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Träume

30 08 08 - 04:28

Träume


Der moderne Mensch zeichnet sich durch seine Unfähigkeit aus, mit seinen Träumen umzugehen. Für ihn sind sie oft nicht mehr als nächtlicher Ballast, etwas, was man vegisst und fahren lässt. Doch hat es einen Sinn, die 8 Stunden Bewusstlosigkeit als deart verlorene Zeit zu sehen? Damit meine ich nicht nur die Träume, die er während des Schlafens erlebt. Genauso, wie der Mensch von heute sie für aussagelos hält und vergisst, sind seine Träume (Hoffnungen, Wünsche, Ideale) im Wachleben oft aussagelos, surreal und zielfrei.
"Ich träume, dass alle Menschen gleich sind und in Frieden miteinander leben... und das McDonalds seine Preise halbiert"



Der Schlaf mitsamt seinen Träumen ist, wie weithin bekannt ist, höchst wichtig für unsere körperliche und geistige Verfassung. Während des Schlafens regeneriert man, beim Träumen verarbeitet das Gehirn Eindrücke, Erinnerungen und Gedankengänge, in dem es sie durchspielt, abstrahiert oder sie durch das Setzen von damit nicht zusammenhängenden Kontrasten aus dem Fokus der Gehirnmarterei rückt.

Träume und der Schlaf sind so unerklärbar, scheinbar so selbstproduzierend. Sie sind der beste Beweis, das wir noch organische Lebewesen, keine toten Konstrukte sind - sie sind der Beweis für die in uns wohnende Magie. Nicht umsonst haben archaische Kulturen den Träumen übersinnliche Macht zugesprochen, sei es durch die Interpretation als göttliche Botschaft oder als Weissagung über die Zukunft.

In Träumen wiederkehrende Bilder sind Symbole für unser innerstes Wesen, unser Unterbewusstsein. Was wir erlebt haben, was uns von der Kindheit an geprägt hat. Der Traum ist eine Art berauschter Zustand, der Konzepte, Formen, Farben aus dem tiefsten Unterbewusstsein mit Erinnerungen und Sinneseindrücken verknüpft. Funktionieren allerlei psychodelischen Drogen nicht ähnlich? Das inspirierende Feld des Träumens ist bei weitem noch nicht so erschlossen wie das der Drogen; dabei ist gerade dort es möglich, wertvolle Erfahrungen über sich zu gewinnen. Sich mit Ängsten zu konfrontieren, sie zu überwinden - ja sie erst überhaupt einmal kennenzulernen, das alles kann uns tatsächlich Kraft in der Wirklichkeit geben. Ein Vorteil gegenüber den Drogen ist das Fehlen von gefährlichen Nebenwirkungen und die Möglichkeit einer direkten Steuerung der Richtung.

Die Möglichkeit einer Steuerung? Die gibt es tatsächlich. Die Literatur über das sogenannte Klarträumen ist zahlreich und gibt uns die Gelegenheit, unsere verborgenen und vielleicht sogar vergessenen Fähigkeiten zu nutzen. Im Anhang ist ein Verweis aufgeführt, der mehrere Abhandlungen zum Thema und Anleitungen auflistet.

Aristoteles hat über die Träume gesagt, dass sie einen medizinischen Weissagungscharakter besitzen; Organleiden, Krankheit und so weiter kann sich im Voraus durch entsprechende Träume abstrakt manifestieren. Genauso geht es mit psychischen Zuständen, Dinge, die wir verdrängen und meinen vergessen zu haben, werden sich als Leitmotiv durch unsere Träume ziehen. Alles was uns beschäftigt wird im Traume zusammengesetzt und scheint sich selbst zu reproduzieren, eigenständig zu werden und damit andere Realitäten, andere Möglichkeiten sowie die Zukunft auszuloten. Ein Traum hat also tatsächlich weissagenden Charakter - wenn man ihn nur zu deuten weiß und sie als organischen Teil des Ichs respektiert.
Wigr
Literaturlinkliste


 

N e u e s

A u t o r e n



"Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug, zu wollen,
man muß auch tun."
- J.W. Goethe


"Das Vieh stirbt und Freunde sterben, endlich stirbt man selbst:
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
wer guten sich gewann."
- Havamal



"Wenn die Menschen über Gott sprechen, denkt ein Nihilist an Gestalt und Struktur eines Waldes."
- Vijay Prozak



"Die Weisheit besteht nur darin, weder das Nichts, das der Mensch ist,
noch die Schönheit,
die manchmal in seinen Händen entsteht, jemals zu vergessen."
- N.G. Dávila