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10. Januar 2008

Kulturelle Identität

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Kulturelle Identität

Charakter und Geist eines jeden Menschen werden durch verschiedene Faktoren gebildet und beeinflusst. Dazu zählen das genetische Erbe, die Erziehung, die Erfahrungen die man während seines Lebens macht und auch das Traditionen, genetischem Erbe, Kunst und Geschichte erben wir als Individuum und es macht einen wichtigen Teil unseres Selbst aus. Es lebt auch in unserer Heimat und in den Sagen, die sich um Berge, Flüsse, Wälder oder alte Gemäuer ranken.

Wir müssen es mit unseren eigenen persönlichen Eigenschaften und unseren Erfahrungen zu einer sinnvollen Synthese bringen, die uns im täglichen Leben hilft und die uns ein Quell an Kraft und Inspiration ist.
Dabei darf weder zu sentimental oder dogmatisch, noch zu positivistisch gegenüber dem Modernen gedacht und gehandelt werden.


Wer ersteres tut, riskiert unfähig zum Lernen und starr in seinen Ansichten zu werden. Er züchtet Reptilien des Geistes, wie William Blake sagte. Er verwahrt Asche, anstatt die Flamme am brennen zu halten, wie ein Ausspruch eines anderen Denkers lautet.
Wer letzteres tut, wird anfällig für jede Art des Blödsinns werden, die gerade modern und neu erscheint. Er läuft Gefahr, einen wichtigen Teil seiner selbst zu verleugnen und großen Reichtum zu vernichten. Zu diesem Reichtum zählen weniger konkrete Anweisungen wie "Du sollst nicht töten" oder "Du musst in einer Monarchie leben, weil es schon immer so war" als vielmehr die philosophischen, ethischen und psychologischen Beobachtungen, die in der Geschichte wie in den Kunstwerken einer Kultur liegen und die nicht nur nutzen, indem sie uns Wahrheiten über das Verhalten eines Menschenschlags oder der Menschheit generell und Gedanken zu ewigen Problemen geben, sondern die auch Schönheit durch die Anschauung der Natur und des Menschen vermitteln.

In der heutigen Zeit werden kulturelle Eigenheiten leider oft als etwas lästiges betrachtet - denn lästig sind sie, wenn man mit einer einzelnen Marketingstrategie die ganze Welt erreichen und in jedem Erdteil die gleichen bequemen und billigen Konsumenten und Arbeitskräfte vorfinden möchte. Lästig sind sie auch, weil sie Sinn, Werte und Glück vermitteln, die man doch selber in der Form seiner nutzlosen Produkte verkaufen will. Deswegen ist es fraglich, ob das Bestreben einen Homo Internationalis zu erschaffen, dessen Nationalität das Abstraktum "Menschheit" ist und der auf der ganzen Welt den gleichen modernen Moralvorstellungen und Zielen folgt, tatsächlich als etwas positives zu betrachten ist. Während es sicherlich sinnvoll ist, sich mit den Erzeugnissen anderer Kulturen auseinanderzusetzen und daraus zu lernen, wird der Versuch, jede kulturelle Eigenheit wegzuwischen und zu verneinen mit großer Wahrscheinlichkeit in nichts anderem als dem oben beschriebenen zweiten Extremfall enden.

Wer sich selbst respektiert, sollte deswegen nicht das verleugnen was er ist, sondern die Schätze der Vergangenheit hüten und mit wachem Geist an die Realitäten der Moderne anpassen.


drei Kommentare

Ein paar ungeordnete gedanken die mir zu dem tehma kommen:

(Entschuldige die häufigen Rechtschreibfehler)

Ist den Kultur nich genauso leer und zu gleich sinvoll wie religion..
Sie ist nicht in unseren Genen
Zu grosse Kultutrelle Unterschiede führen meiner meinung nach zu genau soviel Spannungen wie Religiöse noch mehr wenn die religion ein fester bestandteile der Kultur ist usw.
Jedoch find ich es wichtig die Form zu bewahren, die schönheit die durch Kultur entstanden sind.
Kulturen kommen und gehen

Ich glaube nicht das es tragich wär ein Einheitliche Kultur für die Menscheit zu haben

bitte um antwort
Kale
Kale () - 07 10 08 - 05:35

>Sie ist nicht in unseren Genen

Natürlich ist sie in unseren Genen. Jede unterschiedliche Kultur enstand in anderen Gebieten, unter anderen klimatischen, geographischen und existentiellen Bedingungen. Jede Kultur geht damit anders um – es gibt kein richtig oder falsch, kein überlegen oder unterlegen. Jedoch werden sich nur die Kulturen in der Evolution behaupten, die organisch und realitätsnah sind (aus diesem Grund sehen wir unsere westlich-christliche/säkuläre Welt scheitern). Natürlich haben sich die unterschiedlichen Lebensweisen auch in der Genetik verankert. Nicht nur langfristig, sondern der Lebensstil bestimmt direkt, ob gewisse Gene aktiviert oder deaktiviert werden.

Kulturelle Unterschiede führen nur dann zu Spannungen, wenn sie am selben Ort bestehen müssen oder ihre Überlegenheit proklamieren. Aus diesem Grund scheitert unsere pluralistische Gesellschaft, die behauptet, eine multikulturelle Gesellschaft wäre hervorragend. Nirgendwo sehen wir einen Beweis dafür, dafür aber an jeder Ecke die Aufforderung zu Toleranz, Humanismus, Gleichheit und anderen emotionalen Worthülsen.

>Jedoch find ich es wichtig die Form zu bewahren, die schönheit die durch Kultur entstanden >sind.
>Kulturen kommen und gehen
>Ich glaube nicht das es tragich wär ein Einheitliche Kultur für die Menscheit zu haben

Das ist inkonsequent und nicht zu Ende gedacht. Welche schöne Kultur soll denn enstehen, wenn es nur noch eine uniforme Einheitskultur gibt? Alle bekommen die gleichen Meinungen eingepflanzt, die gleichen Perspektiven im Leben, die gleiche Identität. Wie langweilig und grausam so eine Welt doch wäre. Daraus kann keine gesunde Kultur entstehen. Das Schöne in der Welt, das, was das menschliche Leben erst interessant und lebenswert machte, kam doch erst durch unterschiedliche Kulturen zur Stande – und, ja, auch durch das Miteinanderringen. Das erst ist der Lauf der Welt, Kulturen kommen und gehen, wenn sie dekadent geworden sind oder gewaltsam unterworfen werden. Nur letzteres gilt es, auszuschalten, da wir andere Kulturen respektieren und durch sie inspiriert werden. Das erste Begrüßen wir und unterstützen wir – einen Stein, der den Abgrund runterrollt soll man noch stoßen.

Die Ansicht, dass eine Einheitskultur das Beste für die Welt ist halte ich für mehr als nur langweilig, degeneriert, ohne Realitätsbezug sondern auch für sehr gefährlich.
Wigr - 07 10 08 - 06:20

ich möchte mich anschließen,

kultur ist sicherlich in unsren genen verankert, und trotzdem wandlungsfähig

eine andrere frage ist aber, ob eine kultur "gestoßen" werden muss, wenn sie zu "dekadent" wird, oder ob sich die enden von kulturen nicht absehen lassen

siehe aufstieg und fall roms
lilian - 17 12 08 - 12:02


  
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