15. Februar 2009
Sterbende Emotionswelt
Sterbende Emotionswelt
Dass sich eine fehlende Erziehung nicht nur in aggressivem Verhalten inder Gesellschaft äußert, sieht man sehr gut an dieser neuen Studie:
Für viele ist es unvorstellbar keine Emotionen zu haben. Und doch leiden in Deutschland rund 800.000 Menschen an Alexithymie oder auch Gefühlsblindheit.
Sie erledigen jeden Tag zur jeden Zeit dasselbe, wodurch sie bei den Arbeitgebern sehr beliebt sind. Denn die gefühllosen Menschen arbeiten immer zuverlässig.
[...]
Gefühlsblindheit entsteht in der Kindheit. Emotionen werden schon früh durch Kommunikationen vermittelt, wenn dies jedoch fehlt, bekommen diese Menschen kein Verständnis für Gefühle. Auch Traumata, zum Beispiel durch einen Krieg ausgelöst, können dazu führen.
Quelle
10% der deutschen Bevölkerung leiden unter solchen fast unvorstellbaren
seelischen Verkümmerungen, die nicht nur wegweisend für eine Zeit sind,
wo es darum geht, maschinengleich und ohne nennenswerte Selbstreflexion
eine verdummende Arbeit zu verrichten, und in der die Erziehung durch
Talkshows, Big Brother und MTV ersetzt wird, sondern auch in den
verrohenden Charakter eben dieser Ideale, die angestrebt werden, wenn
solche Krankheiten in wachsender Zahl zum Ausbruch kommen.
Meiner Meinung nach sollten nicht nur regelnde Instanzen gegen Menschen
eingeführt werden, die Menschen daran hindert, Kinder großzuziehen, die
sich von vornherein schon als unfähig erweisen, um genau solche
erschreckenden, gesellschaftlichen Auswüchse zu Verhindern.
Dass insgesamt eine Werteumwälzung in der Gesellschaft stattfinden
muss, die so ein Verhalten auch noch zum Ideal auserkoren hat, dürfte
einem eigentlich der normale, menschliche Verstand sagen.
Oedland

