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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Feuer und Wasser

10 01 08 - 05:08

Feuer und Wasser

Von Wigr, 15. Mar. 2007

In Zeiten von Globalisierung und multikultureller Einebnung ist der individuelle Charakter jeder Kultur in Gefahr, verloren zu gehen. Kulturelle Vermischung jedoch ist in der Geschichte immer wieder vorgekommen und deswegen als ein natürlicher Prozess zu sehen. Dieser Tage jedoch wird dies mit politischen und wirtschaftlichen Mitteln übertrieben, so dass die Grenzen des Sinnvollen und Natürlichen überschritten werden.

Lokalisierung

1
Um die Ursprünge unserer Kultur zu ergründen, müssen wir ungefähr 5000 Jahre in die Vergangenheit gehen. Mitteleuropa wird durch jungsteinzeitliche Bauern besiedelt. Diese Bauern zeichnen sich durch ihre Vorliebe aus, Hügelgräber zu errichten (Megalithkultur). Friedlich und erdverbunden verbrachten sie ihr Dasein, bis ihre Welt durch einen Ansturm aus dem Osten erschüttert wird. Indogermanen, ein kriegerisches Hirtenvolk aus der südrussischen Steppe, ziehen in ihr Land. Zwar sind jene zahlenmäßig unterlegen, unterwerfen jedoch aufgrund ihrer militärischen und technologischen Überlegenheit die Eingesessen.

2
Es kommt in den folgenden Jahren zu einer Art Kampf zwischen den verschiedenen Kulturen, Sprachen und Gesellschaftstrukturen, zu einer Synthese derselbigen. Nach Jahrhunderten, Jahrtausenden von Synthese ist ein Volk entstanden, dass in der Geschichte eine bedeutsame Rolle gespielt hat: Die (Ur-)Germanen. Erdverbundene, friedliebende Bauern haben sich mit kriegerischen, rastlosen Eroberern zu einem Volk gebildet. Der Konflikt, den diese Synthese gebracht hat, wird religiös mit dem Krieg der Asen (gebracht von den Indogermanen) gegen Wanen (von den Eingesessen) verarbeitet. Feuer und Wasser haben sich vermischt und sind zu einem mächtigen, brisanten Element geworden.

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Ähnlich verhielt es sich mit anderen Kulturen: Römer, Kelten, Griechen, Slawen, Inder, Perser und einige weitere sind erst durch diese Synthese enstanden. Kulturelle und ethnische Reinheit wird es in der Vergangenheit der Menschen nicht gegeben haben. An Grenzen waren Vermischungen mit Nachbarn sogar Gang und Gäbe, allerhöchstens im Kern dürfte die Ethnie prinzipiell homogen geblieben sein.

Kulturelle Synthese

1
Hermann Güntert schrieb 1934 (!): "Was die Indogermanen anbelangt, so scheint mir ihre weltgeschichtliche Machtstellung gerade auf solchen günstigen Mischungen [...] zu beruhen: Bei demjenigen Volksstamm der Griechen, der am frühesten kleinasiatisch-orientalischen Einflüssen ausgesetzt war, den Ioniern, ist zuerst und nachhaltigst die hellenische Geistesart entstanden, während die 'reinrassigen' Dorer zurückstanden. Eine günstige Rassenmischung ist wie eine Neuzeugung und kann sehr förderlich sein [...] So steht es übrigens auch mit den Einzelpersönlichkeiten bis zum heutigen Tage. Es ist bekannt, daß Friesen verhältnismäßig 'rein germanisch' sind, wie man gern sagt: Haben aber die Friesen die bedeutenden Persönlichkeiten von Deutschland hervorgebracht? Im Gegenteil, man wird gerade bei den >deutschesten< Männern, die Herrvorragendes auf irgendeinem Gebiet geleistet haben, oft keine typischen >rein nordischen< Rassenzüge finden, sondern Einschläge aus anderen Rassen: Gerade die Spannung infolge der Blutmischung kann zu besonderen Leistungen begaben".

2
Dass Mischungen durchaus interessante Ergebnisse zu Tage bringen können, sollte jetzt deutlich geworden sein. Doch bis zu welchem Grad tun sie das? Da gilt es, klar zu differenzieren. Grundlegend ergibt es an und für sich wenig Sinn, dass sich zwei an grundverschiedene Bedingungen angepasste Lebewesen vermischen (Ich behaupte, dass es in der Natur so nicht vorkomme).

3
Es ist wenig sinnvoll, Populationen (künstlich) zu übermischen. Jegliche Spezialisierungen und Varietäten würden verloren gehen, und damit auch der Antrieb für eine natürliche Selektion. Die vorhin erwähnte "Mischspannung" würde sich in ein milchiges "Alles und doch Nichts" vertrüben.

4
Jede Tierart, Unterart, Varietät hat sich im Laufe der Jahre an ihre Umwelt angepasst, oder ist zumindest dabei, es zu tun. Jedes Tier trägt zur Funktion des Ökosystems bei. Würden, aus welchen Gründen auch immer, die verschiedenen Varietäten dezimiert (Grenzenlose Vermischungen beispielsweise wie sie in der Natur selten vorkommen) werden, würde das Ökosystem höchst instabil werden. Eine ausgeprägte Artenvielfalt ist jedoch der Motor für Evolution. Wir, als bewertende, natürliche Lebewesen, messen der Artenvielfalt und einem natürlich funktionierenden Ökosystem einen hohen Wert zu, wenn nicht gar den höchsten schlechthin.

5
Man wird anmerken, dass man dieses Prinzip nicht so einfach auf den Menschen übertragen kann, da menschliche Ethnien nicht mit zwei unterschiedlichen Tierarten vergleicht werden können. Außerdem kommen zu den genetischen noch kulturelle und soziale Faktoren hinzu. Betrachtet man jedoch die gesamte Problematik tiefgehend, wird man erkennen, dass man dieses System leicht von der genetischen Artenvielfalt auf kulturelle und soziale "Artenvielfalt" ummünzen kann. Es wäre ungünstig, wenn grundlegend verschiedene Lebensansichten, die aufgrund ihrer stark entgegengesetzten Polarisierung keine glückliche Symbiose zuließen, aufeinander treffen würden. Es wäre aber auch ineffizient, Eskimos in der Steppe und Afrikaner im Eis anzusiedeln (selbstredend sind Afrikaner keine homogene Ethnie, dieses Beispiel zur nur zur Veranschaulichung dienen).

6
Zweifellos sind, wie bereits erwähnt, unsere Vorfahren aus einer recht widersprüchlichen Zusammenkunft entstanden. Doch ich behaupte, dass diese beiden Pole, so unterschiedlich sie auch waren, sich eher gegenseitig ergänzt haben und in etwas Höherem aufgegangen sind, als im Niedergang zu entarten. Es entstand eben alles andere als kultureller, psychologischer und ökologischer Verfall, was eben im starken Gegensatz zu der Zeit hier und heute steht.

7
Ich bin der Meinung, dass jede Kultur, jedes Volk, jede Varietät es von sich aus wert ist, weiterzubestehen; wohlwissend, dass unsere Kultur, Sprache, Identität nichts anderes als eine Fusion von verschiedenen Kulturen, Sprachen, und Identitäten darstellt. Sie leben in dieser Synthese weiter und bestehen somit in irgendeiner Weise fort; wohlwissend, dass zahlreiche Kulturen bereits untergegangen sind. Das Problem jedoch ist, dass, wie im Vorwort erwähnt, dieses Prinzip überreizt wird. Jegliche Basis für erhabene Kultur, wertvolle Sprache und überhaupt eine Identität wird dieser Tage unter den Füßen weggezogen und in eine graue Masse umglobalisiert.

8
Beispiele für Produkte dieses überreizten Prinzips sind dieser Tage an jeder Straßenecke zu sehen. MacDonalds, Cola, Fernsehserien aus den USA, jene "Jede Stadt ist mein Zuhause"-Mentalität. Die eigene Identität, die eigenen Wurzeln, das Erbe der eigenen Kultur gehen in diesem kunterbunten, und doch so grauen Mischmasch vor die Globalisierungshunde. Menschen, ja ganze Nationen, leiden, hin und her gerissen, orientierungslos, an schweren Identitätskrisen, Kulturbankrott und dem daraus resultierenden sozialen, psychologischen und ökologischen Niedergang.

Schlusswort

Man wird sich eingestehen müssen, dass Vermischungen und Synthesen bis zu einem gewissen Grad als natürliche Prozesse anzusehen sind. Demzufolge darf man sein Urteil darüber nicht von der Angst vor Veränderung abhängig machen, sondern muss dialektisch vorgehen, um höherwertige Aussagen treffen zu können. Als Nihilisten werden wir dem gewahr, erkennen jedoch auch, dass der heute betriebene Pluralismus den Untergang für vieles, das positiv ist, bedeuten muss und man deswegen das Ruder herumreissen muss.

Im Übrigen möchte ich Siegfried Fischer-Fabian danken, ohne den ich niemals diesen Artikel verfassen hätte können. Dieser Artikel baut quasi auf den Kapiteln seines Buches "Die ersten Deutschen. Über das rätselhafte Volk der Germanen" auf und hat mir eine Menge Gedankegänge und -fortführungen aufgezeigt. Feuer und Wasser beispielsweise ist ein eindrucksvoller Terminus, der im Buch auftaucht und den ich aufgrund der hoch zu bewertenden Aussagekraft übernommen habe und als passenden und stimmigen Titel für den Artikel sah.


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es ist nicht genug, zu wollen,
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Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
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