Strict Standards: mktime(): You should be using the time() function instead in /home/kontinual/web/anus.com/tribes/gnus/pivot/modules/module_debug.php on line 95
Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

Archiv


XML



Free Blog Counter


Suche


© 2011 G.N.U.S.

« News: Gefahren sozial… | Home | Zum Freigeist I : Wie… »

News: Zu leben ist zu sterben

03 01 10 - 14:35

Todesangst durch Sinnentleerung. Trauergestalten wie unten zitierter Autor breiten ihr Gift leider viel zu leicht unter den Menschen aus.

Nur eines ist im Leben wirklich sicher: nämlich, dass wir sterben. Warum aber überlisten wir den Tod nicht einfach?, fragt der Physiker Marcelo Gleiser. Ginge es nach ihm, wird der technologische Fortschritt dies in Zukunft ermöglichen - zum Beispiel durch das Klonen.[...]

Denn der Tod ist das Ende der Zeit, das Ende des Erlebens. Selbst wenn man religiös ist und an ein Leben nach dem Tod glaubt, sehen die Dinge dann auf jeden Fall anders aus: Entweder existiert man in einem zeitlosen Paradies (bzw. in einer Hölle), oder als wiedergeborene Seele. Wenn man nicht religiös ist, stellt der Tod das Ende des Bewusstseins dar. Und mit dem Bewusstsein heißt es auch das Aus für den Genuss schmackhafter Gerichte, die Lektüre eines guten Buches, die Betrachtung eines hübschen Sonnenuntergangs, die Freude am Sex, die Liebe zu einem anderen Menschen. So oder so: Es ist ziemlich trostlos.

[...]

Was ist zu tun? Wir verbreiten unsere Gene, schreiben Bücher und Aufsätze, beweisen Theoreme, erfinden Familienrezepte, schaffen Gedichte und Symphonien, malen und bildhauern - alles um irgendeine Art von Dauerhaftigkeit zu erzeugen, irgendetwas, was der Vergessenheit trotzen kann. Kann die moderne Wissenschaft es besser machen? Können wir uns eine Zukunft vorstellen, in der wir die Sterblichkeit kontrollieren?

Quelle
Gevatter Tod schaut auf uns herab und er hat es schon immer. Erst im Kontext zum Tode ergibt sich aber das Konzept des Lebens. Nur durch ihn werden Entscheidungen erst relevant, erlangen Bedeutung. Würden wir ewig leben, hieße es nichts, seine große Liebe zu finden, mit ihr Kinder großzuziehen und allgemein sein Leben möglich sinnig zu füllen, denn jede Entscheidung wäre indifferent gegenüber ihren Folgen - nochmal von vorne, die Ewigkeit gibt den nötigen Raum. Wie das Nichts zur Existenz des Etwas nötig ist, existiert durch den Tod das Leben.

Entscheiden wir uns, es so zu leben, dass wir am Ende nichts zu bereuen haben, schwinden Angstauswüchse wie die Perversität des Klonens oder die künstliche Verlängerung des Lebens aus unseren Gedanken und lassen uns das Leben wieder mit Tatendrang angehen, nicht dem Tode ergeben wie jener Autor, sondern der Ästhetik, im Bewusstsein der Endlichkeit des Lebens zwar, jedoch erhobenen Hauptes vor seinem Torhüter. So gelangen wir von einer negativen Logik (was nicht schlecht ist, ist somit gut) zu einer positiven Betrachtung des Lebens, indem wir unseren Fokus nicht auf die Vermeidung von schlechten Dingen richten, sondern auf die guten Dinge und ihnen entgegen schreiten, Hindernissen und Schwächen zum Trotze. Werden wir "Tänzer" und "Selig-Leichtfertige" (nach Nietzsche's Zarathustra), auf Schwingen durch das Leben gleitend.

leere

Noch kein Kommentar


  
Persönliche Informationen speichern?

/ Textile

Auf dieser Seite werden die Kommentare moderiert.
Das bedeutet, dass die Kommentare erst veröffentlicht werden, nachdem sie durch den Moderator freigeschaltet wurden.

  (Benutzer registrieren, Anmeldung)

Benachrichtigung:
E-Mail verbergen:

Alle HTML-Tags außer <b> und <i> werden aus Deinem Kommentar entfernt.
URLs oder E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
 

N e u e s

A u t o r e n



"Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug, zu wollen,
man muß auch tun."
- J.W. Goethe


"Das Vieh stirbt und Freunde sterben, endlich stirbt man selbst:
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
wer guten sich gewann."
- Havamal



"Wenn die Menschen über Gott sprechen, denkt ein Nihilist an Gestalt und Struktur eines Waldes."
- Vijay Prozak



"Die Weisheit besteht nur darin, weder das Nichts, das der Mensch ist,
noch die Schönheit,
die manchmal in seinen Händen entsteht, jemals zu vergessen."
- N.G. Dávila