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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Orient und Okzident

25 04 08 - 08:37
In Deutschland erleben wir zurzeit eine sehr angespannte Stimmung. Nach den Grundsatzdiskussionen über Meinungsfreiheit und Karrikturen hat sich die etwas abgeflaute Laune durch Geert Wilders filmischer Darstellung "Fitna"[1] weiter aufgeheizt. Fast täglich werden wir von multikulturellen Vorfällen von Personen aus islamischen Kulturkreisen konfrontiert und fast jedes Mal wird der Kern der Problematik ausgespart.
All der Islamkritik durch westliche Humanisten liegt der lächerliche Versuch zu Grunde, den degenerierten Westen und sein morsches Wertesystem zu verteidigen.

Dieser Versuch ist gescheitert, da entsprechende Kritiker nicht den Kern des Problems angreifen. Sie kritisieren, dass der Islam einen praktisch unreformierbaren Absolutheitsanspruch hat und seine Ideologie verbreiten und notfalls aufzwingen will. Da das Credo des Westens radikale "Toleranz" ist, kann er so etwas nicht zulassen. Damit stellt er sich wiederum über den Islam mit seinen Absolutheitsanspruch, während er sich selber als absolut sieht. Dieses Verhalten ist paradox.

GlobalismusDer Gedanke, dass das westliche Wertesystem absolut und prinzipiell überlegen ist und demzufolge überall verwirklicht werden muss, ist natürlich reinster Globalismus. Es ist genau das, wogegen sich die islamischen Staaten wehren - sie wollen keinen MCDonalds, keine Showdemokratie nach amerikanischen Vorbild, keine TV-Programmwahl-Freiheit. Es ist nicht "unser" Recht, ihnen diese Dinge aufzuzwingen.

Der Westen toleriert fremde Ideologien und Kulturen gerne im Land, beschwert sich jedoch über die daraus entstehenden Konflikte. Das rosarote Multikulti ist gescheitert - grundlegend verschiedene Kulturen können nicht an einem Fleck friedlich koexistieren [3] - gerade dann nicht, wenn sie missionarischen Anspruch erheben. Es wird ferner versucht, eine universelle Leitkultur zu schaffen, in der alle nicht nur gleichwertig, sondern gleich, identisch und durchschnittlich sind.

In den Medien wird die Problematik grundlegend verschwiegen, politisch kaum oder einseitig thematisiert. Politblogs wie Politically Incorrect [4] bieten realistische Nachrichten, scheitern jedoch im Anbieten von realistischen Lösungen, da sie ebenfalls nur westlichen Globalismus und sekulären Humanismus im rechtsliberalen-konservativen Gewand propagieren.

Es kommt aufgezwungen und gekünstelt rüber, wenn sich der Westen pathethisch für die Durchsetzung seiner Werte einsetzt. Niemand kann sich einen Zusammenhang zwischen Verteidigung unserer Kultur und modernem Zeitgeist vorstellen - geradezu absurd erscheint diese Idee.
Mit der Berufung auf judeochristliche Wertesysteme tut man seiner europäischen Kultur Unrecht. Es waren die Spiritualitäten der Griechen, Römer, Germanen, Kelten, Slawen die zu europäischen Hochkulturen geführt haben. Das europäische Christentum bestand zu wesentlichen Merkmalen aus heidnischer Spiritualität unter dem Banner eines christlich-synkretistischen Sonnenkultes.[5] Mit der Säkularisierung von christlicher Dogmatik kam jedoch auch die fatale Trennung von jeglicher Spiritualität. Der Versuch, den Islam auf eine vormittelalterliche Hirtenreligion zu reduzieren während man sich auf die Durchsetzung einer hebräischen Hirtenreligion konzentriert erscheint unangemessen und lachhaft.

Es wird nur oberflächlich an der Thematik gekratzt. Es fehlt sowohl der große Knall der Kulturen als auch jeglicher mögliche Weg dazu. Nicht in unserer säkularisierten Gesellschaft - man schaut lieber Fernsehen, geht auf eine Party - das Problem wird schon irgendwie weggehen. Es ist müßig zu erwähnen, dass man von seelenlosen Menschen keine produktive Lösung erwarten kann.

Ergo: Der einzige Weg, den Kern der Problematik anzugehen, ist das Zurückbesinnen auf die eigene Identität, Kultur und Spiritualität, nicht auf fadenscheinigen Humanismus im westlichen Gewand oder gar judeochristlichen Säkularismus, während die 68'er Idee vom Multikulturalismus jeden Tag aufs Neue scheitert. Konflikten und Rassismus wird vorgebeugt und man gibt islamischen Ländern keinen Grund mehr, sich gegen westliche Wertesysteme wehren zu müssen. Im Gegenzug dazu sollten Moslems im nahen Osten bleiben und von keinen Europäern erwarten, ihr Glaubenssystem anzunehmen. Ob das jedoch bei einer missionarischen Religion langfristig funktioniert, sei vorerst dahingestellt. Gerade die europäische Vergangenheit zeigt uns zumindestens, dass es noch Zeiten gaben, in denen man für seine Werte und Kultur kämpfte und sich nicht feige unterwarf. Diese Beseeltheit, diesen Zustand des Geistes gilt es wiederzuerlangen.

Wigr

[1]Wikipedia Artikel über Fitna
[2]It's true, they don't carry the Koran under their arms. But it's at home. And their fathers go to the mosque. They don't tell their children that beating women or believers of other religions is not allowed. That's why we have to push harder for a kind of Leitkultur, a guiding culture. Not a monoculture but a culture that draws on our Christian, Jewish, humanistic traditions and that poses a challenge to the Islamic problem. This is patriotism, not nationalism, this is pride in our own culture." - Geert Wilders
[3]Migration und Kriminalität [PDF]
[4]Politcally Incorrect
[5]Zeitgeist der Film

Bild: Entsatzschlacht von Wien 1683
ein Kommentar

Hieran anknüpfend ist Paul Feyerabends kulturrelativistisches Werk “Erkenntnis für freie Mensche” (Suhrkamp) sehr zu empfehlen.
sigrblot () (URL) - 13 09 08 - 14:26



  
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