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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Heroismus im Alltag

18 03 10 - 15:08
Die herrschenden Paradigmen der Moderne:

- Liberalismus

- Utilitarismus

- Humanismus

- Egalitarismus

- Individualismus

- Pluralismus

Jede dieser Gedankenwelten steht unter dem einem Banner: Das Ego. Oder vielmehr: Mein Ego, Ich und mein eigenes Drama. Im Angesicht der Dimension Schmeichelungen und Zärtlichkeiten, welche das Ego jedes Menschen tagtäglich erfährt, indem ihm durch Werbung, externe Statussymbole und allgemeiner Realitätsignorierung weisgemacht wird, er sei Kaiser und seine Kleider die schönsten von allen, wirkt eine Handlungsdevise, welche sich aus der Idee von einer untangiblen, abstrakten Struktur der Welt ergibt - Kosmischer Idealismus - beinahe verrückt. Doch wer folgt den klareren Gedanken ? Jemand, der eine unpopuläre "Wahrheit" erkennt, sich dieser Realität anpasst und zu ertragen vermag oder jener, welcher von der Welt verlangt, dass sie sich nach seinen Wünschen richtet ? Wer ist wirklich nicht bei Sinnen ?

Wahrheit, wie auch immer man sie definiert, ist etwas, was von vielen Menschen erkannt werden kann - theoretisch. Das bedeutet jedoch nicht, die Wahrheit ergäbe sich aus der Zahl ihrer Anhänger, also aus dem, worauf sich die meisten Menschen einigen, es verdiene die Bezeichnung "Wahrheit". Hinsichtlich einer nihilistischen Weltsicht ist "Wahrheit" die Struktur oder das Design nach dem unsere Welt aufgebaut ist, eine Beschreibung von Wirkungsmustern jenseits moralischer Werteabsolute - schlicht Realismus. Kosmischer Idealismus ist die Studie und die Schärfung unseres Wahrnehmungsvermögens hinsichtlich dieses Designs aus dessen Erkenntnis sich Werte und Handlungsmaßstäbe ableiten lassen, welche diese Struktur erhalten, sie pflegen und auf eine höheren Ordnungstufe zu erheben vermögen, setzt man sich dies als Aufgabe fest. Heroismus im Kontext dieser Philosophie bedeutet nach der Idee von einer kosmischen Ordnung und Ästhetik der Welt zu handeln und im Gegenzug Handlungen zu vermeiden, welche die Ordnung dieses Designs herabsetzen. In dieser Form des Heroismus also projiziert sich das kosmische Ideal in den Willen eines Helden und manifestiert sich in der realen Welt durch seine Taten. Oben genannte Paradigmen als Ausprägungen dogmatischen Anthropozentrismus' besitzen kein solches Ideal, keine Idee einer Struktur der Schöpfung und konzentrieren sich lediglich auf Materielles - den Menschen an sich, als höchstes Gut und Ziel seiner selbst, stets von sich aus los laufend, nur um bei sich wieder anzukommen.

Heroismus in seiner edelsten und höchsten Ausprägung ist der unmittelbare Kampf auf dem Schlachtfeld, in direkter Konfrontation mit seinem Gegner. Heroismus im Alltag besteht darin, das Richtige zu tun, egal ob es schwierig, anstößlich, schmerzvoll usw. ist. Sein Ideal in Gedanken, Taten & Worten zu leben, auch wenn es nicht der Massenattitüde entspricht.

- anstatt aus Bequemlichkeit die Plastikverpackung, Zigarette, Heroinadel auf den Boden zu werfen, geht man einen Umweg von 50 m bis zum nächsten Mülleimer ein

- anstatt mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren, läuft man zum Supermarkt

- anstatt den Fernseher anzuschalten, überlegt man sich wie trotz Erschöpfung die Zeit am besten genutzt werden könnte

- in allen Dingen bevorzugt man Qualität statt Quantität

- ...

Heroismus ist Disziplin des Geistes & des Körpers. Heroismus ist Stärke und Standhaftigkeit gegenüber Versuchungen der Apathie, des eigenen Komforts aufzubringen, die Überwindung von Passivität hin zur bedachtsamen, detailbegreifenden und aktiven Wahrnehmung des Lebens. Die Sicht eines Helden auf das Leben ist eine holistische, er begreift sich selbst als Teil eines Ganzen, als Mittel zur Verwirklichung und Erhalt einer Idee, nicht als die Idee selber, deren Aufrechterhaltung ihm wichtiger ist, als seine eigene vergleichsweise unbedeutende Existenz. Somit stellt der Heroismus eine transzendente Haltung dar und ist direkt dem Materialismus entgegengesetzt. Richtig und Falsch sind im Kosmischen Idealismus keine moralischen Absolute, vielmehr eine Unterscheidung zwischen konstruktiven und destruktiven Entscheidungen auf die Funktionalität unserer Welt. Der Tod  ist Funktion und kann sowohl fruchtbare, als auch zerstörerische Folgen nach sich ziehen, je nach Kontext.

Heroismus auf externer Ebene bedeutet sich Hindernissen, destruktiven Entwicklungen und Feinden entgegenzustellen. Heroismus gemäß des Idealismus auf persönlicher Ebene bedeutet, sich seinen inneren Feinden bewusst zu werden und mit ihnen zu ringen, tagtäglich. Dies können Versuchungen der Sinne sein (Sex, Alkoholgenuss, Völlerei...). Bei ihnen ist das Mengenverhältnis entscheidend für einen etwaig destruktiven Charakter dieser geringeren Verführungen. Es können Angewohnheiten oder Charakterzüge sein (Lethargie, Reizbarkeit, Narzissmus, Überheblichkeit...). Auch hier herrscht hinter der Konfrontation mit seinen inneren Dämonen kein moralischer Impetus, es ist vielmehr der Wunsch die Menschheit einer höheren Form näher zu bringen. Heldenhaftes Denken offenbart sich in stetiger Selbstreflektion und - kontrolle. Nur bei den Wenigsten ist ihr Wille komplett identisch mit ihrem Ideal und Helden ohne Makel stellen eine seltene Art unter den Menschen dar. Der Weg ist jedoch das Ziel und so bleibt es einem selbst überlassen, ob man diesen Tag wieder als Held begeht oder seinen Schwächen erliegt.

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"Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug, zu wollen,
man muß auch tun."
- J.W. Goethe


"Das Vieh stirbt und Freunde sterben, endlich stirbt man selbst:
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
wer guten sich gewann."
- Havamal



"Wenn die Menschen über Gott sprechen, denkt ein Nihilist an Gestalt und Struktur eines Waldes."
- Vijay Prozak



"Die Weisheit besteht nur darin, weder das Nichts, das der Mensch ist,
noch die Schönheit,
die manchmal in seinen Händen entsteht, jemals zu vergessen."
- N.G. Dávila