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Deutsche Nihilistische Gesellschaft - Nihilismus, Traditionalismus, Pan-Nationalismus

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Freiheit

04 04 08 - 06:19

Freiheit

Selbstbestimmung und Souveränität gehörten schon seit eher zu den größten Idealen der Menschheit. Nicht verwunderlich ist es also, dass nach Jahrtausenden von ungerechter Knechtschaft und Ausbeutung von Staat und Kirche das Prinzip der individuellen Freiheit zum Grundsatz einer "aufgeklärten" Welt besteht. Ironischerweise hat man sich jedoch durch diese Dogmatisierung dieses urzeitlichen, spirituellen Prinzips seine entsprechende Verwirklichung ins Absurde geführt.
Sind wir wirklich "frei"? Was ist das überhaupt?
Unabhängig von neurologischen Erkentnissen über die eingeschränkte Willensfreiheit des Menschen hat wohl jeder gesunde Mensch den Wunsch nach Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung. Das kann schon damit anfangen, selber bestimmen zu können, was man mit seinem Leben anfangen will ohne jeglichem unnatürlichem Zwang und wahnsinniger Tyrannei unterworfen zu sein. Alles darüber hinaus ist problematisch.



Es gibt keine absolute Freiheit im materiellen Sinne. Man ist immer von Umständen und Bedürfnissen abhängig wie beispielsweise der Nahrungsbeschaffung oder anderen Menschen. Wird diese "Nahrungsbeschaffung" obsolet, d.h., muss man nichts mehr direkt gegen seinen Hunger tun, läuft man Gefahr, diese Versorgung für selbstverständlich zu halten. Jeglicher Respekt und alle Dankbarkeit vor dem Prozess der Nahrungsbeschaffung und damit der Natur und dem Leben an sich geht verloren - was bleibt ist eine Menge "Freizeit", in der man sich langweilt, Ersatzhandlungen sucht und/oder sich im Überkonsum ersäuft. Keine Frage, viele positive Errungenschaften wurden erst getätigt, als der Hunger gestillt worden ist und man anfing zu denken - aber diesem Umstand als Prinzip seiner Existenz zu leben, ist fatal und resultiert in mentalen Leiden (wie viele Menschen in unserer Gesellschaft sind depressiv?) und kulturellem Untergang (qed). Ausserdem wird man oft von anderen Menschen abhängig sein - der Mensch ist ein soziales Tier. Warum sollte es in einer Kultur keinen gemeinsamen Nenner geben, der sich organisch entwickelt hat? Unsere moderne Welt schafft den Spagat nicht zwischen kultureller Verbundenheit und Egalitarismus nicht. Unsere "Kultur" ist morsch, unsere Gesellschaft verkommen - wer will sich schon mit irgendwem verbunden fühlen.

8 Stunden bei einer abstrakten Arbeit im Büro verbringen, während man pragmatisch und effizient die reelle Arbeit in der Hälfte der Zeit bewältigen könnte - doch es geht um den Willen der Gewinnmaximierung, damit die Business-Oligarchie ihre Firmenwägen weiterfahren können (während sie Nazi-Sexorgien feiern). Freiheit und immer mehr. Ist man nach einem frustrierenden Tag zuhause, hat man die freie Wahl zwischen den Fernsehprogrammen. Wundervoll, Unterhaltung - bloß nicht anfangen, zu denken! McDonalds oder Burgerking? Die Wahlmöglichkeiten sind atemberaubend. Und am Wochenende kriegt man dann noch die Gnade, sich mit Alkohol volllaufen zu lassen - anders hält man seinen Alltag scheinbar nicht aus. Unsere Gesellschaft beruht auf dieser Manipulation und diese Ruhigstellung - kein untypisches Verhalten für Demokratien, die zu Oligarchien degeneriert sind, in denen nur die Demagogen herrschen, die dem Pöbel schmeicheln.



"Ich esse soviel wie ich will auf meinem Regenwaldtisch und konsumiere dabei all das Plastikzeug aus der Werbung - Was, du hast etwas dagegen? ES IST MEINE FREIHEIT!"

Ist das wirklich Freiheit? Ist diese kindliche Rebellion, dieses Aus-Prinzip-Dagegensein wirklich das, was wir wollen für unser Leben wollen? Die Umweltverschmutzung nimmt dramatische Züge an wegen der Rücksichtslosigkeit von Menschen die auf die Befriedigung ihrer Bedürfnisse pochen, die Anzahl und Unzufriedenheit der Bevölkerung nimmt kontinuierlich zu und wird nur noch rudimentär vom Fernsehprogramm und Alkohol zusammengehalten. Multikulturelle und soziale Probleme klaffen wie schwarze Lücken in einem rosa Weltbild - und dennoch verfolgen viele Menschen wie Wahnsinnige Fantasien, die mit den souveränen Idealen wenig gemein haben. Wie verrückt ist unsere Welt?

Die Ideen des Liberalismus beruhen ebenfalls auf den Idealen der Freiheit, anstatt jedoch kulturelle Souveränität als Credo zu haben, versinken jene Liberalisten in Egalität. "Toleranz" nennt sich dann das, was offiziell die Respektierung von anderen Meinungen sein soll, unter der Oberfläche jedoch sich als Fehlen jeglicher Einstellung herausstellt. Solange jemand arbeitet und äußerlich funktioniert, wird er als guter Teil der Gesellschaft wahrgenommen (im liberalen Sinne: ignoriert), unabhängig davon, ob derjenige ein Psychopath oder anderweitig unkonstruktiv ist. Der Unterschied dazu, jemanden als konstruktiven Teil der Gesellschaft wahrzunehmen oder jemanden nur als funktionierend zu sehen liegt im Detail: Das Erste geschieht, um eine blühende Kultur und glückliche, gesunde Menschen hervorzubringen, das Zweite nur um sich weiter ungestört im eigenen Wohlstand suhlen zu dürfen.

Freiheit muss neu definiert werden - weg von einem anthropozentrischen/masturbatorischem Weltbild, zurück zu einer konstruktiven, selbstbewussten Selbstbestimmung in Kultur und Charakter. Und das heißt dennoch, dass eben manche umweltschädliche und dekonstruktive "Freiheiten" beschnitten werden müssen - Genau wie Überbevölkerung und demografische Katastrophen, wie das Aussterben von kompetenten und intelligenten Menschen. Aber nein, es ist ja eure Freiheit, euer Wahnsinn, der uns alle umbringen wird.

Wigr
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es ist nicht genug, zu wollen,
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"Die Weisheit besteht nur darin, weder das Nichts, das der Mensch ist,
noch die Schönheit,
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- N.G. Dávila