In der Landwirtschaft genutzte Pestizide töten Bienen
Genau um diese Zeit, wenn sich der August dem Ende neigt, wird wieder Raps ausgesäht. Trotz eines vorhergehenden Verbotes der Nutzung von Pestiziden bei Raps, die die Insektizide Clothianidin und Imidacloprid enthalten, wurde dieses Verbot nun für einige Mittel ausgesetzt. Beide Insektizide sind äußerst giftig für unsere heimischen Bienen (davon, dass sie für uns auch nicht sonderlich gesund sind, mal abgesehen) und stehen im Verdacht bereits im April/Mai für ein großes Bienensterben verantwortlich zu sein.
" Wenn Ende August mit Clothianidin und Imidacloprid gebeizter Raps zählt zu den wichtigsten einheimischen Ölpflanzen. Der mit Kohl verwandte Raps ist ein- oder zweijährig. Das gelbblühende Kraut wird bis 1,2 Meter hoch und hat lange Pfahlwurzel und einen kräftigen bis zu zwei Meter langen Stängel. Raps ausgesät werde, drohe ein ähnliches Bienensterben wie im Frühjahr, als mit Clothianidin-haltigen Pestiziden gebeizter Mais in Baden-Württemberg zehntausende von Honigbienen-Völkern tötete. Nachdem zunächst die Zulassung von Clothianidin- und Imidacloprid-haltigen Beizmitteln ausgesetzt worden war, hatte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Ende Juni die Zulassung einiger dieser Mittel für die Anwendung bei Raps wieder in Kraft gesetzt. Die genannten Wirkstoffe werden meist in Beizmitteln für Mais, Karotten, Rüben, Raps und Kartoffeln eingesetzt. [...]"
Quelle
Warum man die Gifte zunächst verbietet und dann wieder zulässt, ist mir ein Rätsel. Allerdings ist der BAYER Konzern für die Produktion jener Gifte verantwortlich, so dass der Verdacht nahe liegt, dass wirtschaftliche Faktoren wie immer eine Rolle spielen. Tatsache ist jedoch, dass ein erneutes oder dauerhaftes Bienensterben uns nicht unberührt lassen würde, wie bspw. das, anderer "unwichtiger" Tierarten, die Gefahr laufen, ausgerottet zu werden. Die Folgen der Eingriffe in die Natur zeigen sich bereits in den USA, in der im letzten Frühjahr bis zu 70% der dortigen Bienenbevölkerung aus ungeklärter Ursache starben. Hier steht jedoch gentechnisch veränderter Mais im Verdacht. Albert Einstein sagte bereits: "Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Pflanzen, keine Tiere, keine Menschen mehr." Vielleicht wird das Ende der Menschheit am Ende gar nicht durch nukleare Zerstörung, sondern von dem Sterben eines kleinen Insektes herbeigeführt?
Rose

