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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Blüten des Egos

06 10 10 - 14:52

Wie im Text „Felsen bewegen“ schon angedeutet, kann eine Bewegung an ihren persönlichen Vorstellungen, gerade wegen diesen, scheitern. Es ist natürlich ein Gutes, wenn jemand fanatisch und geradlinig seiner Vorstellung folgt, ja, gerade diesen Menschen suchen wir ja zu erzeugen. Beseelung ist uns ein großes Wort und wir wollen alles mit Seele füllen. Wenn wir diese Gedanken nun verbinden, so sehen wir das Abbild der heutigen Bewegungen.

Man schlägt sich hier mit den unterschiedlichsten Formen von unbeseelter Bewegung rum, Menschen, die ideologisch so wenig gefestigt sind, dass sie eine Kompensation brauchen, durch die sie im besten Fall außerhalb der Bewegung stehen und im schlimmsten Fall der Bewegung im Wege.

In diesem Falle haben wir es nichtmal unbedingt mit einem Einfluss einer menschlichen Instanz zu tun, die dem im Weg stehenden eben das angeordnet hat, denn es ist ein metaphysischer Zustand eines dunklen Zeitalters, dass alle Bewegungen und letztlich auch Bastionen einer reinen und ehrwürdigen Idee zum Teil verpöbelt werden, wobei gilt, je reiner die Idee, desto später wird sie verpöbelt. Die Esoterik wäre hier ein gutes Beispiel, die ursprünglich ein Gebiet für ein paar wenige war, in der Moderne aber durch regen Zulauf eine so schwerwiegende Verpöbelung erlebte, dass sogar das Wort Esoterik in vielen schon das Bild eines erbärmlichen Lebensversagers aufruft.

Zwei der üblichsten Unterwanderer sollen hier rausgearbeitet und erklärt werden. Es sei gesagt, dass jede Bewegung, die zum Erfolg kommen möchte, insbesondere in aristokratischen Kreisen, diese Elemente ausmerzen muss. Menschliche Schicksale wie Freundschaft oder Zuneigung stehen hinter der Idee.

Der ist Typus der beschrieben werden soll, könnte in Teilen noch aus dem Text „Felsen bewegen“ bekannt sein. Er äußert sich durch ein ständiges Schlechtreden der Idee. Seine gescheiterte Existenz ersucht er in edlen Ideologien zu finden, wird dieser durch seine Verdorbenheit aber in keinster Weise gerecht, was dazu führt, dass er nicht nur an der Idee an sich permanent zweifelt, sondern auch deren Träger so regelmäßig wie möglich versucht zu diskreditieren. Ersteres hat die, vielleicht unterbewusste, Absicht, zu garantieren, dass die Bewegung niemals die Keller verlässt, weil sie aus der Phase des „diskutiert werdens“ niemals heraus kommt. In seinem tiefsten Inneren ist dieser Typus ein zerrissenes Wesen, weil seine Unzulänglichkeit ihm jedwede heroische Tat die über das gesprochene oder geschriebene Wort hinausgeht, einfach unmöglich macht. Das erzeugt einen regelrechten Hass für die Szene, für die er sich eigentlich entschieden hat.

Gegenüber den Trägern dieser Idee streut er Zwiespalt, gut mit Hesiod umschrieben:

„Nicht ist gerne gesehn, wer wahr schwört, nicht der Gerechte

Oder der Tüchtige, sondern den Unheilstifter, den Frevler

Ehren sie lieber; die Hand weiß nichts von der heiligen Zucht mehr,

Nichts vom Recht; es verletzet den edleren Mann der Verworfne,

Ihn durch tückische Worte verstrickend, und schwört noch den Meineid.

Scheelsucht, arges Gerücht ausstreuend, mit hämischem Blicke

Heftet sich schadenfroh an alle, die Leiden getroffen.“

Kameradschaft, ein heiliges Bündnis zwischen Trägern einer Idee, die sogar über kleinen Differenzen oder Verfehlungen steht, bedeutet dieser Person nichts, im Gegenteil, er wartet nur auf Verfehlungen, denn seine Waschweib-Mentalität erfreut sich an nichts mehr, als an einem Grund sein Gift weiter zu versprühen.

Wir müssen nun uns selbst testen, inwiefern dieser Typus auch ins uns steckt und es ist nicht unwahrscheinlich, dass man sich wieder findet. Selbstreflektion und Ehrlichkeit uns selbst gegenüber ist ein wichtiger Bestandteil unseres Daseins, denn wie seine Feinde, so muss man seine Fehler kennen, großer und kleiner heiliger Krieg. Als wahrhaftige Träger ist es uns nun geboten den Kampf gegen diese Dämonen aufzunehmen, nicht nur der Idee wegen, sondern auch wegen einem metaphysischen Genügen.

Fiat iustitia, et pereat mundus!

In der Praxis haben wir uns folglich von jedwedem Geschwätz freizumachen. So wichtig wie es ist, dass wir drauf aufpassen, was in unsere Gedanken eindringt, so ist es auch bedeutsam, was man verbalisiert und die Rosenkreuzer sagen, wer schlechtes redet wird schlecht. Der tiefe aristokratische verbietet Gefühlswallungen oder Tratsch.

Der zweite Typus ist mit dem Wort „Schwätzer“ wohl sehr gut umschrieben. Wie beim ersten, so ist ihm es auch ein Anliegen, dass die Bewegung den Keller nicht verlässt. Sogar die Gründe sind ähnliche. Auch der zweite Typus scheitert an seiner eigenen Unzulänglichkeit, wird diese allerdings nicht unbedingt durch Lästern oder Schlechtmachen ausdrücken, der Bewegung nichtmal unbedingt im Weg stehen, sondern mehr daneben. Er ist dadurch zu kennzeichnen, dass man ihn den bloßen Theoretiker nennen kann, der unfassbar viel redet und liest, aber folgende Punkte prinzipiell von seinem Leben fern hält:

“Ich werde mich niemals damit abfinden, dass man nichts tut. Ich weiß, warum sie sagen: ‘Man kann nichts tun’, weil sie nichts tun wollen. Aber ich will etwas getan haben dagegen. Wir haben gelernt, dass Reden ohne Handeln Unrecht ist.” – Gudrun Ensslin

“Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;es ist nicht genug, zu wollen,man muß auch tun.” – J.W. Goethe

Um hier nicht falsch verstanden zu werden sei gesagt, dass Theorie natürlich wichtig ist, ja, sehr wichtig sogar. Der Fehler und die Kritik bestehen hier darin, dass man ein Leben lang theoretisieren kann. Das nützt nun so ganz und gar niemandem.

Wie bei den Germanen sehr deutlich dargestellt, so wartet für den Verstorbenen nur Ehre, wenn er nicht dem Strohtod erliegt, id est im Kampfe stirbt.

Da der Theoretiker gar nicht vor hat sein gelesenes jemals praktisch zu verwenden, sondern es nur als Statussicherung zu nutzen, wird er versuchen sein Handeln oder eben Nicht-Handeln mit allerlei Rhetorik zu rechtfertigen. Er wird somit zu einem seelenlosen Adel. Wie der „Wall Street Yuppie“ sich durch den ledigen Besitz von Geld über den Anderen erhaben sieht, so baut der Theoretiker und Schwätzer seine Überlegenheit auf seinem Bücherwissen auf. Wahre Größe misst sich ausschließlich an Taten.

„Was man beharrlich will, tut man auch. Fester Wille bekräftigt sich durch Taten. Jeder durch die Tat bekräftigte Wille ist eine Handlung. Jede Handlung ist einem Urteil unterworfen und dieses Urteil ist ewig. – Dies sind Dogmen und Grundsätze.“

- Eliphas Levi

Und wieder sollten wir in uns nachsehen, wie sehr wir diesem Typus entsprechen. Es ist eine bürgerliche Pest sich in seinem Sessel bei einem Buch über Aspekte des Lebens zu ärgern, zu ärgern, zu ärgern, bis man auf dem Sterbebett liegt. Wir müssen verinnerlichen, dass wir eines Tages den Keller zu verlassen haben, dass es unsere heilige Pflicht ist, unser Denken auszuformen, einen Fleck in der Welt zu hinterlassen. Wenn wir es nicht tun, wer soll es dann?

„Aber ich sage: was fällt, das soll man auch noch stoßen! Das Alles von Heute – das fällt, das verfällt: wer wollte es halten! Aber ich – ich will es noch stoßen!“

-Friedrich Nietzsche

Nie wurde durch Worte irgendwas gestoßen. Natürlich steht am Anfang eine Idee, aber wenn diese existiert ist es unsere Pflicht diese umzusetzen, uns für diese zu opfern.

Nun sei erwähnt, daß es nichtmal schwerwiegend ist, wenn wir gar mehrere der aufgezählten Punkte in sich selbst entdeckt haben, so lange man willentlich gegen vorgeht. Der Wille muss da sein, sich von Geschwätz und Theoretisierung zu befreien. Die Menschen, die Idee und Tat verbinden, sowie sich von egoistischem Waschweibergeschwätz freimachen, sollen die Speerspitze sein.

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"Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug, zu wollen,
man muß auch tun."
- J.W. Goethe


"Das Vieh stirbt und Freunde sterben, endlich stirbt man selbst:
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
wer guten sich gewann."
- Havamal



"Wenn die Menschen über Gott sprechen, denkt ein Nihilist an Gestalt und Struktur eines Waldes."
- Vijay Prozak



"Die Weisheit besteht nur darin, weder das Nichts, das der Mensch ist,
noch die Schönheit,
die manchmal in seinen Händen entsteht, jemals zu vergessen."
- N.G. Dávila