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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Kurzer Abriss zu Lebensqualität

19 09 09 - 03:06
Vorwort: Ursprünglich als News vorgesehen, hat sich doch soviel Inhalt dazu ergeben, dass eine Veröffentlichung als Artikel angemessen erschien. Der zitierte Autor plädiert für eine globale Versorgung der Völker mit den Annehmlichkeiten und Technologien der westlichen Moderne zum Erlös der Menschheit von Qual und Leid.

Die Verwechslung von Lebensqualität und illusionierter Bequemlichkeit.

Wachstum, immer wieder Wachstum. Wozu? Manchmal ist der Stillstand die schwierigere Leistung, glaubt Software-Pionier Kai Krause. Wir haben schon so viel an Lebensqualität, die niemand jemals vorhergesehen hat. Sie erst einmal für alle Menschen verfügbar zu machen, ist das sinnvollste Ziel.[...]Auf der langen Suche, uns durch die Jahre windend, geht es meines Erachtens weniger um Reichtümer, Ehre oder Macht, sondern um Lebensqualität.[...]

Es geht nicht um Politik - es geht einfach darum, dass niemand vor zehn Jahren das Ausmaß der Veränderungen vorhergesehen hat, in deren Mitte wir uns heute befinden.

[...]Eine perfekte Tasse Tee, das richtige Brot mit toller Konfitüre, die Berliner Philharmoniker spielen JETZT, nur für MICH, genau DIESES Stück ... und sie legen sogar eine Pause ein, wenn ich pinkeln muss!

Was will man denn noch mehr??

Milliarden unserer Vorfahren wären an einem "Sofortigen-Glücksüberdosis-Syndrom" explodiert, wenn ihnen all diese wunderbaren Mittel zur Verfügung gestanden hätten, und dabei habe ich geheizte Räume, nächtliche Beleuchtung, saubere Duschen, sicheres Essen, allgegenwärtige Mobilität und Zahnärzte mit Narkosemitteln noch gar nicht erwähnt.

Alles zu verändern, sollte eigentlich gleichbedeutend sein mit: Lasst diesen Grundzustand für unsere Milliarden Mitbewohner auf diesem dystopischen Erdball Wirklichkeit werden. Jetzt! Ein Ende des endlosen, sinnlosen Leidens ist das sinnvollste Ziel. Ja, durchaus, lasst uns alles verändern.[...] Quelle

Der Autor fährt fort, über die neuen, "grünen" Möglichkeiten der Energiegewinnung für Notebooks und Handys zu faseln, kabellose Stromverbindungen und wie erstrebenswert es sei, dies alles bald in der gesamten Welt zu finden. Zugegeben, eine Art Stillstand, oder besser Umfokussierung der Wirtschaft auf die Produktion von Dingen, die wirklich nützlich sind, eine Abkehr von unreflektiertem und unbedingtem Wirtschaftswachstum wäre wünschenswert. Eine Rückbesinnung auf Kultur und einen ruhigeren, simpleren Lebenswandel, der ohne abstraktes Multitasking auskommt, in denen sich die Wirtschaft einbettet und nicht umgekehrt.

Die Kernaussage des Autor ist folgende: "Wir haben es nun wirklich ziemlich gut und gemütlich hier in der westlichen, modernen Welt, aber nun sollten wir mal alle Maschinen anhalten und unsere Energie dafür aufwenden, den Rest der Welt mit unserer materiellen Glückseligkeit einzudecken." In der Tat, WAS nur kann man da unter Einbeziehung aller Möglichkeiten noch mehr wollen?

1. Lebensqualität setzt sich aus mehr Faktoren als Gemütlichkeit und materiellem Besitz zusammen, bedeutet mehr, als alles was man sich so wünscht, zu jeder Zeit und an jedem Ort, in konsistenter Qualität und ohne Mühen zur Verfügung zu haben, ist mehr als technisch ermöglichte Bequemlichkeit. Vielmehr Faustischer Drang zu schaffen, die Welt zu verstehen und unseren Platz in ihr zu begreifen, selbst aktiv zu werden und auch sich seinen Tee selber zu brühen,sowie einen Sinn hinter seinem Leben zu wissen, der nicht nur auf sich selbst bezogen ist.

2. Wo bleibt die Natur neben dem Beton dieses Zukunftsszenarios noch bestehen? Wer soll dies alles herstellen, von den Umweltbelastungen der Herstellung ganz zu schweigen ? Straßen für Autos und Häuser für 6 Milliarden Menschen. Ein Handy, ein PC, ein Plasmabildschirm, Kaffeemaschine und und und... Dazu kommt die Ernährung. Neben Flächen für Produktion, Anbau und Tierhaltung muss ein ungeheurer logistischer Aufwand betrieben werden, um die Versorgung zu garantieren. Der benötigte Raum würde einen Großteil der Erdoberfläche in Anspruch nehmen. Zudem ist es naiv zu glauben, dass die derartig glückliche Menschheit bei einer Zahl von 6 Milliarden stagnieren würde. Ohne den bisherig stattgefundenen Exzess der menschlichen Vermehrung wären "Grüne Technologien" für Handys und den allgemeinen Strombedarf in diesem Ausmaß überhaupt nicht notwendig. Der Mensch steht nicht außerhalb der Natur, er ist organisches Glied eines höheren Zusammenhangs, dem der Erde, und seine Glückseligkeit/Lebensqualität ist eng an diese gebunden. Daher gilt es unsere Welt zu erhalten.

3. Die Gier nach materieller Befriedigung und Unterhaltung und nicht zu vergessen der Liberalismus, welcher jedem Menschen diese Befriedigung garantiert (es ist ja seine "Freiheit", zu konsumieren), sind doch gerade für die Zerstörung der Umwelt und Leid der Menschen mit verantwortlich und nun soll NOCH MEHR Materialismus und Konsum unser Retter sein ? Überbevölkerung, schwindende Ökosysteme, geistige Seichtheit, Sinnentleerung und daraus resultierende psychische Krankheiten wären ohne die Reduktion der menschlichen Erfahrung auf Oberflächlichkeiten und die propagierte Erstrebenwürdigkeit dieser vermutlich gar nicht erst entstanden und doch ist es das, was der Autor hier anpreist. Noch größeres Leid wäre die langfristige Folge.

Die Reaktion unserer Vorfahren auf all diesen unnötigen Firlefanz des technokratischen Zeitalters und seine Folgen für die Erde wäre neben Mitleid für unsere korrumpierte und rückratlose Bevölkerung wohl eher glatte Abneigung gewesen. Sein Heil in der Progressivität und dem Materialismus unserer Gesellschaft zu suchen ist fatal und wird nur in weiterer Verkümmerung des menschlichen Geistes resultieren. Sauberes Wasser, sanitäre Anlagen etc. sind alles positive Dinge, die Lösung zu unseren Problemen liegt jedoch in der Rückbesinnung auf inhärente Werte, welche sich über die Jahrhunderte als ewig wahr und konstruktiv erwiesen haben. Eine Ausrichtung des Technikbedarfs nach diesen Werten beschränkt ihn auf das Notwendigste und fasst im Gegensatz zum Heute Technologie lediglich als nützliches Werkzeug auf, nicht als Letztes aller Ziele auf dem Weg zum Glück.

leere

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