Archiv


XML



Free Blog Counter


Suche


© 2008 G.N.U.S.

29. Oktober 2009

Satire: Apple Saves!

Erst nachdem im Jahre 2009 der ersten Schritt in Richtung Weltrettung mit dem unabhängigen App "Epidemie-Warner" gewagt wurde, ist man sich bei Apple des Potentials des iPhones vollkommen bewusst geworden. War die erste Applikation noch von Forschern in Auftrag gegeben worden, zog Apple nun selber nach. Jobs: "Nachdem wir erkannt hatten, dass das iPhone Leben retten kann, kamen wir gar nicht drumherum, unseren Teil für eine bessere und sicherere Welt zu leisten. Dabei herausgekommen ist das isavePhone, welches das Leben von Millionen Menschen nicht nur bereichern und soviel lebenswerter machen wird, sondern es sogar schützt." In Kollaboration mit der WHO und diversen Entwicklungshilfeorganisationen entwickelte Apple u.a. das Modell "Africa". "Wir möchten den Menschen helfen und dazu beitragen, die Welt für sie lebenswerter zu gestalten.", verkündet Jobs. So verfügt "Africa" serienmäßig über eine App, welche den nächstliegenden Kondomautomaten anzeigt, sowie über einen installierten Schnell-Aidsbluttest, ähnlich den Teststreifen eines Diabetes Testgeräts. "Wir hoffen auf diese Weise Aids in den am meisten betroffenen Regionen eindämmen zu können. Und keine Sorge, wir haben auch die Armut der Bevölkerung berücksichtigt, weshalb wir den Afrikatarif entwickelt haben.", so Jobs augenzwinkernd.

Aber dies sei noch nicht alles. "Wir hören in Afrika nicht auf. Auch der Rest der Welt soll von unseren neuen Entwicklungen profitieren. Studien haben bspw. den großen Einfluss von gemeinsam eingenommenen Mahlzeiten auf den Familienzusammenhalt gezeigt, wodurch wiederum bessere Noten und eine gesündere Lebensweise resultieren." Gefördert werden soll dies durch das Modell "Family". Ein vorinstallierter App ist darauf programmiert, dem Besitzer mittels eingebauter Elektrode leichte Stromstöße zu versetzen, falls sich das Gerät zur Mittagszeit nicht innerhalb eines 5 m Radius zu einem im Esszimmer installierten Scanner befindet. "Unser selbst erklärtes Ziel ist es, den Menschen zu helfen und sie in ihren Entscheidungen positiv zu beeinflussen, für eine harmonischere Welt. Ähnlich wie bei der Bekämpfung des Klimawandels sind wir davon überzeugt, dass sich vieles zum Guten wenden wird, wenn die Menschen nur die richtigen Produkte kaufen!"

Apple zeigte sich in der Bekämpfung des Klimawandels ebenfalls umsichtig und versprach, künftig lediglich Verpackungen und Boxen aus recyceltem Papier und Pappe für den Schutz der isavePhones beim Transport per Flugzeug, Bahn und Schiff zu ihrem auf jedem Kontinent liegenden Bestimmungsort zu verwenden. "Die Natur liegt uns natürlich ebenso sehr am Herzen, wie die Menschen." Kaum verwundern wird also der standardmäßig installierte "Green" App, welcher in teilnehmenden Einkaufszentren auf die angebotenen umweltfreundlichen Waren aufmerksam macht.

Auf das Argument einiger Gruppierungen, dass eine Bewerbung unnötig vieler und ebenso unnötiger, umweltschädlicher Artikel, sowie die bestetig wachsende Erdbevölkerung, welche nach diesen Angeboten lechzen, für die nach wie vor andauernde Zerstörung des Planeten verantwortlich sei, antwortet Humanist Jobs wie immer souverän: "Stimmen, welche für einen Rückgang der Bevölkerungszahl und eine Verringerung des Konsums zur Rettung unseres Planeten plädieren, sind wohl nur als menschenverachtend und faschistisch zu bezeichnen. Man kann den Bürgern ihre Freiheit auf Konsum und Herstellung beliebter Gütern ja wohl kaum verbieten. Alle Menschen haben ein Recht auf individuelle Lebensführung und sollten frei entscheiden, was und wieviel sie kaufen dürfen. Letztlich hängt das Wohl der Erde doch nur von der Entscheidung der Bevölkerung für die richtigen Produkte ab. Apple geht einen Schritt in diese Richtung, indem es seine Waren den gegebenen Notwendigkeiten anpasst."

US - Präsident Obama sinniert im Zuge der Schweinegrippe angeblich bereits über einen Vertrag mit Appel, nachdem jedem US-Bürger ein isavePhone gewährleistet werden soll. Jobs: "Ich freue mich wie Bolle über die Umsicht unseres Präsidenten und kann seine philantropische Bemühungen nur beglückwünschen. Apple wird selbstredend alle Kräfte mobilisieren, um auch der Schweinegrippe Einhalt zu gebieten."

Wahrlich, wäre nur jeder Chef eines Großkonzerns deart mit einem sozialen Gewissen gesegnet, wäre diese Welt soviel annehmlicher.

leere
(mehr)

29. Oktober 2009

News: Grüner Schein

Ökonomie über alles!

Eigentlich ist das Prinzip schlicht: Wer etwas kaputt gemacht hat, soll es auch wieder reparieren. Das galt bisher für Investoren, die eine Fabrik, ein Wohnhaus, eine Geflügelfarm gebaut haben. Für die Fläche X, die sie versiegelten, mussten sie auf der Fläche Y Natur schaffen. Doch diese Eingriffs-Ausgleichsregelung wollen Union und FDP nun ändern. Das steht in ihrem Regierungsprogramm, das sie Montag unterschrieben haben. So soll es einfacher werden, die Republik zu betonieren.[...]Derzeit kann ein Bauherr für den Schaden, den er in der Umwelt anrichtet, nur im Ausnahmefall Geld als Ersatz zahlen. Ansonsten muss er für eine - wie das bürokratisch heißt - Realkompensation sorgen. Dazu gehören zum Beispiel so einfache Maßnahmen wie Bäume pflanzen. Wie viele Bäume es sein müssen, hängt dabei davon ab, wie wertvoll die Fläche aus Umweltsicht war, auf der beispielsweise die neue Fabrik stehen soll. Die Koalition ermöglicht es nun, den Ersatz von Schaden durch Geld zur Regel zu machen.

Jutta Kremer-Heye, Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums, hält das für eine "überzeugende" Idee. Das Land Niedersachsen kämpft seit langem für eine Reform der Eingriffsregelung, konnte sich damit aber offenbar erst jetzt durchsetzen. Kremer-Heye: "Für die Kommunen ist es schwierig, noch Flächen für den Ausgleich zu finden." Zum Beispiel gebe es an der Küste "Engpässe".

Quelle
Mir gefällt vorallem der letzte Abschnitt. Wenn es keine Natur mehr zu kompensieren gibt, kann auch keine Natur zerstört werden, logisch. Das Problem des Ausgleichs existiert also gar nicht, hey wie praktisch. Erschreckend, dass das Umweltministerium Niedersachsens zwar erkennt, das bereits zu wenig Fläche zur Verfügung steht, diesen Mangel allerdings nicht als etwa tragisch erachtet und an der Entstehung neuer Flächen interessiert wäre, wie man es normalerweise erwarten würde, sondern lediglich an der Auszahlung des "gerechten Preises" seitens der Bauherren. Nichts ist schließlich umsonst, nicht wahr ? Und alles erlaubt, solange man dafür bezahlt. Der eigentliche Sinn der bisherigen naturschutzrechtlichen Kompensation, welcher nebenbei bemerkt auch nicht das Wahre war, wird mit ihren Ersatz durch einer Geldzahlung allerdings ad absurdum geführt. Die wirklichen Prioritäten sind klar: Gewinne, Wirtschaftswachstum. Für den Naturschutz wird wie beinahe immer nur auf dem Papier etwas getan, dient diese Maßnahme letztendlich nur dem Erhalt des grünen Scheins.

Wie es mit der neuen Regierung in diesen und anderen Bereichen weitergeht: Schwarz - Gelbe Pläne

Ein empfehlenswerter Artikel darüber, wo unsere Prioriäten eigentlich liegen sollten, findet sich auf Forest Poetry
leere
(mehr)

27. Oktober 2009

News: Menschen als Effekt

Provokante Theorien im Mainstream TV.

Channel 4 is facing a race controversy after deciding to give a platform to scientists who claim that white people are more intelligent than those who are black. A documentary, fronted by former BBC News correspondent Rageh Omaar, will interview professors who claim brain power is linked to racial grouping. It will include claims that the most intelligent people in the world are North-East Asians from parts of China, Japan and North and South Korea.[...] The broadcaster has decided to air the comments, which will be abhorrent to many of its viewers, as part of a series of programmes about race and science, aimed at busting 'science's last taboo'. Quelle
Menschen fühlen sich insgeheim unsicher, daher verlangen sie nach Kontrolle über das Ungezähmte. Hätten sie Kontrolle, wären sie die Gründe, nicht die Effekte, was viele in ihrem anthropozentrischen Weltbild wohl als schmeichelnd empfinden. Manches lässt sich jedoch nicht kontrollieren, bspw. unsere Herkunft und die Geninformationen unserer Vorfahren, welche sich zu unserer eigenen DNA zusammenschließen und somit unsere kognitiven Fähigkeiten beeinflussen. Wird also suggeriert, dass Menschen zu einem großen Teil von etwas abhängig sind, auf das sie keinerlei Einfluss ausüben können, reagieren sie mitunter erbost auf den Verlust ihrer Autonomie. Nähme man die Behauptung der Machtlosigkeit als wahrheitsgemäß an, entstünde daraus eine Ohnmacht, mit der die meisten Menschen nicht zurecht kämen. Gemeinhin drückt sich die Aussicht auf Kontrollverlust in Form von Zorn gegen denjenigen aus, der die Behauptung auszusprechen wagte. Aus Angst vor ihrer Unkontrollierbarkeit wird Realität verleugnet und man begnügt sich damit weiterhin ins Land zu schreien, wie man die Realität denn am liebsten hätte: "Alle sind gleich und wenn alle Umstände stimmen, kann jeder ein Beethoven werden". Währendessen existiert die Wirklichkeit weiterhin, unbeeindruckt von unsererem kollektiven Augenverschließen, bis sie uns eines Tages einholt.
leere
(mehr)

27. Oktober 2009

News: Unser Gemüt und unser Umfeld

Eine Studie untersucht die Beziehung zwischen dem Geruch der Umgebung, in welcher man sich befindet und moralischem Verhalten.

People are unconsciously fairer and more generous when they are in clean-smelling environments, according to a soon-to-be published study led by a Brigham Young University professor.[...]

"Basically, our study shows that morality and cleanliness can go hand-in-hand," said Galinsky of the Kellogg School. "Researchers have known for years that scents play an active role in reviving positive or negative experiences. Now, our research can offer more insight into the links between people's charitable actions and their surroundings."

Quelle
Wie wir uns und unsere Umgebung behandeln, spiegelt durchaus unser Inneres wieder. Das eigene Äußere und die Gestaltung, sowie Grad der Pflege unseres Lebensraumes sind nicht willkürlich, eher Manifestationen unseres Charakters und unserer Präferenzen. Geruch spielt hier ebenso eine Rolle wie visuelles Gefallen. Kein Wunder also, dass sich der Werteverfall unserer Gesellschaft nicht nur in dem Menschen selbst, sondern auch im Externen zeigt: eine groteske moderne Kunst, graue, dreckige Großstädte, welche von unserem Unterbewusstsein auch nicht gerade als wohlriechend empfunden werden dürften, verkommene Stadtviertel mit nur spärlich vorhandener Natur usw. Dies ist wohl nicht der Regelfall, leugnen lassen sich gewisse Niedergangstrends dennoch nicht.

Im Gegenzug besitzt unsere Umgebung jedoch auch einen Einfluss auf uns, auf unser Verhalten wie auch auf unseren Gemütszustand. Großartiges motiviert zum Großartigen, Schönes zur Freude, Ordnung im Umfeld erleichtert geordnete Gedanken, Geruch motiviert (scheinbar) zur Philantropie, Verfall und Müll zu Apathie. Umgebung ist hier nicht auf Materielles beschränkt, der Eindruck, welchen unsere Mitmenschen auf uns machen, trägt ebenfalls seinen Teil bei. Ein Schritt in die richtige Richtung ist daher recht leicht zu tätigen: achtet auf euer Äußeres und eure Gesundheit, vertreibt grimmige Gedanken, wachst über die Misere der Welt hinaus und strebt nach konstruktiven Zielen. Haltet eure Wohnung sauber und ordentlich, kurzum, lebt eure Werte auch nach außen hin. Vieles was noch vor euch liegt wird euch so etwas leichter fallen, u.a. die Klarheit eurer Gedanken und euer Gemüt wird sich erhellen. Eventuell werden eure Zeitgenossen dies bemerken und eurem Beispiel folgen.

leere
(mehr)

23. Oktober 2009

Artikel: Die verlorene Romantik

Die verlorene Romantik

"Schönheit liegt im Auge des Betrachters" heißt es. Doch gibt es auch eine Art von Schönheit, auf die sich die gesamte Menschheit einigen kann, die von allen Menschen als solche empfunden wird ? Was ist wirklich schön, heilig, atemberaubend ? Gibt es vielleicht sogar eine "objektive" Schönheit ?

"Die Philosophia Perennis (lat. „immerwährende Philosophie“), ein stark kritisierter und somit zu wenig beachteter Zweig der Philosophie, bezeichnet die Suche nach immergültigen Wahrheiten, welche sich hauptsächlich aus archetypischen, vorgeschichtlichen, spirituellen und objektiven Regeln, gefunden in Überlieferungen, ausdrücken. Dieser Geisteshaltung wollen wir tatsächlich einen objektiven Charakter geben, obwohl das eigentlich die Hauptkritik an diesem Denken ist. Welche objektivere Annahmen könnte es aber doch geben, als die sakralen Weisheiten, dargebracht in Konvergenzen weltweiter verschiedenster Hochkulturen?" Philosophia Perennis

Als Nihilisten durchschauen wir die Welt der Erscheinungen und erfassen die Welt als Struktur, wir streifen die menschlich erfundenen Werte und absolut-moralischen Vorstellungen ab, reduzieren schließlich unseren Eindruck von der Realität um unsere Emotionen. Was übrig bleibt ist unser Leben und unser Bewusstsein, es zu leben. Nur wie ? Womit die enstandene Sinnleere füllen ? Man kann sich nach diesen Gedankengängen entweder dazu entschließen, das Leben weiterhin als sinnlos zu betrachten und somit jegliche künftige Handlung als gleichwertig gültig gegenüber allen anderen Meinungen und Verhaltensweisen abzutun, sich in der Befriedigung des Körpers und der irdischen Genüsse hingeben, bis man dann schließlich verlischt. Man kann sich aber auch dazu entschließen, das Leben selbst als den Sinn seines Daseins anzuerkennen. Hat man diesen Entschluss gefasst, diese Erkenntnis gewonnen, so hat man einen Maßstab festgelegt, an dem sich Schönheit messen lässt.

Schönheit für den Nihilisten manifestiert sich insofern in allem was wächst, sich entwickelt, nach Macht strebt, sowohl zerstörend als auch schaffend ist, vor Leben und Kampfeslust pulsiert und dadurch dazu beiträgt, diese Prozesse zu erhalten, kurz gesagt, der ewige Kosmos und die irdische Schöpfung an sich in all seinen Facetten. Dazu gehören auch Vorgänge und Anblicke, welche sich nicht gleich für sich als Einzelgeschehen betrachtet als schön erweisen, sondern erst in der Bedeutung ihrer Rolle zum Gesamtkontext - der Wolf und seine gerissene Beute, ein gesunder  Baum eingeschlossen von seinen gefallenen, verrottenden Kameraden, der organische Kreislauf von Schöpfung und Vergehen.

Mit Schönheit ist nicht das schmückende Materielle gemeint - Schmuck, Pomp oder Verzierungen jeglicher Art sind lediglich Geschmäcker, welche relativistisch von Kultur zu Kultur und von Mensch zu Mensch unterschiedliche Ausprägungen erfahren mögen. Entgegen dem was der moderne Mensch, der Glanzgierige, gerne glauben mag, liegt sie vielmehr unter der Oberfläche des visuell Erkennbaren verborgen und ist deshalb nicht von jedem wahrnehmbar. Manche Menschen sind aber durchaus in der Lage einen Ausdruck oder ein Bildnis dieser Schönheit zu erschaffen - durch Architektur, Kunst und Musik interpretieren wir unsere Realität, können also durch das Abbilden des Schönen ebenfalls Schönheit ausstrahlen. (Dies bedeutet natürlich nicht, dass jede Musik und Kunst somit schön ist). Schönheit ist die Ästhetik des Ewigen.

"Schönheit ist Wahrheit. Wahrheit Schönheit" - John Keats

Eng verbunden mit dem Begriff der Schönheit ist die Ehrfurcht. Wir haben Ehrfurcht vor dem, was wir als schön empfinden. Um sie zu empfinden, müssen wir uns also zunächst darüber bewusst werden, was für uns Schönheit wiederspiegelt. Der Nihilist oder kosmische Idealist entwickelt eine Hochachtung vor dem Leben, welche gepaart ist mit Schaudern in der Erkenntnis seiner eigenen Bedeutungslosigkeit im Angesicht des Ewigen. Unsere empfundene Ehfurcht verhindert, dass wir uns für Götter erachten, lässt uns vom unserem anthropozentrischen Standpunkt abrücken und hält unseren Hochmut unter Kontrolle. Ehre ist der Charakterzug, welcher stets darauf bedacht ist, diese Ehrfurcht in unseren Handlungen zu berücksichtigen, um einen respektvollen Umgang mit den Geschöpfen und der Welt, die wir bewohnen zu gewährleisten. Sind unsere Taten von Ehrfurcht geprägt, erhalten und fördern wir durch diese geistige Erkenntnis geprägte Einstellung das Schöne.

Wie können wir ehrfürchtig und somit ästhetisch handeln ?

Im Zuge des Nihilismus folgt die Anerkennung einer harschen, unbarmherzigen Realität. Die entstandene Sinn - und Werteleere füllen wir mit eigenen, ewigen, starken und realistischen Werten, welche sich seit Millennien bewährende, mutige, heroische Werte sind, die die Menschheit weitertreiben in ihrer Entwicklung von Spiritualität, Wissen und Weisheit und zu ihrem Überleben positiv beitragen. Nietzsche sprach in diesem Kontext vom Philosophieren mit dem Hammer, der Hammer mit dem alle Werte zermalmt werden, welche sich als nicht realistisch und konstruktiv erweisen und unter seinem Druck bersten. Diese Weltanschauung ist soweit wie nur irgendwie möglich mit den Gesetzen der Realität und den natürlichen Mustern konform, welche die Wechselwirkungen unserer Welt bestimmen. Indem wir uns der Welt anpassen, und nicht umgekehrt, handeln wir somit nach dem Maßstab der Ästhetik.

Jemand der diese Weltanschauung vertritt, ist ein Agent dieses Ideals oder dieser Schönheit. Er feiert und huldigt das Leben an sich: Liebe, Kampf, Zerfall und Aufbau. Seine Bemühungen zielen darauf hinaus, es möglichst ästhetisch und im Einklang mit den Prozessen der Welt zu leben. Seine Taten sind nach seinem Platze im Kreislauf ausgerichtet, wodurch er das Leben eher indirekt verehrt. Daher ist sein Begehr, höhere Sphären der Erkenntnis zu erreichen und die Entwicklung der Menschheit  voran zu treiben." Ehrfurcht ist hier jedoch nicht zu verwechseln mit Demut. Beide knien, ersteres ist allerdings der Kniefall eines Kriegers, letzteres der eines Sklaven.

Wenn Schönheit Ehrfurcht gebiert, so ist Romantik die Fähigkeit Ehrfurcht zu empfinden, indem sie eine Sehnsucht nach Schönheit, nach Natur und dem Organischen erweckt.

Romantik ist also die Sehnsucht nach dem Mehr, was sich über das sensorisch Erkennbare feststellen lässt. Die Sehnsucht nach etwas Verschwommenen, Ungreifbaren, was nicht statisch festgelegt und klar definiert ist, nicht trocken und aufgeklärt wirkt, wie es Atheisten und die moderne Wissenschaft gerne vorzeigen. Im Gegensatz zum nihilistischen Realismus deutet sie mehr in die Dinge, sei es ein Sonnenuntergang, der Nachthimmel mit einem kalten, klaren Vollmond und dem Sternenschein, der Tau auf Blättern, die Wirkung, welcher ein dunkler Wald auf uns hat, die Liebe. In seiner Verehrung der Ästhetik ist der Idealist ein Romantiker. Er erkennt sie unter dem Oberflächlichen und betrachtet die Vorgänge in der Welt als holistisch zusammenhängend. Die Romantik ist ihm hierbei Trost in einer dem Ideal fernen Welt und motiviert durch seine Sehnsucht entschließt er sich zu handeln. Trotz oder gerade aufgrund der Wildheit und Unkontrollierbarkeit der Natur, welche er liebt, scheut sich der Idealist/Romantiker nicht davor, in ihr tätig zu werden und etwaige Risiken einzugehen.

Hieran macht dieser Autor eines der Grundübel der westlichen Moderne fest. Es ist diese nicht mehr empfundene Sehnsucht der Menschen, welche vergessen haben, wie mehr im Leben als nur Oberfläche zu sehen ist. Eine rein auf Gesetzen und Materialistischem gegründete Menschheit/Gesellschaft schafft lediglich Zahnräder in einer Maschine, tot und seelenlos, funktionierend zwar, aber ohne Substanz. Hüllen, die nur von Leistungsdruck, Gewinn und dem eigentlichen Drang, daraus zu entkommen, getrieben sind. Es ist im Prinzp paradox, die meisten Leute arbeiten hart oder spielen Lotto in der Hoffnung, diesem Teufelskreis des Maschinellen zu entkommen, was immer mehr Leistung und Aufopferung fordert, schaffen es jedoch niemals ganz und verfangen sich immer mehr in diesem System, verleugnen ihre eigentlichen Bedürfnisse immer weiter, mit dem Ziel die Freiheit gewinnen zu können, ihre Wünsche und innersten Gefühle überhaupt ausleben zu können.

Die Auswirkungen auf das einzelne Individuum lassen sich leicht erkennnen, man muss nur einmal durch eine Großstadt spazieren. Graue Betonbauten, erbaut auf den materiellen Wünschen der Menschen, welche im Geist ebenso sind grau wie ihre Behausungen. Zwei an sich gegensätzliche Entwicklungen lassen sich an solchen Orten verstärkt ausmachen, Depression oder Hedonismus. Beides sind jedoch Reaktionen auf eine Mentalität, die das Inhärente verleugnet und nur die Schale verehrt. Während ein von Depressionen geplagter Mensch an der Verlorenheit seiner Seele zerbricht, ist sich der Hedonist derer entweder nicht bewusst und damit vermutlich sogar halbwegs glücklich oder er versucht sich mit einen stetigen Rausch durch Unterhaltung davon abzulenken, was ihm im Inneren fehlt. Der Mangel an Ehrfurcht, welcher ein Fehlen der Erkenntnis von Schönheit ist, befähigt uns erst zur schmerzenfreien Ausbeutung unserer Erde und lässt uns in dem Glauben, wir hätten Kontrolle über sie erlangt.

Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?“ [...] Ich komme zu früh, sagte er dann, ich bin noch nicht an der Zeit. Diess ungeheure Ereigniss ist noch unterwegs und wandert,—es ist noch nicht bis zu den Ohren der Menschen gedrungen. Blitz und Donner brauchen Zeit, das Licht der Gestirne braucht Zeit, Thaten brauchen Zeit, auch nachdem sie gethan sind, um gesehen und gehört zu werden. Diese That ist ihnen immer noch ferner, als die fernsten Gestirne,—und doch haben sie dieselbe gethan!" - Friedrich Nietzsche "Die Fröhliche Wissenschaft" #125

Gott ist tot und wir haben unsere Ehrfurcht, unsere Schönheit verloren. Was die Menschheit wieder lernen muss, ist wie man Schönheit erkennt, was Schönheit für uns Menschen ist und welche Rolle sie in unserem Leben spielt. Verkündete der tolle Mensch aus Nietzsche's berühmten Aphorismus den Tod Gottes noch zu früh, so ist nun die Zeit gekommen. Mehr Menschen lauschen in sich und die Welt hinein und erkennen der Menscheit Verlust. Wenn sie erkannt hat, was ewig schön ist lässt sich mit der daraus entstehenden Ehrfurcht unser Platz in der Welt akzeptieren, während wir gleichzeitig der Verlorenheit in den Weiten des Alls entgehen. In der romantischen Weltsicht findet unsere Ehrfurcht ihren Ausdruck und wir gelangen zu einem ästhetischerem Lebenswandel, der nicht auf Oberflächliches beschränkt ist, sondern das Verborgene liebt. Wir müssen eine Geisteshaltung entwickeln, welche gleichzeitig realistisch als auch romantisch ist, welche das Leben sowohl als Abenteuer betrachtet und uns weiterhin über seine Schönheit staunen lässt, es aber auch möglichst funktional und vorantreibend anzugehen gedenkt.

Ein großer Spagat zwar, aber die Menschheit kann nicht derartig aufgeklärt sein, dass nichts mehr sie zu staunender Ehrfurcht veranlasst. Wir müssen nur in den Nachthimmel schauen, welcher uns diese leuchtet...

leere
(mehr)

20. Oktober 2009

News: Verhalten in sozialen Gefügen

Soziologin Christine Horn beschreibt in ihrem Buch "The Rewards of Punishment: A Relational Theory of Norm Enforcement" wie das soziale Umfeld unsere Entscheidungen und unser Verhalten beeinflusst, u.a. wird die Bedeutung der Kohärenz von sozialen Gruppen untersucht.

Suppose you are at a busy playground and you hear an 11-year-old using language he didn’t learn on Sesame Street. There are plenty of other adults around, but, apparently, not this child’s parents. [...]

So, in the playground scenario, Horne’s theory suggests that if you are at the park by yourself or with a rough group of characters with similar vocabularies, you might not get involved. But, if you are at the park with a group of like-minded friends, you are much more likely to take a stand. It’s not just that your friends will back you up, but also that they will think well of you and the social ties between you will be strengthened. [...]

According to her theory, people will act in ways that damage their personal interests if it means their ties to a particular social group will be strengthened. And, she suggests, one of the best ways to strengthen your ties to a particular group is to help enforce the norms of that group by punishing outliers.

Significantly, Horne created a series of laboratory experiments to test her theory, a notoriously difficult thing for a sociologist to do. Essentially, she developed computer “games” that require participants to punish or reward each other for actions that either help or harm the individual or the group.

In the experiments, Horne manipulated the “cost” of punishing other people, the “reward” for punishing, and the interdependence of the group. When the social rewards were high, people were likely to punish.

Quelle

Zwei wichtige Aussagen:

Erstens: Im Umfeld gleichdenkender Menschen, welche also größtenteils das gleiche Wertesystem wie man selbst besitzen und zu denen eine geistige Verbundenheit besteht, steigt das moralische Bewusstsein. Wir sind eher bereit das zu verteidigen und auszuleben, was für richtig erachtet wird, selbst wenn es nicht zwangsläufig unseren eigenen Denkweisen entspricht. Motivation ist hier die Stärkung sozialer Bindungen.

Zweitens: Unser Verhalten ist also stark von der Gruppe abhängig, in der wir uns bewegen. Die Gruppe setzt moralische Normen fest, welche durch Aufmerksamkeit jedes Gruppenmitgliedes bzgl. des Verhaltens jedes anderen Gruppenmitgliedes aufrecht erhalten werden. Besteht die allgemeine Mentalität aus der Pflege von Illusionen, politischer Korrektheit und aus der strikten Verteidigung des Rechts auf Egalität, Apathie und masturbatorischen Konzepten wird zugunsten der eigenen sozialen Einbindung in die Gruppe jeder Außenseiter, welche diese Normen als destruktiv klassifiziert und zu einer Werteumwälzung aufruft, im Namen der Gruppe zur Rechenschaft gezogen.

Es ist also wichtig einen Konsens innerhalb einer Gruppe zu bilden, um die Ausuferung niederen Verhaltens oder das, was als solches befunden wurde, einzugrenzen. Jedwede künstlich erzwungene Vermischung zweier oder mehrerer Wertesysteme hat eine Zerstreuung des Konsens zur Folge, in deren weiteren Verlauf die Moral der Gesellschaft in viele kleine diverse Einheiten zerfällt und nicht länger effektiv durchgesetzt werden kann. Parallelgesellschaften und Atomismus tragen zu Konflikten und ihrem Verfall bei.

Desweiteren muss sich über die Art des Konsens Gedanken gemacht werden. Konsens lässt sich am besten durch eine gemeinsame Tradition und Kultur erlangen, Spiritualiät ist ebenfalls ein großer Beiträger. Es müssen Normen sein, welche eine Betonung auf das Holistische legen, nicht auf Individualismus, auf Kultur statt Konsum, Traditionen statt Trends. Populäre Illusionen müssen durch einen realistischeren, pragmatischeren Bezug zur Welt ersetzt werden, auf das eine Gesellschaft entsteht, die wieder ein Ziel vor Augen hat, zu dem die Verteidigung des Konsens nur ein Mittel ist. Wenn der einzige Konsens darin besteht, sich eben nicht einig zu sein wird dieser Zusammenschluss von Menschen nichts Großartiges erreichen. Große Ansammlungen von Menschen können fanatisch werden und neigen zu impulsiven, von Rache getriebenen Entscheidungen, welche wie in Horne's Theorie unbewusst dazu dienen das eigenen Zugehörigkeitsgefühl zu stützen. Umso wichtiger ist es, diese potentielle Zerstörungskraft in konstruktive Bahnen zu lenken. Dazu noch eine kleine Anekdote:

My first observations with regard to the art of impressing crowds and touching the slight assistance to be derived in this connection from the rules of logic date back to the seige of Paris, to the day when I saw conducted to the Louvre, where the Government was then sitting, Marshal V----, whom a furious crowd asserted they had surprised in the act of taking the plans of the fortifications to sell them to the Prussians. A member of the Government (G. P----), a very celebrated orator, came out to harangue the crowd, which was demanding the immediate execution of the prisoner. I had expected that the speaker would point out the absurdity of the accusation by remarking that the accused Marshal was positively one of those who had constructed the fortifications, the plan of which, moreover, was on sale at every booksellers. To my immense stupefaction--I was very young then--the speech was on quite different lines. "Justice shall be done," exclaimed the orator, advancing towards the prisoner, "and pitiless justice. Let the Government of the National Defence conclude your inquiry. In the meantime we will keep the prisoner in custody." At once calmed by this apparent concession, the crowd broke up, and a quarter of an hour later the Marshal was able to return home. He would infallibly have been torn in pieces had the speaker treated the infuriated crowd to the logical arguments that my extreme youth induced me to consider as very convincing.

leere
(mehr)

18. Oktober 2009

News: Am Ende winkt kein Zuckerstückchen

Freier Wille existiert nicht, wir sind Produkte unserer Umwelt, ebenso wie unser Verhalten unbewusst von den äußeren Umständen beeinflusst wird. Gerade in der medialen Leuchtwelt mit ihrer Reizüberflutung ist Aufmerksamkeit gegenüber den eigenen Verhaltensmustern besonders wichtig. Denn ansonsten...

" Author Juliano Laran (University of Miami) tested subjects to determine how certain words and concepts affected consumers' decisions for self-control or indulgence. He found that consumer choices were affected by the actions most recently suggested to them by certain key words.[...] The type of information (self-control or indulgence) that is currently active may influence a decision for the future," write Laran. "When information about self-control (indulgence) is currently active, decisions for the present will be virtuous (indulgent), while decisions for the future will be indulgent (virtuous). This result arises from people's need to balance behaviors performed in the present with behaviors that will be performed in the future." Quelle
Mit anderen Worten, wir glauben einmalige Umsicht darf oder muss sogar mit späterer Kurzsichtigkeit aufgewogen werden. Wie neurotisch und doch so typisch für die heute gängige Mentalität der Leute. Die richtige Entscheidung zu treffen ist nicht gut genug, man zwingt sich ja etwas ab und hat sich deshalb im Anschluss eine Belohnung verdient. Als Resultat wird die vernünftige, härtere Wahl mitunter gar nicht erst in Betracht gezogen, winkt am Ende nicht das Zuckerstückchen. Die Selbstverständlichkeit mit der die meisten von uns wie ein braves Pferd ein Zuckerstückchen erwarten, ist symptomatisch für den heutigen Individual - und Egoismus. "Warum sollte ich, was habe ich davon ?" - stellen sich leider viel zu viele.

Wir brauchen mehr Menschen die aus dem steten Wunsch das Richtige zu tun, vor Mühen und Entsagung nicht zurückschrecken und keine andere Belohnung benötigen, als die Gewissheit korrekt gehandelt zu haben.

leere
(mehr)

14. Oktober 2009

News: Wunschdenken & Realität

Unsere Wünsche...

Aber wenn man in Not ist, dann versucht man alles. Und das muss die Politik in Deutschland auch anerkennen und eine allgemeine Lösung finden, anstatt die Leute wieder nach Hause zu schicken. Ich glaube, das ist mein größter Wunsch. Das ist das Erste, was man im Kopf von Politikern ändern muss. Quelle
...sind emotionale Bewertungen und keine Analyse der Realität. Die Diskrepanz zwischen dem, was wir wollen und dem, wie es ist muss erkannt und überwunden werden. Im Zuge des Erkennens der Tatsachen werden unsere Handlungen realistischer und das, was wir wollen rückt ein Stückchen näher.
leere
(mehr)

14. Oktober 2009

News: Biological Diversity Org.

Wir öffnen die Augen. Unterstützt!

Today’s population stands at 6.8 billion and, if it continues on course, will reach 8 billion in 2020 before leveling off at about 9 billion in 2050. If it doesn’t level off, the worldwide population could theoretically reach 15 billion by 2050, but that is unlikely due to the insurmountable economic, political, and ecological crises that would likely ensue.[...]Through the empowerment of women, education of all people, universal access to birth control, and a societal commitment to ensuring that all species are given a chance to live and thrive, we can reduce our own population to an ecologically sustainable level. This will decrease human poverty and crowding, increase our standard of living, and sustain the lives of plants, animals, and ecosystems everywhere. Quelle
"Der größte Feind des Lebens ist zuviel Leben" - Pentti Linkola
leere
(mehr)

14. Oktober 2009

News: Der große Schatten hinter der Debatte um die Äußerungen des Sarrazin

Die Bundesbank reagiert nun auf Sarrazin's umstrittene Äußerungen.

Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin werden wegen seiner Äußerungen zu türkischen und arabischen Einwanderern einige Kompetenzen entzogen. Aber er bleibt im Amt Quelle
Waren die Aussagen gerechtfertigt oder nicht? Unglücklich ausgedrückt oder volksverhetzend ? Letztendlich kommt es darauf auch nicht mehr an. Der Vorgang ist jedesmal der gleiche. Auf der einen Seite die sich angegegriffen fühlende Minderheit und die ihnen zustimmenden Unterstützer, welche ihnen solidarisch beipflichten, obwohl sie eigentlich gar nicht betroffen sind, auf der anderen Seite jene, welche die Worte Sarrazin's für die Worte eines Propheten halten. Es wird diskutiert und gestritten, Belege für die eigenen Ansichten und gegen die Meinung anders gesinnter vorgebracht usw und so fort, ein endloses Gezeter, was schließlich doch kein Ergebnis zu Tage fördert, sondern lediglich weiter einen Keil zwischen die Bevölkerung treibt und den Konsens zerstört, den Zivilisationen für ihr Überleben benötigen.

"All the different cultures can live like one big happy family as soon as we get rid of the bad people—the racists, sexists, fascists, chauvinists, bigots, red necks etc.— all those people who will not change their beliefs to match fashion. "

Eine Kritik des Multikulturalismus darf nicht in Bigotterie ausarten. Doch treffen zwei Kulturen, welche sich gegenseitig ausschließen aufeinander, werden beide die andere dominieren wollen, um die eigene zu erhalten. Es kommt zum ständigen Zwist, der sich in unterschiedlichen Begebenheiten (s. Sarrazin) äußert. Die internen Verhältnisse einer Gesellschaft werden von diesen gegeneinander arbeitenden Kräften durcheinander gebracht, man begegnet sich verhalten freundlich, teilt jedoch nur weniges miteinander. Schließlich bilden sich entweder Parallelgesellschaften oder Gesellschaften des kleinsten gemeinsamen Nenners: Konsum, die eigene Befriedigung.

Konsum ersetzt Kulturen (alle betroffenen), Überbevölkerung zerstört Ökosysteme, Ziele und Werte werden gegen liberalen Egalitarismus eingetauscht, geistige Seichtheit, Passivität und Apathie nehmen Überhand - Und wir bekämpfen uns dennoch gegenseitig, weil wir vor lauter Streiterei darüber, wie es sein sollte, wer sich weshalb auf den Schlips getreten fühlt oder welche Minderheit man denn am liebsten als den Verantwortlichen aller Missstände an den Pranger stellen würde, die Realität ausblenden, anstatt unser Augenmerk auf diese wahren Probleme zu richten, aus denen Multikulturalismus lediglich als Symptom hervorgegangen ist.

leere
(mehr)

08. Oktober 2009

News: Wirtschaftskrise hemmt CO2 Ausstoß

Die weltweite Wirtschaftskrise kommt dem Klimaschutz zugute. Nach einer Studie der Internationalen Energieagentur IEA wird die Welt dieses Jahr drei Prozent weniger an klimaschädlichem CO2 ausstoßen als erwartet. Der Grund sind aufgeschobene Investitionen. Quelle
Entwicklungen, welche die Menschheit in ihrer unkontrollierten Ausbreitung und unreflektiertem Wirtschaftswachstum auf Kosten von Tier -und Pflanzenwelt einschränken, mögen für das Individuum u.U. mit kurzfristigen, persönlich schmerzhaften Verlusten verbunden sein, längerfristig betrachtet tragen sie jedoch zum Erhalt von Natur und somit auch der Menschheit als Teil eines Organismus bei.
leere
(mehr)

05. Oktober 2009

News: Mangelnde Sicherheit ist gar nicht gut

Denk doch mal bitte einer an die Kinder! Das Leben ist offenbar gefährlich und für die Unbeweglichen sogar noch gefährlicher! Stadtleben ungesund für Geist und Körper !

In addition to causing injury and death, unsafe environments are barriers to physical activity that is important to life long health. Changes such as speed control, traffic light phasing, fencing spaces and enhancing pedestrian visibility can reduce injuries by 50 to 75% in specific locations and 25% in wider areas. By making traffic safer for children, it increases the likelihood they will walk to school and can derive health benefits from physical activity. In fact, 50% of Canadian children never walk to school compared with only 17% who do most of the time.

"By giving priority to automotive over pedestrian transportation we have allowed road traffic to become the leading cause of death among our children," writes Dr. Andrew Howard of the University of Toronto and The Hospital for Sick Children (SickKids). "North American children are increasingly sedentary," and urban sprawl is linked to higher rates of traffic injury and obesity.

Other ways to modify the built environment include appropriate playground equipment that minimizes injuries while encouraging activity. Falls from climbing equipment are 5 times more likely to result in severe fractures than falls from a standing height. Evidence shows that playgrounds that did not comply with standards from the Canadian Standards Association (CSA) had twice the rate of injury of compliant playgrounds, although these standards are voluntary without regulatory authority for most Canadian playgrounds.

Quelle
Ah ja, das ist also der Grund für Fettleibigkeit und Bewegungsfaulheit, die mangelnde Sicherheit, so schön tangibel. Wie wärs mit einem Wald und einer Wiese als Spielplatz ? Kostet weniger, sieht gut aus und niemand kann den Hersteller verklagen, weil der Wald nicht den Standards entsprach.
leere
(mehr)

02. Oktober 2009

News: Gemeinde gegen Getränkekonzern

Eine Gemeinde in Australien trotzt der Getränkeindustrie und verbietet schlicht den Verkauf industriell abgefüllter Getränke, gibt im Gegenzug aber kostenlos Wasser aus der örtlichen Quelle an seine Einwohner aus.

"Bundy aus dem Hahn" heißt das Trinkwasser, das die Gemeinde nun an mehreren Wassertankstellen gefiltert abgibt - kostenlos. Wer einen Wasserbehälter hat, kann sich selbst bedienen. Dagegen sucht man im Kühlschrank der Tante-Emma-Läden vergeblich nach Trinkwasser in der Plastikflasche. Sämtliche Geschäfte haben sich verpflichtet, Wasser aus den Regalen zu nehmen. Stattdessen verkaufen sie wiederauffüllbare Trinkflaschen.

Die Initiative ausgelöst hatten Pläne eines internationalen Getränkekonzerns, Wasser aus der örtlichen Quelle abzuzapfen, es dann in Sydney in Flaschen zu füllen, nur um es anschließend wieder in Bundanoon und im übrigen Australien zu verkaufen. Die Bürger des Dorfs protestierten gegen "diesen Wahnsinn". Im Juli entschieden sie sich einstimmig für ein gemeindeweites Verbot der Wasserflaschen. John Dee, der ebenfalls zu den Antreibern gehört, weist auf den "enormen Aufwand an fossiler Energie" hin, den der Transport, die Verarbeitung und die Lagerung von Trinkwasser in Flaschen erfordere. Zudem endeten 65 Prozent aller Trinkwasserflaschen im Müll. "Während unsere Politiker mit dem Klimawandel kämpfen, zeigt Bundanoon, dass wir auf lokaler Ebene zu Dingen fähig sind, die uns selbst überraschen", so der Aktivist.

Quelle
Diese Gemeinde hat konsequent zu Ende gedacht, erkannt, wie trotz des neuen, "grünen" Bewusstseins unsere eigentlichen schädlichen Gepflogenheiten weiterhin bestehen und beschlossen sich mit ihren Möglichkeiten autonom zu versorgen. Die lokale Unabhängikeit von ökonomischem Zwang und die Ablehnung des modernen "Wahnsinns" zu Gunsten pragmatischer Lösungen sollte Vorbild für die künftigen Gesellschaften sein. Dass Getränkekonzerne darüber nicht sonderlich erfreut sind versteht sich, im Vordergrund steht für sie ausschließlich Gewinn, nicht die Lösung unserer Probleme, was die Reaktion des Konzerns auf die Auflehnung der Gemeinde wohl bestätigt.

Weiter: Lokalisierung

leere
(mehr)

Neues



"Es ist nicht genug, zu wissen, man muß auch anwenden;
es ist nicht genug, zu wollen,
man muß auch tun."
- J.W. Goethe


"Das Vieh stirbt und Freunde sterben, endlich stirbt man selbst:
Doch nimmer mag ihm der Nachruhm sterben,
wer guten sich gewann."
- Havamal