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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Sexuelle Entsagung

24 12 09 - 07:56

Vorwort von GNUS: Exzess geschieht in allen Spielarten des Lebens, meist um überhaupt noch Reize aus der modernen Schalheit zu reißen. Eine andere Perspektive bietet Enthaltsamkeit, egal auf welcher Ebene, hier jedoch primär die auf sexueller Ebene. Ob nun die eine oder andere Seite der Medaille zu bevorzugen ist, mag jeder für sich selbst entscheiden, jedoch sollte der Blick von beiden Seiten aus geschehen sein. Dabei ist es hilfreich, sich eines im Hinterkopf zu behalten: Das angewandte Maß entscheidet in beinahe allen Situationen über einen negativen oder positiven Charakter unseres Handelns. Meist ist weder zuviel, noch zuwenig von einer Sache/Handlung eine konstruktive & realistische Abwägung. Mit freundlicher Genehmigung von Erberinnern.com:

Entsagung spielt unter Traditionalisten fürwahr eine große Rolle. Ob es nun lediglich eine Abkehr von der modernen Welt ist, die sich größtenteils darin äußert, wenn die Frage danach aufkommt, seine Ablehnung wörtlich kundzutun oder ganz speziell ein Verzicht auf Kaffee, Alkohol, Nikotin, Marihuana, nicht-biologischen Produkten, schlechter Kunst jedweder Form und was es da noch alles gibt.

Die Gründe für Askese sind ebenso so vielseitig wie die eigentlichen Güter oder Gefühle auf die verzichtet werden kann. Es kann sich hier darum handeln den einzelnen Quellen, die man als Übel erachtet, somit aus dem Weg zu gehen, wenn man sie meidet. Wenn man folglich in der Musikausrichtung der Moderne eine propagandistische Streu der Unmoral sieht, so vermeidet man diese um sich von dieser verderbenden Gefahrenquelle fernzuhalten. Nur wenig anders ist es mit Konsumgütern, die entweder temporär gemieden werden um sich zu zeigen, daß man selbst nicht auf Alkohol, Nikotin etc. angewiesen ist. Eine andere Ausprägung ist es diese Drogen völlig aus seinem Leben zu verbannen, weil man sie als schändlich und verderbend ansieht. Laut Octavio Paz steht die Askese immer dem gegenüber, was von der üblichen Mehrheit der Masse für normal gehalten wird und das macht bis hier ja noch Sinn. Von der profanen auf die traditionalistische Stufe erhoben hat der Verzicht, wie etwa im Mithraskult, Osiriskult oder Isiskult in Verbindung mit dem Tod und der Wiedergeburt vielmehr einen initiatischen Charakter. Das heißt, metaphysisch gesprochen, Abkehr von der Erdgebundenheit oder vom Nabel der Muttergöttin, und ein Griff gen Himmel. „Und da ich erhöht bin, sterbe ich“ heißt ein Teil der Mithrasliturgie zu diesem Thema.

Nach einer eher gröberen Umreißung der Thematik Verzicht und Askese soll die sexuelle Askese genauer beleuchtet werden, was wegen mancher eigener Erfahrung teils etwas subjektiv anmuten mag, wovon aber abzusehen versucht wird.

Der sexuelle Verzicht fällt nicht nur wegen seiner selteneren Umsetzung, im Gegensatz zu anderen, ein wenig aus der Reihe der anderen, sondern vielmehr aus dem Grund, daß er ganz im Gegensatz zu Koffein- oder Alkoholeinnahme, eine natürliche Funktion des Körpers ist und im wahrsten Sinne des Wortes befriedigt werden will. Julius Evola schreibt dazu:

„Die Kraft des Sexus liegt in der tiefsten Wurzel des menschlichen Individuums – und wer glaubt, daß man sie wirklich unterdrücken könne, täuscht sich. Bestenfalls kann man sie in ihren unmittelbareren Ausdrucksformen verdrängen; damit fördert man aber nur jene Phänomene neurotischer und schizophrener Natur, welche die moderne Psychoanalyse nur allzu sehr herausgestellt hat.“

Der Baron empfindet den Verzicht auf Sexualität offenbar als Spiel mit dem Feuer. Lassen wir das nicht an uns vorbeigehen und merken wir uns, daß ein gänzlicher und lebenslanger Abstand von dieser wohl kaum zu empfehlen ist. Eine Sensibilisierung, am besten mit Verzicht auf eine Vielzahl von anderen Gewöhnlichkeiten, kann durch die Abkehr von Wollust zumindest erreicht werden. Das Auge öffnet sich für eine Sexpropaganda, dessen Omnipräsenz ja durchaus bekannt ist, aber durch die Abkehr nochmals feinfühliger und intensiver aufgenommen und verarbeitet wird. Allein dieses Erlebnis ist es schon wert.

Wenn wir von Sex reden ist es ganz natürlich nicht immer die hedonistische Ausprägung der Moderne. Ganz natürlich ist bei ehrenhafteren Individuen der Geist noch nicht so sehr verdorben den, Akt der Liebe als ein Konsumgut zu sehen, als Spaß oder Hobby. Aber auch diesen sei der Verzicht ans Herz gelegt, denn wie bei so vielen Aspekten ist auch hier die Abkehr von Natürlichkeit der Griff zu Höherem. Und was ist natürlicher als der Akt der Fortpflanzung?

Zur Verdeutlichung heißt Verzicht hierbei in keinster Weise Verachtung der Sexualität. Sie wird einfach gemieden, was impliziert: Verzicht auf Selbstbefriedigung oder Sex, sowie das Übersehen, Nichtbeachten oder einfache Hinnehmen von Sexpropaganda.

Dieser Text ist im Gegensatz zu den meisten anderen auf dieser Seite kein reflektierender oder informativer Text, sondern vielmehr eine Art Aufruf. Probiert es aus. Stellt euch einer Herausforderung.

Beendet wird mit Krishna:

Sinnlichkeit zerstört Leben, Glanz,

Stärke, Vitalität, Gedächtnis, Reichtum,

großen Ruhm, Heiligkeit und Hingabe an

dem Höchsten.

www.celibacy.info

- Sanguis

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