt. Am Rande sei noch erwähnt: Das Trinken des Blutes oder Waschen mit dem Blut wie in diesen Mythen war immer verbunden mit der neuen reinen Lebenskraft. Dies zeigt sich besonders bei Mithras, wo das Blut vor der Vergiftung durch die Schlangen geschützt werden muss!

Im weiteren Prozess sehen wir die Gärung und das Entstehen der Wärme. Durch die Gärung entsteht die neue Frucht, das neue Grün und erhebt sich zum Weiß als Basis-Keim. Weiß ist die Reinheit an sich, die Freiheit vom irdisch-unterworfenen/bestimmten (siehe Astrologie).

Hierauf  folgt durch den Geist die erneute, reinere Aktivität und schlussendlich die Bindung des bestimmenden Geistes mit dem Weiß als reine Form der Unschuld. Wir sehen hier die sogenannte Rötung der Alchemie. Dieser Zustand entspricht Laotses Handeln ohne Handeln und Aristoteles unbeweglichen Beweger!

Hier sehen wir also den Krieg als Akt der Strebung zur Überwindung, sowie wir in der Todeserfahrung und im Kriegertod die Scheidung des schwächlichen illusorischen Ichs sehen, zugunsten der göttlichen Seins!

Einzeln, in geballten Haufen und in langen Linien werden die Angreifer
vorgetrieben wie Geschosse zum Ziel. Jeder ist bis zur Weißglut entflammt. (Ernst Jünger – Feuer und Blut).

Schwarz-Weiß-Rot

Die oben erwähnte alchemistische Symbolik finden wir besonders in den alten Farben des Deutschen Reiches. Es ist egal ob diese bewusst oder unbewusst so gewählt wurden, zeigen doch gerade diese das königliche Werk basierend auf der Farbenlehre an. Die alten Symboliken waren immer mit einem sakralen Sinn behaftet welcher, wenn auch unterbewusst, seinen Sinn ausdrückte (siehe Symbole-Evokation). Durch das Wählen dieser Farben als Symbol des Reiches sehen wir im Deutschen Reich die Orientierung und das Ideal  eines höheren kriegerischen Ethos!

Zusammengefasst:

Schwarz – Tod des Ich

Weiß – Reine unbestimmte Form (Nirvana)

Rot – Unbewegliche Bewegung (höhere Aktivität)

 

Die Misanthropie in ihren positiven Aspekten

Wir behandeln hier bei der Misanthropie keinen Hass auf die Menschheit und auch keinen Eigenhass, der aus emotionalen Gründen entsteht. Mit Misanthrophie meinen wir die Selbstkritik und Verachtung der Schwäche, welche heute oftmals als  ”menschlich” bezeichnet wird. Wir sehen in dieser positiven Form der Misanthropie jene Verneinung an uns selbst. Dies ist die Einleitung der Überwindung des niederen Ich-haften, um zu unserer hohen Form (Gott in uns) zu gelangen.  Im Staatstechnischen ist diese Misanthropie verbunden mit einem aufgestellten Ideal, zu welchen die Menschen hinstreben müssen, um diesem Ideal zu genügen. Nur durch einen Wert, der über der Masse liegt hat man eine Legitimation als Staat, da dadurch die Verbindung zum Göttlichen gesichert ist. Dies ist die Misanthropie in ihren positiven Aspekten. Natürlich ist dies auch die seltenste, eben unemotionale Form der Misanthrophie!

Ich liebe die großen Verachtenden, weil sie die großen  Verehrenden sind und Pfeile der Sehnsucht nach dem anderen Ufer. (Friedrich Nietzsche – Also sprach Zarathustra)

 

Die positive Bejahung des Leben

Auf der anderen Seite haben wir die Bejahung des Lebens. Hier stimmen wir Aristoteles zu, indem dieser das Weltprinzip des Ausgleiches zweier entgegengesetzter Prinzipien (- zu +) erkannte. Nun zu zwei großen Männern, die dieses Prinzip in ihren Schriften ausdrückten, einerseits der Mystiker Meister Eckhart, auf der anderen Seite der Philosoph Plutarch. Eckhart erklärte treffend, dass jenes Martyrium und Leid nichtig ist und von der Perspektive, wie man es betrachtet, abhängt. Der edle Mensch sieht in allem zuerst das Gute und die Prüfung seiner Substanz gegen das Niedere. Das äußere Leid schadet seinem Sein nicht, dieses ist immer ein unberührbares Feld, welches das äußere Unheil gerade als Ausdruck des Edelmuts erkennt. Nun zu den Philosophen Plutarch, dieser war in dieser Ansicht ähnlich, indem er eben die Beachtung und Behandlung des Guten anspricht. Es war ein Optimismus der ihn trieb, indem das Gute geschätzt und gelebt wurde, das Schlechte hingegen als bloße Möglichkeit zum Ausdruck des Guten in ihm gewertet wurde. Der Heroismus sieht immer das Übel als Ausdrucksmöglichkeit des Guten und erkennt im Übel immer die gute Seite. Entweder erkennt der Heroismus das Übel als Möglichkeit es zu überwinden, oder er erkennt es bei einer eigenen niederen Tat als verdiente karmatische Reaktion und Reinigung an.

Widerspruch von Bejahung und Misanthropie

Die Misanthrophie mag dieser Lebensbejahung oberflächlich widersprechen, im eigentlich bejaht sie dieses Prinzip jedoch  im vollsten Sinne. Die Misanthropie in diesem Falle ist die Bejahung des Guten und das freudige Streben der Überwindung des Schlechten. Hier treffen sich die zwei Gegensätze im Sinne der Verwirklichung, wie sich auch die Gegensätze in der Natur (Ying-Yang) treffen, um aus ihrem hierarchischen Zusammenwirken die Erfüllung im Sinne der Verschmelzung und Zeugung zu erlangen. Eine Pflanze als Beispiel braucht zugleich das lebensspendende Wasser und das in Strebung setztende, aber aussagende Feuer! Zusammengefasst: Gerade die Erkenntnis des Niederen in einem selbst und dessen Verneinung setzt die freudige Strebung zum Guten, zur Tat als Wert an und formt somit zugleich die Bejahung!

Der Mensch als Tier und die Nikomachische Ethik des Aristoteles

Wir sehen hier die Unterscheidung zum Tier an sich, Nietzsche sagte ja “Das Tier hätte den Menschen als Ideal und der Mensch den Übermensch”. Der Mensch hat eine gegebene Ethik, sonst wäre diese niemals in Erscheinung getretten, auch nicht im negativen Sinne der Irrung. Er würde seinen Instinkten folgen, ohne ein Gefühl von Recht oder sonstigen. Da die Ethik, wie sie sich auf kulturellen, religiösen Feldern etc. zeigt, besteht, liegt eine Wertbestimmung vor. Ein Wert ist immer etwas, was EIN Gut erkennt, dieses Gut bedingt wiederum die Strebung. Hier herrscht also im Menschen etwas, was vom reinen Bios gesehen, irrational ist, da es keinen instinktiven Sinn hat. Dieses Gut im Menschen ist nicht erfunden, alles was jemals erfunden wird und was als menschlicher Fortschritt dient, muss in der inneren Substanz als Keim bereits vorhanden sein. Ein Tier hat diese Wertbestimmung nicht, darum ist ein Tier auch fern jeder Wertung, wie Aristoteles erkennt. Dieses was dem Menschen verheißen ist, verwirft zugleich den Unbeherrschten und ehrt zugleich als Beherrschten, weil aufgrund von Möglichkeit und Wertung eine Differenzierung besteht im Sinne  die nicht instinktiv zu begründen ist. Hier haben wir dann die dogmatischen Formen der Religionen und  die ethischen Sinne von Verworfenheit und  Ehrhaftigkeit an sich, die nur durch eine übertierische und göttliche Form bestehen können!

Die physische Entsprechung des Psychischen

Wir erkennen diesen Geist des Menschen auch im Ausdruck, in der Gestalt des Menschen. Keiner kann bezweifeln, dass sich im Gesichtsausdruck oft das Wesen des Menschen zeigt. Im Gegenteil, der Mensch mit seiner Mimik und Ausstrahlung, zeigt uns oft schon eine Menge seines Wesens, ohne auch nur ein Wort zu sprechen. Auch der Stil (nicht mit einen Fremdwert wie Mode zu verwechseln) ist immer ein Zeichen einer geistig-seelischen Basis, welche sich ins Materielle als Ausdruck formt. Die Ausstrahlung und auch die Züge des Gesichtes zeigen sind oft die Prägung des physischen durch das Psychische und Geistige (siehe hierzu Schriften von L. F. Clauß). Wir sehen also eine gewisse Entsprechung des inneren seelischen im äußeren körperlichen zuerst und besonders in der Mimik (wenn diese nicht gestellt ist) und dann auch im Gesichtszug. Der Gesichtszug ist jedoch  immer etwas, was sich langsam bei Typusänderung dem Inneren anpasst, also keine sofortige radikale Änderung.  Ein Beispiel im Sinne der Symbolik:  Haben wir einen Mann mit großen Phallus, sehen wir meistens (heute natürlich nichtmehr so klar in der Degeneration), dass bei jener Person die unteren Zentren ausgeprägter sind, also die biologische Triebkraft. Bei einem Mann mit unterprägten Phallus hingegen, erkennen wir oftmals das Gegenteil, die geistigen-schöpferischen Kräfte stehen bei ihm im Vordergrund und das Triebhafte ist eher in den Hintergrund gestellt.

Die Unterscheidung von Krieger und Soldat

Während wir im Krieger den Kampf als Ausdruck und metaphysischen Akt seines Wesens sehen, gilt dies nicht für den Soldaten an sich. Ein Soldat kann Krieger sein, wenn er es vom Typus ist, jedoch galt in der Tradition der SOLDat immer als etwas anderes, vom Krieger stark zu Unterscheidendes. Während der Krieger im Krieg seinen Ausdruck und seinen (metaphysischen) Weg sah, sah der Soldat diesen immer als ein Übel in Beziehung zu etwas, was dieses Übel legitimierte (Bezahlung,Patriotismus…). Das Abenteuer des Soldaten ist also oft ein ihm eigentlich fremder Akt und beschränkt sich auch darum (wenn überhaupt) auf die physische Ebene! Jedoch wenn der Soldat latent die Basis des Kriegers in trägt,  kann diese wesenhafte Kraft eben genau durch jenes Erlebnis aktiv gesetzt/erweckt werden.  Krieger ist man von einer Wesenheit her, Soldat wird man beruflich und es fällt darum unter den (modernen) Begriff der Arbeit! Zum Erwecken dieser Basis können wir einen Ernst Jünger erwähnen. Dieser hatte wahrhaft einiges an kriegerischer Wesenheit in seinem Soldatentum in sich. Wir erkennen dies zum Beispiel schon an seinem Werk  ”Der Kampf als innerer Erlebnis” .

Ignis Zervan
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noch die Schönheit,
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