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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Lokalisierung

10 01 08 - 05:01
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Kulturelle Identität




Charakter und Geist eines jeden Menschen werden durch verschiedene
Faktoren gebildet und beeinflusst. Dazu zählen das genetische Erbe, die
Erziehung, die Erfahrungen die man während seines Lebens macht und auch das
Nachdenken über Verhaltensweisen und Problemstellungen.


Neben den "wirklich eigenen" Eigenschaften, die durch Mutation, Kontakt mit
fremden Ansichten oder persönliche Erlebnisse gebildet werden, sind die
meisten dieser Eigenschaften Produkte der Kultur, des Landes, und der Bedingungen,
denen man entstammt. Sie konnten sich über langere Zeit in den Menschen einer
Familie, eines Stammes oder einer Nation herausbilden und stellen den
ureigenen Ansatz an die Probleme des Lebens und der Natur dar, den diese
Gruppe von Individuen sich geschaffen hat.
Dieser wurde über die Zeit durch die oben erwähnten eigenen Eigenschaften der
beteiligten Individuen ständig verbessert und an die tägliche Realität
angepasst.



So gleicht eine solche Gruppe in größerem Maßstab betrachtet wieder einem
Individuum, das geboren wird, lernt, Überlebensstrategien schafft und sie dem
wachsenden Wissen anpasst. Dabei können Rückschläge und Fortschritte
auftreten. Irgendwann werden seine Kräfte abnehmen und es wird sich gleichsam
in Altersschwäche auflösen: Das geschieht, wenn Kulturen nicht mehr an sich
selbst und an ihre eigenen Grundsätze glauben und in Dekadenz und Auflösung versinken.



In diesem größeren organischen Gebilde ist das Individuum, das seine Person
durch Gedanken oder Taten verewigt, unsterblich oder zumindest sehr langlebig
geworden. So ist jede Kultur das Produkt der Männer und Frauen, die sie gelebt
und geschaffen haben, gewichtet nach der Größe und Bedeutung ihrer jeweiligen Werke und Taten.



Dieses Konglomerat von Traditionen, genetischem Erbe, Kunst und Geschichte erben wir als
Individuum und es macht einen wichtigen Teil unseres Selbst aus. Es lebt auch in unserer Heimat
und in den Sagen, die sich um Berge, Flüsse, Wälder oder alte Gemäuer ranken.
Wir müssen es mit unseren eigenen persönlichen Eigenschaften und unseren
Erfahrungen zu einer sinnvollen Synthese bringen, die uns im täglichen Leben
hilft und die uns ein Quell an Kraft und Inspiration ist.



Dabei darf weder zu sentimental oder dogmatisch, noch zu positivistisch
gegenüber dem Modernen gedacht und gehandelt werden.



Wer ersteres tut, riskiert unfähig zum Lernen und starr in seinen Ansichten zu
werden. Er züchtet Reptilien des Geistes, wie William Blake sagte.
Er verwart Asche, anstatt die Flamme am brennen zu halten, wie ein Ausspruch
eines anderen Denkers lautet.



Wer letzteres tut, wird anfällig für jede Art des Blödsinns werden, die gerade
modern und neu erscheint. Er läuft Gefahr, einen wichtigen Teil seiner selbst
zu verleugnen und großen Reichtum zu vernichten.



Zu diesem Reichtum zählen weniger konkrete Anweisungen wie "Du sollst nicht
töten" oder "Du musst in einer Monarchie leben, weil es schon immer so war"
als vielmehr die philosophischen, ethischen und psychologischen Beobachtungen,
die in der Geschichte wie in den Kunstwerken einer Kultur liegen und die nicht
nur nutzen, indem sie uns Wahrheiten über das Verhalten eines Menschenschlags
oder der Menschheit generell und Gedanken zu ewigen Problemen geben, sondern
die auch Schönheit durch die Anschauung der Natur und des Menschen vermitteln.



In der heutigen Zeit werden kulturelle Eigenheiten leider oft als etwas
lästiges betrachtet - denn lästig sind sie, wenn man mit einer einzelnen
Marketingstrategie die ganze Welt erreichen und in jedem Erdteil die gleichen
bequemen und billigen Konsumenten und Arbeitskräfte vorfinden möchte.
Lästig sind sie auch, weil sie Sinn, Werte und Glück vermitteln, die man doch
selber in der Form seiner nutzlosen Produkte verkaufen will.



Deswegen ist es fraglich, ob das Bestreben einen Homo Internationalis zu
erschaffen, dessen Nationalität das Abstraktum "Menschheit" ist und der auf
der ganzen Welt den gleichen modernen Moralvorstellungen und Zielen folgt,
tatsächlich als etwas positives zu betrachten ist.
Während es sicherlich sinnvoll ist, sich mit den Erzeugnissen anderer Kulturen
auseinanderzusetzen und daraus zu lernen, wird der Versuch, jede kulturelle
Eigenheit wegzuwischen und zu verneinen mit großer Wahrscheinlichkeit in
nichts anderem als dem oben beschriebenen zweiten Extremfall enden.



Wer sich selbst respektiert, sollte deswegen nicht das verleugnen was er ist,
sondern die Schätze der Vergangenheit hüten und mit wachem Geist an die Realitäten
der Moderne anpassen.


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es ist nicht genug, zu wollen,
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noch die Schönheit,
die manchmal in seinen Händen entsteht, jemals zu vergessen."
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