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23. August 2008

Online-Freunde laut Studie so gut wie echte Freunde

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Eine Studie der Universität Leipzig kam, zufällig zur selben Zeit, zu der auch die Games Convention stattfindet, zu dem Ergebnis, daß Online-Spieler nicht vereinsamte Menschen sind, weil sie doch im Netz Online-Freunde kennenlernen.

«Online-Spiele-Welten sind für Jugendliche soziale Treffpunkte», sagte Medienpädagogik-Professor Bernd Schorb. Mehr als drei Viertel der Spieler spiele im Internet mit Freunden. Die Hälfte der rund 1000 Befragten zwischen elf und 22 Jahren hätten auf diesem Weg sogar neue Freunde gefunden. «Online-Spieler sind ganz normale Jugendliche», sagte Schorb. «Die meisten jungen Leute suchen beim Online-Spielen auch nicht nach einer virtuellen Welt, die ihre reale ersetzt oder nachbildet», sagte Forscherin Maren Würfel. So sei etwa die viel diskutierte Parallelwelt «Second Life» für die Jugendlichen nicht attraktiv. Wenn doch, dann seien es eher Mädchen, die das Spiel zur Erweiterung ihrer Identität nutzten und sich etwa in neuen Rollen ausprobieren wollten. Quelle

Genau, es ersetzt oder bildet die reale Welt nicht nach. Es ist eine Weltflucht, bei der der Jugendliche sich im anonymen Internet geben kann, wie er es gerne auch im realen Leben würde, gerade weil dieses meistens eher dem Gegenteil der virtuellen entspricht. In der Moderne werden tiefe Freundschaften durch Online-Freundschaften, Sport an der frischen Luft durch Konsolen-Sport und das Musizieren mit Freunden durch das Musizieren an einem Computer ersetzt. Jede Zwischenmenschlichkeit, die die Form eines reinen Kennens und Mögens überschreitet geht verloren. Natürlich werden bei der Studie der Uni-Leipzig auch Suchterscheinungen bei Online-Spielen und Auswüchse wie "ich feiere meinen Geburtstag im Internet" quasi für die GC gerne mal übersehen.
Harm Wulf


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es ist nicht genug, zu wollen,
man muß auch tun."
- J.W. Goethe


"Das Vieh stirbt und Freunde sterben, endlich stirbt man selbst:
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
wer guten sich gewann."
- Havamal